Beiträge zum Thema: falscher bezug

Deutschthemen zum Freitag - Das Blog


Ja, Sie lesen richtig: das Blog. Da es sich um das Internet-Tagebuch handelt, ist Blog von sächlichem Genus. Aber das nur als Erklärung für die Überschrift.

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Die bisherigen Ausgaben stehen jeweils als zusammengefasster Beitrag zur Verfügung. Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen.

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43/2018: Eibrecher

  • Politikthema der Woche (danke Christian):
    47ProzentBurger
    Dass (Ham)Burger ausgerechnet die Grünen wählen wollen …
  • Überflüssige Buchstaben:
    Wahlkrampf
    Manchmal ist es tatsächlich ein Krampf.
  • Fehlende Buchstaben (danke Klaus):
    Eibrecher
    Eibruch — der Haushaltsunfall schlechthin.
  • Mengenangabe der Woche I (danke Herr Ebel):
    MeistSelten
    Wie oft? Immer nie!
  • Zweifelhafter Bezug (danke Klaus):
    Wahlkampf
    Im hessischen Wahlkampf gab es einen Mord?
  • Mengenangabe der Woche II:
    WinzigeHochststrafe
    Maximal niedrig eben.
  • Schwierige Wörter (danke Klaus):
    Karossiere
  • Homonym der Woche: das Feld (danke Klaus). Der Spieler, der Bauer, der Geologe, der Physiker, der Soldat, der Informatiker, der Soziologe, der Psychologe und der Heraldiker kennen alle das Feld.
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39/2018: Gasstätte

  • Fehlende Buchstaben I (danke Klaus):
    Gasstatte
    Adresse: Am alten Gaswerk.
  • Passender Name zum Beruf (danke Klaus):
    Wehweck
  • Zweifelhafter Bezug: „Sie [die Autohersteller] wollen alte Autos mit Schummelsoftware einfach mit neuer ersetzen.“ Also, neue Schummelsoftware will ja auch keiner, oder?
  • Fehlende Buchstaben II (danke Klaus):
    Fahrwerkhaus
  • Kindermund der Woche. Emma (11) meinte mit Blick auf diese Aufschrift:
    Rinderrohschinken
    „Ich hab ‚Kinderohrschinken‘ gelesen.“ Lecker!
  • Verwirrung der Woche (danke Klaus):
    Baumung
    Sie bäumen sich quasi auf.
  • Überflüssige Buchstaben (danke Klaus):
    Umsatzpracht
    Prächtig! Umgekehrt geht’s aber auch:
    Pacht
  • Fehlende Buchstaben III (danke Klaus):
    Gandetopfleber
  • Homonym der Woche: der Klangkörper (danke Klaus). Der Klangkörper ist einerseits ein ganzes Orchester oder ein Chor und andererseits der Korpus eines Musikinstruments.
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28/2017: Holräume

  • Hinweis der Woche (danke Klaus):
    Resertiert
    Sollte das vielleicht „Desertiert“ heißen?
  • Leerreiche Worte eines Fußballtrainers im Hinblick auf die neue Saison: „Da werden die Stadien voll sein und wir werden danach sehen, wo wir stehen.“ Ach nein — hinterher weiß man, wo man steht. Wer hätte das gedacht?
  • Fehlende Buchstaben (danke Klaus):
    Holraume
    Hol’ schon mal die Räume, Harry!
  • Kindermund der Woche. Opa: „Mittags habe ich gern mal geruht.“ Emma (9): „Aber Opa heute Mittag hast du geschlafen — das habe ich gehört!“ Manchmal, obwohl er das nicht akzeptieren will, schnarcht mein Papa gewaltig.
  • Produkt der Woche:
    ChilisaucefurHuhn
    Toll, wie Hühner heutzutage kulinarisch verwöhnt werden.
  • Aber für scharfe Sachen gibt es auch alternative Schreibweisen:
    Tschili
    Tschakka!
  • Neue Gemüsesorten:
    Papprika
    Einmal Pappe, Herr Ober!
  • Zweifelhafter Bezug (danke Klaus): „Beamte gingen gegen gewalttätige Personen mit Molotowcocktails vor“.
  • Homonym der Woche: der Abriss (danke Klaus). Im Bauwesen kommt der Abriss vor, auch wenn es heutzutage manchmal „Zurückbauen“ heißt. Ein Berghang kann einen Abriss haben (Abrutschen), Bücher und Fachartikel könne einen Abriss darstellen und Teil einer Eintrittskarte kann er ebenfalls sein. Die Schweizer schließlich bezeichnen so einen Wucherpreis.
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Mehr über: falscher bezug, kindermund
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22/2017: Kurbiographie

  • Denglisch der Woche:
    Cookingpokal
    Warum nur muss ein Kochwettbewerb in Thüringen „Cookingpokal“ heißen?
  • Überflüssige Buchstaben (danke Klaus):
    Obdachtlos
    Zunächst steht dir ein Rechtschreibkurs zu!
  • Fehlende Buchstaben:
    Kurbiografie
    Wenn Kuren einen eigenen Lebenslauf bilden …
  • Zweifelhafter Bezug (danke Herr Ebel):
    Erstochen
    Ziemlich spitze Zeitungen haben die Türken.
  • Kindermund der Woche: „Papa, ich muss jetzt nicht mehr so lange Zähne putzen.“ Emma (9) hat gerade zwei Zahnlücken.
  • Besucht man eine Konferenz, auf der auch Politiker und hochrangige Vertreter von Ministerien sprechen, dann hört man tolle Wörter wie „rehausfrauisieren“. Aber schlimmer noch waren die „endogenen Ressourcen“. Ich will gar nicht wissen, was das heißt. Was damit gemeint war: Menschen! Ich habe keine Ahnung, warum man diesen Begriff scheut.
  • Ist das noch Denglisch (danke Herr Liebisch)?
    PuplingViewing
    Wie sagte schon Adi Preißler? „Entscheidend is’ aufm Platz“ — und da wird nicht geschrieben.
  • Homonym der Woche: der Hering (danke Klaus). Bestimmt fällt jedem sofort der Fisch ein und den Campingfreunden die Zeltbefestigung.
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20/2017: Unermäßlich

  • Schwierige Wörter (danke Klaus):
    unermasslich
    Das ist — nach allem Ermessen — falsch.
  • Falscher Bezug (danke Holger):
    durften
    Das Verb des Satzes bezieht sich auf das Objekt (Geldstrafe) und dies steht im Singular. Also müsste es „dürfte“ heißen.
  • Adjektiv der Woche:
    komig
    Vielleicht meint er ja deine Rechtschreibung?
    Es gibt aber auch noch diese Variante des Wortes „komisch“:
    komich
    Ja, was sagt man dazu? Komm’ ich oder komm’ ich nicht.
  • Falsche Grammatik (danke Holger):
    Allianz
    Unternehmenszahlen von der Allianz — also die Allianz. Dann aber bitte  auch „der Allianz mit ihrem wachsenden …“.
  • Homonym der Woche: der Eingang (danke Klaus). Der Eingang ist die Öffnung in ein Gebäude oder Zimmer, aber auch bei einer Schnittstelle (z.B. an einem technischen Gerät) spricht man von Eingang (für ein Signal). Waren und Post können ebenfalls einen Eingang verbuchen.
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19/2017: Unseglich

  • Stereotype zeugen von journalistischer Einfallslosigkeit. Beispiel Sport. „Der FC Bayern München bangt für das Spiel gegen Darmstadt um den Einsatz des Verteidigers Mats Hummels.“ Ein zweifellos wichtiger Spieler für den Rekordmeister und eine Verletzung ist nie schön. Aber ist „bangen“ tatsächlich angebracht? Die Meisterschaft ist bereits im Sack, der Kader — das betont der Verein immer wieder — exzellent besetzt und gegen Darmstadt, den Tabellenletzten, zu Hause — da sollte das Fehlen des Verteidigers zu verschmerzen sein. Wenn der Fakt, dass Herr Hummels nicht am Mannschaftstraining teilnehmen konnte, schon eine Meldung wert ist, dann muss es nicht immer „bangen“ sein.
  • Falscher Bezug (danke Klaus):
    Stauende
    Ins Kondolenzbuch trugen sich u.a. ein Sattelschlepper, zwei Kipper und ein Kleintransporter ein.
  • Denglisch der Woche:
    ColdCallen
    Stattdessen besser „warm besuchen“ oder was?
  • Schwierige Wörter (danke Klaus):
    unseglich
    Mir tut es unsäglich weh. Tatsächlich hieß es im Mittelhochdeutschen einst „unsegelich“. Aber eigentlich bedeutet es „unsagelich“ — was sich nicht sagen lässt.
  • Die Letzten sind manchmal die Ersten (danke Wolf):
    Mond
    Die letzten Menschen auf dem Mond waren Eugene Cernan und Harrison Schmitt am 11.12.1972 mit Apollo 17. Armstrong und Aldrin hingegen waren mit Apollo 11 die ersten Menschen auf dem Mond, am 21.07.1969.
  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche:
    NeueInnovationen
    Die Tage der alten Innovationen sind ohnehin längst gezählt!
  • Genitiv der Woche (danke Herr Ebel): „gegenüber des GUM-Kaufhauses …“. Ich streite ja gern für die Verwendung des Genitivs — aber nur dort, wo er auch angebracht ist. Die Präposition „gegenüber“ verlangt jedoch unzweifelhaft den Dativ.
  • Ausdruckstief der Woche (danke Klaus):
    NochNochNoch
    Noch mehr „noch“ geht noch nicht.
  • Homonym der Woche: der Einsatz (danke Klaus). Man kann sich für etwas einsetzen und bei Feuerwehr, Polizei und Militär gibt es den Einsatz auch. Auf der Bühne kann man einen Einsatz haben und auch beim Wetten. In Österreich heißt das Flaschenpfand ebenfalls Einsatz.
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14/2017: Mehr detaillierter

  • Steigerung der Woche: „Können Sie das mehr detailliert darlegen?“ Kann ich nicht, aber detaillierter kann ich. Jedenfalls steigert man so Adjektive im Deutschen. Klar, woher das wieder kommt: aus dem Englischen (detailed, more detailed, most detailed).
  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche: „Sollte man dabei gedanklich bedenken, dass …“ Und wenn ich es nur bedacht hätte — wäre das dann weniger gewesen?
  • Denglisch der Woche (danke Sascha):
    reliest
    Ja, wie soll man das Release am besten als deutsches Verb formulieren? Vielleicht einfach „veröffentlichen“ oder „freigeben“ schreiben.
  • Neue Wörter: „Ich probiere mal, sie einzukonferenzen.“ Na, da überpurzelbaume ich mich doch glatt vor Freude.
  • Falscher Bezug (danke Herr Ebel):
    VorKindernschutzen
    Der Grill muss sehr teuer gewesen sein, wenn man ihn vor den Kindern schützen muss.
  • Prozentrechnung der Woche (danke Steffen): „Ein Nutzungsvertrag von 2008 (Anpassung 2010) hält fest, dass sich der Landkreis zu 77 Prozent an den Betriebs- und Unterhaltskosten beteiligen muss, die Gemeinde zu 33 Prozent.“
    Tolle Übererfüllung!
  • Kracher der Woche (danke Herr Staps): „Das Landgericht Düsseldorf hat eine Erzieherin wegen gefährlicher Körperverletzung und Misshandlung von Schutzbefohlenen zu einer Bewährungsstrafe von 20 Monaten verurteilt, berichtet spiegel.de. Sie soll autistische Kinder in ihrer Wohngruppe misshandelt haben, ohne dass dafür therapeutische Gründe vorlagen.“
    Es gibt also therapeutische Gründe für Misshandlungen? Welche wären das?
  • Denglisch der Woche (danke Michael):
    DoNotInstall
    Ich try zu avoid das.
  • Homonym der Woche: die Schnecke (danke Klaus).
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07/2017: Freutag

  • Schwierige Verben:
    dungt
    Dieses, vom Duden als „gehoben, veraltet“ bezeichnete Verb bedeutet so viel wie: den Anschein haben, zu denken. Allerdings, mich dünkt, dass es eher so geschrieben wird. Manchmal heißt es auch: „mich deucht“ — Hauptsache, man täuscht sich nicht.
  • Neue Wörter (danke Klaus):
    Volksverschlusselung
    Volksempfänger, Volksverdummung und Volksvertretung gibt’s schon, jetzt wird alles verschlüsselt. Am besten mit Schlüsseltechnologien.
  • Mit „es macht Sinn“ (eigentlich: es hat Sinn oder er ergibt Sinn!) übernehmen viele ja Englisches ins Deutsche. Dafür gibt es weitere Beispiele (danke Klaus): „Wir können keinen Zeitpunkt seit dem Ende des Ost-West-Konflikts erinnern, an dem so viele Dinge unsicher waren.“ Aber, statt „Ich erinnere es nicht.“ heißt es eigentlich: „Ich erinnere mich nicht.“
  • (Un)passende Namen: In Erfurt gibt es ein neues Feinkost-Café und die Betreiberin heißt Kotzbauer. Schmecken lassen!
  • Hinweis der Woche (danke Kerstin):
    Ziehen
    Mit anderen Worten: kräftig ziehen!
  • Falscher Buchstabe (danke David):
    abhangig
    Noch sind meine Söhne auch abhängig, aber das ist in allen Familien die Regel und keine Zeitungsmeldung wert. Hier war „abgängig“ gemeint, wobei ich „vermisst“ besser, aber in der Sache selbst keineswegs gut finde.
  • Für so viele Tippfehler braucht man schon ein längeres Wort (danke Klaus):
    Transfergesellschaft
  • Wochentag der Woche (danke Anja):
    Freutag
    Der Freutag — wer hat ihn nicht gern.
  • Heiße Sachen:
    heissereStimme
    Ich vermag nicht einzuschätzen, ob der Karnevalsprinz eine heiße Stimme hat, aber vermutlich sollte es „Stimme klingt heiser“ heißen.
  • Ist das schon Gotteslästerung?
    Pilates
    Oder ging Jesus ins Fitness-Studio?
  • Falscher Bezug (danke Sascha):
    Disneyland
    Kim Jong-un übernahm also in Wahrheit Disneyland - diese Lügenpresse!
  • Verbuchselte Buchsstaben (danke Evi):
    Atmopshare
    Ein Mops kam in die Küche …
  • Die Auto-Korrektur kann unrecht haben:
    IndianerJones
  • Homonym der Woche: der Gipfel (danke Klaus). Der Gipfel ist die höchste Stelle eines Berges, aber auch eine Konferenz führender Politiker. Umgangssprachlich ist der Gipfel ein Extremwert und in der Schweiz ein Croissant.
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02/2017: Maderinen

  • Beim Skispringen: „Der Rückenwind kommt jetzt von hinten.“ Wer hätte das gedacht?
  • Paradoxien beim Ski-Abfahrtslauf: „Das ist ein Aufsteiger.“ Kann ich so nicht bestätigen — es ging stets nur bergab.
  • Überflüssige Buchstaben (danke Klaus):
    Tauschbecken
    Was da wohl getauscht wird?
  • Kindermund der Woche. Emma (9): „Wenn Schmarrn Mist bedeutet, ist dann Kaiser-Schmarrn besonders großer Mist?“
  • Automatische Übersetzungen (danke Michael):
    AmazonApp
    Wie Sie zu tun zu lesen, hängt davon ab, wie zuvor zu tun zu schreiben.
  • Zweifelhafter Bezug (danke Björn): „Immer wieder haben sich Rudolstädter beschwert, weil Wildschweine ihre Grundstücke zerwühlt haben. Nun sind fünf von ihnen tot.“ Wer ist tot? Die Grundstücke wohl nicht und die Rudolstädter hoffentlich auch nicht.
    Zum gleichen Thema gleich noch ein Text: „Die 90 Jahre alte Queen besuchte  am Sonntag einen Gottesdienst in der Kirche St. Mary Magdalene nahe ihrem Landsitz in Sandringham. Zuvor war sie mehr als zwei Wo-chen krank gewesen und hatte sich nicht in der Öffentlichkeit gezeigt. Sie konnte auch nicht an den Gottesdiensten zu Weihnachten und Neujahr in Sandringham teilnehmen. Mehrere Mitglieder der Königsfamilie begleiteten sie.“ Die Mitglieder der Königsfamilie begleiteten sie bei der Nichtteilnahme?
  • Eine Torte mit kleinen Maden — lecker:
    Maderinen
    Aber es gibt auch die größere Variante mit Fehlern:
    Oranen
  • Homonym der Woche: die Diät (danke Klaus). Die Diät kann eine Schlankheitskur oder ein Abgeordnetengehalt bezeichnen.
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51/2016: Plessuren

  • Schwierige Wörter I:
    Restanwalt
    Im Strafrecht geht es offenbar etwas grober zu.
  • Überflüssige Buchstaben I:
    Hohrbucher
    Bei aktueller Freizeit — ich empfehle zunächst einen Duden. Allerdings nicht als Hörbuch.
  • Zweifelhafter Bezug: „Polizei befreit Schwiegermutter von Formel-1-Chef Ecclestone“ und „Bernie Ecclestones Schwiegermutter von Polizei befreit“
  • Sehr flexibel:
    VerbogeneSchatze
  • Juristen: „Der Richter hat die Ingewahrsamnahme um einen Tag verlängert.“ Welch ein Wortungetüm.
  • Im ARD-Brennpunkt: „Von Gefährdern kann Gefahr ausgehen.“ Wer hätte das gedacht?
  • Kindermund der Woche. Emma (9): „Wie alt ist die denn?“ „Etwa Mitte Dreißig.“ „Ah, die Hälfte von 30 — dann ist sie Fünfzehn.“
  • Schwierige Wörter II:
    Plessuren
    Blessur für die deutsche Sprache.
  • Schwierige Wörter III:
    Pravur
    Die Überschrift wurde leider nicht mit Bravour gemeistert.
  • Überflüssige Buchstaben II:
    Arsche
    Voll für’n A…
  • Fehlende Buchstaben:
    Malzeiten
    Hast du mal Zeit, für eine Malzeit nach der Mahlzeit?
  • Kommasetzung ist nicht nur sprachlich wichtig (danke Wolf und Bernd): „Nachdem rund 10 000 Rucksacktouristen oder Backpacker, wie sie in Australien genannt werden, nach einer Party am Weihnachtstag 15 000 Tonnen Müll am Coogee Beach hinterließen …“ Mächtig gewaltig — 1,5t Müll pro Person. Die haben große Rucksäcke …
  • Homonym der Woche: der Abstecher (danke Klaus). Der Abstecher kann ein kleiner Umweg auf einem Ausflug sein. Er wird beim Drechseln verwendet und beim Schlachten. Ein Gewalttäter mit einem Messer. Und der, der Torf absticht, heißt auch Abstecher.

Zur letzten Ausgabe des Jahres heute noch ein Nachwort. Beethovens 9. Sinfonie (hier eine der besten zeitgenössischen Interpretationen) wird nicht umsonst u.a. als völkerbindend bezeichnet. Und das, obwohl ein Vers „Alle Menschen werden Brüder“ heißt! Brüder, nicht Brüder und Schwestern. Mir ist auch noch keine Bewegung bekannt, die diese Zeile zu „vergendern“ strebt. Vielleicht deshalb, denn Beethoven schickt „Seid umschlungen Millionen. Diesen Kuss der ganzen Welt.“ hinterher. Der ganzen Welt! Einen Kuss.
Möge 2017 unter diesem Motto stehen. Weniger Krieg, Terror, Gewalt und Hass — stattdessen mehr Verständnis füreinander — und Liebe.

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