Beiträge zum Thema: kindermund

Deutschthemen zum Freitag - Das Blog


Ja, Sie lesen richtig: das Blog. Da es sich um das Internet-Tagebuch handelt, ist Blog von sächlichem Genus. Aber das nur als Erklärung für die Überschrift.

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Die bisherigen Ausgaben stehen jeweils als zusammengefasster Beitrag zur Verfügung. Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen.

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39/2019: konserwativ

  • Denglisch der Woche: „Es geht um ein Amtsenthebungsverfahren oder zu gut Deutsch: Impeachment.“ Das ist kein gutes Deutsch. Das ist noch nicht einmal schlechtes Deutsch. Das ist: Englisch!
  • Fehlende Buchstaben (danke Klaus):
    Kosequenz
  • KinderStudentenmund der Woche: „Da fährst du aber spät. Hast du am nächsten Morgen gar keine Vorlesung?“ Tim: „Doch, 11 Uhr!“ Ah, ja.
  • Schwierige Wörter I (danke Klaus):
    Konserwativ
    Also, da bin ich auch konservendosiv!
  • Denglisch der Woche II:
    Walk-Act
  • Schwierige Wörter II (danke Klaus):
    Verkehrsdilickte
    Beide Augen zudrücken reicht da schon gar nicht mehr.
  • Schwierige Wörter III (danke Klaus):
    Ganzessen
    Ganzessen ist wahrscheinlich besser als Fast Essen (Food).
  • Homonym der Woche: die Versorgung (danke Klaus). Die Versorgung ist allgemein die Belieferung von Kunden. Zudem aber auch Leistungen, welche die Lebensgrundlage von Menschen sichern, die Logistik beim Militär und im Gesundheitswesen gibt es sie auch.
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35/2019: Brokenkäfer

  • Anachronismus der Woche: „Optional muss der AN den 2nd-Level-Support anbieten.“
    Muss ich nun oder ist es optional?
  • Beruf der Woche:
    Geldbearbeiter
    Wenn ich groß bin, werde ich das auch.
  • Man glaubt nicht, wie viele Fehler man in einen so kurzen Text bekommt:
    kommfort
    Das sage ich: Komm’, fort!
  • Denglisch der Woche I:
    Fischbrotchen
  • Kindermund der Woche: „Weißt du, ein Titan ist ein riesiger Gigant.“ Genau — und ein Zwerg ist ein winziger Gnom.
  • Denglisch der Woche II:
    Aluminium-Body
    Ein Klapprechner mit einem Körper aus Alu — toll!
  • Werbung der Woche (danke Klaus):
    Beilaufige
  • Verbuchselte Wechsstaben (danke Klaus):
    Brokenkafer
  • Überflüssige Buchstaben I (danke Klaus):
    Immobilienmackler
    Macke?
  • Überflüssige Buchstaben II:
    Ohren-klingeln
    Tatsächlich lautet die Redewendung so: die Ohren klingen. Hier belegt mit einen Zitat aus Herr der Ringe: „Was, wie klingen mir die Ohren? Ist es wirklich wahr? Könnt ihr mir Hochmut, Spott und Hohn so scharf verweisen? So leb denn wohl, du Mädchenstolz auf immer da.“
  • Homonym der Woche: die Beförderung (danke Klaus). Die Beförderung ist der Transport von Personen und Gütern sowie ein Aufstieg in der Hierarchie.
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15/2019: Selbstsäufer

  • Fehlende Buchstaben:
    Brudergemeine
    Zwar heißt die Zeitung „Thüringer Allgemeine“, aber um „gemeine Brüder“ handelte es sich bei dieser Bildunterschrift bestimmt nicht.
  • Schwierige Wörter (danke Klaus):
    rekurtieren
    Von der Kur zurückholen?
  • S-Laut der Woche: „Die MBW überweißt dem Landwirt dann den ihm zustehenden Betrag.“ Das ist weder weiß noch weise.
  • Vertipper der Woche:
    Kapital
    Zwar kein kapitaler Fehler, aber …
  • Verwirrung der Woche:
    iPhone-Nutzer
    Wusste gar nicht, wie groß iPhones inzwischen geworden sind.
  • Mitteilung der Woche:
    Feuertage
    Feurige Angelegenheit!
  • Überflüssige Buchstaben (danke Klaus):
    Selbstsaufer
    Klar, ehe die Anderen saufen, macht man’s lieber selbst!
  • Unwort der Woche:
    Erwerbspersonenpotenzial
    Dass es dabei um Menschen geht, merkt man leider nicht!
  • Mathematikthema der Woche (danke Sascha):
    Einnahmenverteilung
    3,1 Milliarden betragen die Einnahmen. Wie viel ergibt aber 2x1,7+15% von 3,1? So entstehen Löcher in der Haushaltskasse!
  • Kindermund der Woche. Emma (11): „Bei der Mehrzahlbildung kommt oft ein Umlaut vor — z.B. Chor - Chöre und Moor - Möhre!“
  • Homonym der Woche: das Auditorium (danke Klaus). Das Auditorium ist allgemein ein Hörsaal, mit dem Zusatz „maximum“ ist es der größte Hörsaal einer Hochschule.
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03/2019: Monomental

  • Schwierige Wörter I (danke Klaus):
    monomental
    Fänumenal!
  • Aus einer Anforderungsbeschreibung: „Dieser Aufruf soll über Buttons (mit passender Ikone und Text) realisiert werden.“
    Eine Ikone ist entweder einkirchliches Kultbild oder ein Idol, eine Leitfigur. Hier war eher ein „Icon“ gemeint, aber auf Deutsch ist bestimmt „Symbol“ besser geeignet.
  • Verquer der Woche (danke Klaus):
    QuerBeiFuss
    Also, ich kenne „gut zu Fuß“ (wenn man gut laufen kann) und „bei Fuß“ (bei Hunden). Aber vielleicht ist der Florian gerade ein bisschen durcheinander.
  • Artikelflut (danke Klaus):
    DenDasDes
    Viel Schnee zieht offenbar auch viele Artikel nach sich.
  • Säfte der Woche (danke Holger):
    Schorle
    Ziemlich rar, der Rhabarber und mit Johannes hat die Johannisbeere … der Name kommt vom Johannistag (24.6.), der Rede der ersten Sorten.
  • Produktname der Woche:
    AvocadoHass
    Man kann diese Frucht aber auch lieben.
  • Kulinarisches der Woche (danke Holger):
    Hollondaise
    Sauce Hollandaise und Gouda sind aber auch schwierige Wörter.
  • Kindermund der Woche. Emma (11): „Papa, warum hatte der mit dem Rennrad keine Klingel?“ Ich: „Naja, es geht darum, Gewicht zu sparen. Also keine Klingel, keine Schutzbleche, kein Gepäckträger.“ Emma: „Keine Räder, kein Sattel — dann ist’s noch leichter!“
  • Schwierige Wörter II:
    Selbstreflektion
    Reflexartig! Nein, korrekt heißt es: Selbstreflexion.
  • Knüller-Angebot (danke Holger):
    GinTonic
    Hoffentlich sind die Suppenkellen nicht gar zu groß.
  • Hinweis der Woche:
    GegenstandeAbstellen
    Flaschen zählen offenbar nicht als Gegenstände.
  • Homonym der Woche: der Durchschlag (danke Klaus). Den Durchschlag gibt es im Bergbau und beim Schreiben auf Papier als Kopie, in der Küche als Sieb, als Werkzeug und bei elektrischer Überspannung.
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39/2018: Gasstätte

  • Fehlende Buchstaben I (danke Klaus):
    Gasstatte
    Adresse: Am alten Gaswerk.
  • Passender Name zum Beruf (danke Klaus):
    Wehweck
  • Zweifelhafter Bezug: „Sie [die Autohersteller] wollen alte Autos mit Schummelsoftware einfach mit neuer ersetzen.“ Also, neue Schummelsoftware will ja auch keiner, oder?
  • Fehlende Buchstaben II (danke Klaus):
    Fahrwerkhaus
  • Kindermund der Woche. Emma (11) meinte mit Blick auf diese Aufschrift:
    Rinderrohschinken
    „Ich hab ‚Kinderohrschinken‘ gelesen.“ Lecker!
  • Verwirrung der Woche (danke Klaus):
    Baumung
    Sie bäumen sich quasi auf.
  • Überflüssige Buchstaben (danke Klaus):
    Umsatzpracht
    Prächtig! Umgekehrt geht’s aber auch:
    Pacht
  • Fehlende Buchstaben III (danke Klaus):
    Gandetopfleber
  • Homonym der Woche: der Klangkörper (danke Klaus). Der Klangkörper ist einerseits ein ganzes Orchester oder ein Chor und andererseits der Korpus eines Musikinstruments.
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28/2018: Halbschattengewächs

  • Wieder einmal ein klassischer Um-zu-Fehler:
    UmZuVerlieren
    Keineswegs war es die Absicht der kolumbianischen Mannschaft, deshalb in der Nachspielzeit auszugleichen, weil die anschließend verlieren wollten.
  • Produkt der Woche. Das ist doch mal eine launige Beschreibung:
    Handbrote
    Oder ist es eine launische Beschreibung? Manchmal ist das Ergebnis jedenfalls lauchig.
  • Kindermund der Woche, naja — Kindermund ist es schon lange nicht mehr. Tim (19): „Ich setz mich hierher in den Halbschatten, ich nämlich ein Halbschattengewächs.“
  • Wortspiel der Woche. Wenn die Schwester bei ihrem kleinen Bruder bemerkt, dass er sich in die Hose gemacht hat: „Da ist was aus dem Bruder gelaufen.“
  • Herr Dr. Soukop aus Wien zum Thema Kopfbälle: Im Österreichischen „köpft“ der Fußballer nicht, er „köpfelt“. Wenn einer „ein Tor köpft“, so stutzt der Österreicher womöglich, weil er denkt, dass dem Tor der Kopf abgeschlagen wird — so wird es in unserem Nachbarland tatsächlich nur benutzt. Dass Köpfe rollen müssen, wird zwar auch im Fußball immer mal gefordert, aber zum Glück nur im übertragenen Sinn. Ist doch nur ein Spiel!
  • Schwierige Wörter I:
    Vabancespiel
    Die Verwendung solcher Wörter ist mit hohem Risiko verbunden, ein Vabanquespiel geradezu.
  • Schwierige Wörter II (danke Klaus):
    Verander
    Die Veranda — ein kleiner Vorbau an Häusern.
  • Schwierige Wörter III:
    Dublizitat
    Wenn das puplik wird;-)
  • Formulierung der Woche:
    teilweise-anwesend
    Also, insbesondere in langweiligen Sitzungen kann man Leute beobachten, die nur teilweise anwesend sind. Körperlich sind sie da. Geistig …
    Aber das nur im übertragenen Sinn. Tatsächlich ist hoffentlich niemand „teilweise“ anwesend, sondern vielmehr „zeitweise“!
  • Homonym der Woche: die Anlage (danke Klaus). Die Anlage kann etwas Beigefügtes sein, sie gibt es in der Ökonomie als Wirtschaftsgut, Investition oder Finanzprodukt, in der Biologie und Pädagogik, in Bauwesen und Technik sowie in der Medizin und Genetik.
    Aber auch bei diesem Wort kann man Fehler machen:
    Analge
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20/2018: Schulabschuss

  • Kulinarisches der Woche:
    SaureSahne
    Also, da würde ich lieber die Schlagsahne nehmen.
  • Fehlende Buchstaben (danke Klaus):
    Malzeit
    Die warme Malzeit — das ist Zeichnen in beheizten Räumen oder am Strand?
  • Schwierige Wörter I:
    Wision
    Ein Wisionär also, ein außerärdischer noch dazu!
  • Fehlende Buchstaben (danke Klaus):
    Schulabschuss
    Ein höherer Schulabschuss trifft vermutlich das Dach.
  • Kindermund der Woche I. Emma (10) beim Abendessen beim Blick über diverse Käsesorten: „Äh, gibt’s auch etwas Unvegetarisches?“
  • Kindermund der Woche II. Projektwoche in der Grundschule, Thema: die Römer. Ich komme nach Hause und meine Tochter begrüßt mich mit „Salve“. „Oh“ sage ich, „schon eine Begrüßung gelernt.“ „Ja“ spricht sie, „und bei höher gestellten Persönlichkeiten heißt es ‚Ave‘.“ Daraufhin ich: „Und was sagt man dann zu mir?“ Grinst mein Sohn Tom (16) und meint: „Salve“.
  • Schwierige Wörter II:
    Wakuum
    Und mit noch ein wenig mehr Grips im Hirn könnte man Vakuum sogar richtig schreiben!
  • Homonym der Woche: der Kanal (danke Klaus). Der Kanal ist ein künstlicher Wasserlauf oder auch für Abwasser gedacht. Eine Meerenge heißt so und der Informationsfluss ebenfalls. Funker und Tontechniker kennen ihn und Elektriker auch.
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11/2018: Deliverbar

  • Schwierige Wörter I (danke Klaus):
    begleitet
    Womöglich kann man Ämter auch begleiten, aber i.d.R. werden sie bekleidet!
  • Wortungetüm der Woche (danke Jürgen): Telekommunikationinfrastrukturbeauftragter.
    Wenn ich einmal groß bin, werde ich das auch.
  • Schlagzeile der Woche:
    Geschlecht
    Das Geschlecht der Prinzessin ist bekannt? Ich würde vermuten: weiblich!
  • Überflüssige Buchstaben (danke Klaus):
    routiert
    Das hat also Routine?
  • Kindermund der Woche. Beim Tiereraten (jemand denkt sich ein Tier aus und man antwortet auf die Fragen danach nur mit „Ja“ oder „Nein“). Emma (10) hat sich schon bis zu „ein Vogel“ vorgearbeitet und rät: „Pinguin? Pfau?“ Immer antworte ich: „Nein“. Aber um ihr einen Tipp zu geben, sage ich: „P als Anfangsbuchstabe ist schon nicht schlecht.“ Darauf sie: „Pechvogel!"
  • Was ist eigentlich ein Blockbuster? Ein Bestseller! Wirklich? So weit ist es schon gekommen, dass ein englisches Wort mit einem anderen erklärt wird. Das ist nämlich nicht Neudeutsch, das ist Englisch. Übrigens: Verkaufsschlager.
  • Warum wird aus „Bürger“ immer häufiger der „Mitbürger“? Warum soll ich nur „Mit-“ sein? So wie bei „Fahrer“ und „Mitfahrer“ oder „Bewohner“ und „Mitbewohner“. Aber in diesen Fällen gibt es eine spezielle Bedeutung. Wo aber ist der Unterschied zwischen Bürgern und Mitbürgern?
  • Paradoxon der Woche I in einem Vorstellungsgespräch: „Damit konnte ich einen Download hochladen.“ Die Kandidatin war etwas aufgeregt.
  • Schwierige Wörter II: „Wir haben ihnen einen Termin anvisiert.“ Aufs Korn genommen? Wenn ich etwas anvisiere, dann ziele ich auf etwas. Ein (zukünftiger) Termin aber kann angekündigt, avisiert werden.
  • Überflüssige Informationen im kurzen Text:
    DrittesMal
    So weit kann jedes Vorschulkind rechnen: Wenn man zum dritten Mal Eltern wird, sind bereits zwei Kinder da. Im Grunde ist aber auch die Zeitform „haben bereits zwei Kinder“ falsch, denn inzwischen sind es ja drei! Korrekt müsste es „hatten bereits zwei Kinder“ heißen.
  • Um gender-mäßig korrekt zu sein, soll ja im alten Volkslied „Der Mond ist aufgegangen“ die Zeile „und unser’n kranken Nachbarn auch“ in „und alle kranken Menschen auch“ geändert werden.
    Genau genommen hätte ich mich als Kämpferin oder KämpferIn oder Kämpfer*in oder Kämpferix für gender-gerechte Sprache gar nicht darüber aufregen müssen, denn offenbar werden im Liedtext nur männliche Zeitgenossen als krank beschrieben — Frauen sind stets gesund. Davon hätte ich mich als Mann eigentlich schon immer betroffen fühlen müssen. Gut, dass das jetzt endlich vorbei ist!
  • Denglisch der Woche: „… damit das ein deliverbarer Service wird.“ Geliefert wird nämlich schon lange nicht mehr.
  • Paradoxon der Woche II:
    Mordsgluck
    Die Frau hat überlebt und das heißt dann „Mordsglück“?
  • Homonym der Woche: der Stoff (danke Klaus). Die Näherin kennt den Stoff und der Chemiker. Es gibt den Werkstoff und den Stoff in der Literatur. Der Lehrer vermittelt den Stoff und der Drogenhändler auch.
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52/2017: Bernardiener

  • Fußballlogik:
    In der Pause
    Ich dachte ja immer, dass sich die Spieler in der Halbzeitpause in der Kabine erholen. Aber offenbar kann man auch schon während der Pause das gesamte Spiel gewinnen.
  • Tier der Woche (danke Klaus):
    Bernhardiener
  • Kindermund der Woche I. Emma (10): „Mit sich selbst Memory zu spielen, ist sehr langweilig, weil man immer gewinnt.“ Große Brüder zu haben, hat viele Vorteile. Aber auch den Nachteil, dass man die Zeit, bis sie morgens bzw. mittags aufstehen, überbrücken muss.
  • Geographiethema der Woche (danke Klaus):
    Eisenach
    Hinter’m Ural, geradezu …
  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche (danke Klaus):
    Asssitent
    Der Assistent ist schon ein schwieriges Wort, aber gibt es auch nötige Kollisionen im Straßenverkehr?
  • Verbbezug (danke Steffen):
    Schuh-Outlet
    „Der Preis und die Mode“ sind zusammen natürlich zwei Dinge, mithin mehr als eins — und somit müsste es korrekt „Der Preis und die Mode machen’s“ lauten. Aber schon „Marmor, Stein und Eisen“ brechen ja auch nicht …
  • Schwierige Wörter (danke Klaus):
    Reisleine
    Ja, ja — wenn der Reis zu feucht ist, muss man ihn auf die Reisleine hängen.
  • Kindermund der Woche II. Mein Neffe Tobias (5) zieht sich aus und wirft beim Ausziehen alle Sachen wild auf einen Haufen. Solcherlei „Ordnung“ bezeichnet er als „Männervariante“.
  • Sportmeldung der Woche (danke Klaus):
    Barbarieente
    Welche Sportart ist das?
  • Weihnachtslieder wörtlich genommen (Achtung: Satire!).
    Heute: Alle Jahre wieder
    1. „Alle Jahre wieder kommt der Christuskind auf die Erde nieder, wo wir Menschen sind.“ In der ersten Strophe erfahren wir also, dass das Christuskind jährlich wieder zu uns Menschen auf die Erde kommt. Es ist also nicht immer hier, denn sonst müsste es ja nicht wiederkommen. Wie lange es aber hier bleibt, wird nicht gesagt. Jedenfalls, es ist wohl auch mal weg — wahrscheinlich ist das dann die Zeit, in der all die bösen Dinge geschehen. Die Abwesenheit des Christuskindes wird dabei offenbar ausgenutzt.
    2. „Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus. Geht auf allen Wegen mit uns ein und aus.“ Mitnichten wird hier das Haus gefegt! Und ganz egal, wie viele Wege von euren Häusern abgehen — das Christuskind ist auf allen dabei! Jedoch, es ist nicht die Rede von „fahren“ und Straßen, geschweige Autobahnen. Das Christuskind Scheit demnach ein Fußgänger zu sein.
    3. „Ist auch mir zur Seite, still und unerkannt. Dass es treu mich leite an der lieben Hand.“ Ah, ein stilles Kind und unerkannt — wohl deshalb sah ich es noch nie. Aber gut zu wissen, dass es an meiner Seite ist. Jedenfalls dann, wenn es da ist (siehe erste Strophe). Und es leitet (nicht: leidet!) treu. Das ist gut. Sehr gut sogar in Zeiten, in denen wir nur eine provisorische (ich weiß: geschäftsführende) Regierung haben.
    Fazit: Regelmäßig widerfährt uns Gutes — ein großartiges Lied!
  • Formular der Woche (danke Klaus):
    Ehegatte
    Besonders schön ist die Variante „Ich weiß es nicht“. Und bei „Ist Ihr Ehegatte … Nicht mehr“ — heißt das: tot?
  • Homonym der Woche: die Entlastung (danke Klaus). Rechtlich kann z.B. der Vorstand entlastet werden. Im Bauwesen ist es die Gewichtsumleitung einer Mauer (z.B. über einem Fenster), in der Physik die Verringerung des Drucks und der Soziologe kennt die Entlastung ebenfalls.
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51/2017: Schneeschaudern

  • Kindermund der Woche. Werbung bei YouTube: „Das ist ein Google Pixel 2. Es kann sogar Texte lesen …“ Emma (10): „Pah, das kann ich auch! Dafür brauch’ ich kein Handy.“
  • Überflüssige Buchstaben I (danke Klaus):
    Schneeschaudern
    Schauderhaft, dieser Schnee!
  • Österreichisch der Woche (danke Klaus):
    angelobt
    Bei uns hier in Deutschland wird richtig gelobt, nicht nur so ein bisschen angelobt.
  • Und gleich noch die Schweizer hinterher (danke Klaus):
    Doktorieren
    Bei uns kann man ja umgangssprachlich „rumdoktern“ (dilettantischer Reparaturversuch), aber sonst — statt „doktorieren“ (die Doktorprüfung ablegen) sagen wir vielmehr promovieren oder auch dissertieren (Achtung: nicht mit „desertieren“ verwechseln!).
  • Übrigens ist auch „dilettantisch“ ein recht schwieriges Wort:
    Dilletantisch
    Ja aber, wenn man den Anderen Dilettantismus vorwirft, sollte man das Wort wenigstens richtig schreiben.
  • Politikerdeutsch der Woche I (danke Klaus):
    Geeignetheitserklarung
    Tolles Wort, oder? In der Wortdrechseleigedenkahnenliste sehr weit oben.
  • Schwierige Wörter:
    Seiten
    Wenn man bei Saiteninstrumenten andere Saiten aufzieht, verändert sich der Klang. Die Redewendung bedeutet, dass etwas strenger gehandhabt wird. Man betrachte die Saiten von allen Seiten, beizeiten.
  • Überflüssige Buchstaben II (danke Michael):
    Maschienenpistolen
    Das ist noch nicht einmal Second-Hand-Deutsch!
  • Denglisch der Woche I (danke Bernd):
    ClauseMatch
  • Plural der Woche:
    Eigelbe
    Das Eigelb verhält sich etwas eigenartig in der Mehrzahl. Zwar gilt offiziell „die Eigelbe“ als Plural, jedoch in Verbindung mit einer Anzahl heißt es nur „2 Eigelb“.
  • Denglisch der Woche II:
    Vendoren
    Fehler Nr. 1: Dämliche Begriffe verwenden!
  • Farbe der Woche (danke Herr Ebel):
    Gruner
    Das Leder ist zwar geprüft, aber die Farbe …
  • Politikerdeutsch der Woche II:
    KognitiveDissonanz
    Kognitive Dissonanz wird in der Sozialpsychologie für einen als unangenehm empfundenen Gefühlszustand verwendet. Ja, so einfach kann man das auch ausdrücken. Weniger verklausuliert ist das Ende des Tweets — dafür jedoch weit unter der Gürtellinie, denn ein Kadaver ist ein toter, verwesender Tierkörper. Mag sein, dass Frau von Storch mit solchen Ausdrücken die Mehrzahl ihrer im Geiste schlichten Anhänger beglückt — mir fallen dazu nur viele Wörter mit „un-“ ein: unangebracht, unpassend, unsäglich, unmöglich …
    (Sie entschuldigte den Beitrag übrigens mit einem Fehler ihres Teams. Sie selbst sei weit entfernt im Urlaub und mache Twitter-Pause — schrieb sie auf Twitter!)
  • Homonym der Woche: der Föhn (danke Klaus). Der Föhn ist ein warmer Fallwind, ein Haartrockner (auch: Fön — eine Wortmarke von elektrolux) und eine Flugabwehrrakete aus dem 2. Weltkrieg.
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