Beiträge zum Thema: mathematikthema

Deutschthemen zum Freitag - Das Blog


Ja, Sie lesen richtig: das Blog. Da es sich um das Internet-Tagebuch handelt, ist Blog von sächlichem Genus. Aber das nur als Erklärung für die Überschrift.

Wenn Sie das Blog als RSS abonnieren möchten: Nutzen Sie das Symbol rechts oben. Kommentare zu den einzelnen Themen sind jederzeit willkommen. Melden Sie sich bitte an.
Gern dürfen die Beiträge zitiert werden - über eine entsprechende Quellenangabe mit Link freue ich mich.

Die bisherigen Ausgaben stehen jeweils als zusammengefasster Beitrag zur Verfügung. Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen.

Veröffentlicht am von

04/2019: Interlegenz

  • Verschreiber der Woche (danke Klaus):
    feindlichenMitarbeitern
  • Anweisung der Woche:
    Repetieren
    Verwirrung am Kaffeeautomaten. Ich kann dort während der Zubereitung des Heißgetränks „repetieren“. Was wird da wohl passieren? Lt. Duden gibt es für repetieren drei Bedeutungen: a) durch Wiederholen üben, lernen; b) die Klasse noch einmal durchlaufen (oder auch sitzen bleiben genannt); c) bei Uhren den letzten Glockenschlag noch einmal aufrufen. Am ehesten trifft wohl a) zu, oder? Vielleicht hat der Automat erkannt, dass ich noch üben muss?
  • Mathematikthema der Woche. Heiße Diskussion um ein eventuelles Tempolimit auf Deutschlands Autobahnen. Dazu eine Anruferin bei mdr-aktuell: „Jetzt brauche ich 3h bis Polen, wenn ich nur 120 km/h fahren darf, dauert es 7h!“ Oho — sonst fährt die Dame also satte 280 km/h, im Schnitt???
  • Schwierige Wörter I:
    Intelegenz
    Es ist keineswegs so, dass man das Wort „Intelligenz“ als Abiturient richtig schreibt.
  • Zeitform der Woche:
    GehtKurzlich
    Das Adverb kürzlich bedeutet: vor kurzer Zeit. Auch wenn’s noch nicht lange her ist, so ist es doch Vergangenheit. Insofern muss das im Artikel verwendete Verb (gehen) auch im Präteritum stehen: ging.
  • Schwierige Wörter II (danke Klaus):
    Rechtspopolisten
    Voll für’n Ar…
  • Hinweis der Woche:
    Wechselschuhe
  • Homonym der Woche: die Bestellung (danke Klaus). Die Bestellung ist in der Wirtschaft der Abschluss eines Kaufvertrags. Man kann aber zu einem Amt ernannt werden, das ist auch eine Bestellung.
Gesamten Beitrag lesen
Veröffentlicht am von

04/2018: Schneeflug

  • Geographiethema der Woche I. Wegen des Sturms mit dem ICE gestrandet. Ein Mann telefoniert genervt und schreit schließlich: „Bitterfeld, nicht Bielefeld!“ Großes Gelächter von allen Seiten! Mensch, Bielefeld gibt’s doch gar nicht!
  • Fehlende Buchstaben (danke Herr Ebel):
    Schneeflug
    Der Schnee fliegt tief, genau wie das Deutschniveau.
  • Mathematikthema der Woche (danke Markus):
    verachtfacht
    Ist das Bitcoin-Genauigkeit?
  • Ort der Woche (danke Klaus):
    Heuhafen
  • Überflüssige bzw. fehlende Buchstaben (danke Klaus):
    Urwerk
    Wahrscheinlich im Urwald oder im Urlaub.
    Uhrheber
    Ich weiß nicht, warum Uhren angehoben werden müssen.
  • Abmessung der Woche:
    Raster
    Hä?
  • Geographiethema der Woche II (danke Christian). Vorschlag einer Länderwahl bei Twitter:
    EastGermany
    Und das fast 30 Jahre nach der Wiedervereinigung!
  • Überflüssige Buchstaben II (danke Klaus):
    schoppen
    Das Verb „schoppen“ gibt es tatsächlich, es bedeutet in Bayern, Österreich und der Schweiz „hineinstopfen“, sonst in Deutschland „bauschen“.
  • Denglisch der Woche (danke Klaus):
    ago
  • Dialekt der Woche: „… gibt es einen Zeugen - den damaligen Aufnahmeleiter, der ein entsprechendes Telefon mitgehört hatte.“ Der Autor muss Schweizer sein, denn bei uns hätte man „Telefonat“ geschrieben.
  • Homonym der Woche: die Gier (danke Klaus). Die Gier ist allgemein ein starkes Begehren, je nach Ausprägung kommt sie als Hab- oder Neugier daher. Die Gier ist ein Fluss in Frankreich und bei Schiffen oder Luftfahrzeugen die Hochachse.
Gesamten Beitrag lesen
Veröffentlicht am von

29/2017: Nabelschaltung

  • Rezept der Woche:
    Holundersirip
    Und gleich nebenan im Regal: Surup.
  • Mathematikthema der Woche (danke Michael):
    Kwok
    Immerhin — bis 3 könne sie zählen.
  • Neue Produkte (danke Klaus):
    Narbenschaltung
    Für nach der Operation und für den Bauch gibt’s noch dies:
    Nabelschaltung
  • So tragisch die Nachricht ist …
    leblosgestorben
    … so überflüssig ist der zweite Satz. Wissen wir doch schon vom ersten: „leblos“.
  • Zu viele Buchstaben sind auch kein Patentrezept (danke Klaus):
    Patentschaften
  • Juristendeutsch in Fußballverträgen: „Danach bestehe für die Chinesen eine bindende Kaufoption über 29 Millionen Euro.“ Allgemein steht die Option für die Möglichkeit einer Auswahl. Nicht so im Rechtswesen — da handelt es sich um die Vormerkung für den späteren Kauf. Warum dafür dann noch „bindend“ benötigt wird, ist mir nicht klar. Entweder hat man die (spätere) Wahl oder eben nicht. „Musspflicht“ klingt ja auch komisch, oder?
  • Redewendung der Woche (danke Klaus):
    UnterZugzwang
    Zugzwang wird überwiegend mit der Präposition „in“ benutzt, z.B. „in Zugzwang geraten“. Damit ist dann eher der Prozess oder Weg dahin gemeint. Die Präposition „unter“ wird benutzt als „unter Zugzwang stehen“ — wenn die Lage also schon besteht. Der Begriff kommt vom Reisen mit der Bahn (dort heißt es „Zugbindung“), sondern vom Schach, wenn man zu einem bestimmten Zug gezwungen ist.
  • Die Ehe für alle im Einzelhandel längst an der Tagesordnung:
    Einzelpaare
  • Kindermund der Woche. Tom (15): „Peperoni sind immer gar, denn die sind ‚roh nie‘!“
  • Homonym der Woche: der Abschluss (danke Klaus). Der Abschluss kann das Ende einer Ausbildung (z.B. Schulabschluss) und das Ende eines Vorgangs bedeuten.
Gesamten Beitrag lesen
Veröffentlicht am von

23/2017: Rätzel

  • Das Rechnen im Zahlenbereich bis Zehn gehört eigentlich in die Grundschule:
    3Thesen
  • Rätselhaft (danke Klaus):
    Ratzel
  • Zeitproblem der Woche:
    AchtBisZehnStunden
    Also, so ganz allgemein verbringe ich 24 Stunden täglich.
  • Gender-Thema der Woche (danke Klaus):
    Ingenieureinnen
    Es gibt dann bestimmt noch Stukkateureinnen, Friseureinnen und Ärzteinnen.
    Sprachlich handelt es sich aber bei diesen Malheureinnen um Saboteureinnen!
  • Zweifelhafter Bezug (danke Herr Ebel):
    Chefberater
    Alles muss der Mann selbst machen.
  • Denglisch der Woche (danke Niklas):
    PostedAlbum
    Oder ist es Engleutsch?
  • Im diesjährigen Jubiläumsjahr der Reformation tritt „Luther“ geradezu inflationär auf. Aber auf der Sportseite?
    LutherEisenach
    Klingt so, als ob Luther bei der Bibelübersetzung Überstunden machen müsste. Tatsächlich ging es aber um den Handballer Daniel Luther, der seinen Vertrag beim THSV Eisenach verlängerte.
  • Homonym der Woche: der Schenkel (danke Klaus). Die unteren Extre-mitäten haben Schenkel, ein Winkel hat auch welche. Ebenso die Stäbe eines Zirkels und die Kanten eines Kragens. Der Teil des Eisenkerns eines Transformators hat ebenfalls Schenkel.
Gesamten Beitrag lesen
Mehr über: denglisch, mathematikthema
Veröffentlicht am von

06/2017: Cornfakes

  • Biologiethema der Woche (danke Anja):
    Puten
    Puten — sehen die nicht anders aus?
  • Sportmeldung: „Er wurde mein Freund und lehrte mir das Kickboxen.“ Solch ein grammatischer Fehler lehrt mich doch glatt das Fürchten.
  • Fremdsprachen in der Zeitung (danke Jochen):
    Griechisch
    Wenn man mit seinem Latein (!) am Ende ist, muss man eben auf Altgriechisch umsteigen.
  • Schwierige Wörter (danke Klaus):
    Vieze
    Vize (lat. vice) steht für Stellvertreter. Aber es gibt noch eine weitere Möglichkeiten der Falschschreibung:
    Vitze
  • Eishockeybericht (danke Sascha): „… aber Sochan zielte im 5-3 PP zu genau und traf nur die Latte.“ Kann man zu genau zielen? Und wenn ja, ist es das Ziel im Eishockey, die Latte zu treffen?
    „5-3 PP“ bedeutet übrigens Powerplay, also eine Überzahlsituation, mit 5 zu 3 Spielern.
  • „Metro wird aufgespaltet“ titelte die Zeitung, wohingegen die Radiomeldung „Metro wird aufgespalten“ lautete. Was ist denn nun korrekt? Ganz einfach: beides.
  • Produktbeschreibungen (danke Herr Ebel):
    Bauernmilch
    Aus Bayern, na gut. Aber ist die Milch tatsächlich vom Bauern oder eher von der Bäuerin? Wahrscheinlich doch von der Kuh.
  • Im Zahlenbereich bis 20:
    18Titel
  • In höheren Zahlenbereichen sieht’s nicht besser aus (danke Klaus):
    Millionenschaden
  • Schwierige Wörter:
    Konsortien
    Vermutlich ist nicht das Konsortium (Plural: Konsortien, vorübergehender Zusammenschluss von Unternehmen) gemeint, sondern Konsorten. Das ist ein Mitglied eines Konsortiums. Aber sind DM und Rossmann solche?
  • Bahndurchsage: „Dieser Zug fährt nach kurzem Aufenthalt weiter nach Würzburg über Neutütendorf …“ Diese Aussprache für Neudietendorf war mir neu. Einheimische sagen manchmal auch scherzhaft Neudiedeldö.
  • Zwei Meldungen zum gleichen Thema aber ziemlich gegensätzliche Interpretation (danke Klaus):
    Elbvertiefung
    Fake News? Lügenpresse?
    Als Bonmot hätte ich noch, dass die Elbvertiefung nicht „weitgehend“, sondern „tief gehend“ gebilligt wird.
  • Aber es gibt noch andere Fakes:
    Cornfakes
    Gefälschter Mais?
  • Altersforschung:
    Lungenfische
    Insgesamt? Wie jetzt — alle Lungenfische zusammen?
  • Homonym der Woche: die Wanne (danke Klaus). Die Wanne steht allgemein für ein Behältnis zur Aufbewahrung von Flüssigkeiten, gern Badewasser. Sie dient zum Auffangen von Flüssigkeiten und bei der Glasherstellung. Die Betonwanne eines Hauses gibt es auch, eine Scheinwerferform, der Rumpf des Panzers und ein flacher Korb zum Reinigen des Getreides heißen ebenfalls Wanne. Führt eine Straße durch eine Senke, spricht man von Wanne und es handelt sich um ein altes Heumaß. Umgangssprachlich ist eine Wanne auch ein Mercedes-Benz T2 (Mannschaftswagen der Berliner Polizei) und ein opulenter Bauch.
Gesamten Beitrag lesen
Veröffentlicht am von

38/2015: Blühstelle

  • An Vielseitigkeit nicht zu überbieten: „Wir haben einen Spieler dazu be-kommen, der die Qualität besitzt, dem Mittelfeldgefüge zu mehr Flexibilität und Stabilität zu verhelfen.“ Es geht, wohlgemerkt, um den FC Rot-Weiß Erfurt. Diese Gurkentruppe, verbal immer wieder mit dem Anspruch, in die 2. Liga aufsteigen zu wollen, tatsächlich aber stets eher gegen den Abstieg in die 4. Liga kämpfend, braucht in der Tat eine Menge, u.a. wohl auch ein flexibles und zugleich stabiles Mittelfeldgefüge.
  • Mathematikaufgabe der Woche (danke Herr Ebel): „Die Zahl der in  Deutschland eingetroffenen Flüchtlinge hat sich indessen am Mittwoch innerhalb auf 7.266 Personen verdoppelt, teilte die Bundespolizei am Donnerstag mit. Seit Anfang September hat Deutschland bereits mehr als 100.000 Zuwanderer aufgenommen.“
    Es ist übrigens genau genommen so, dass Zahlen in einem Text nicht mit dem Tausendertrennzeichen (bei uns ein Punkt) geschrieben werden. Stattdessen wird ein Leerzeichen verwendet. Damit die Textverarbeitung die Zahl dann nicht versehentlich trennt (bei eingeschalteter Silbentrennung), sollte man ein sog. geschütztes Leerzeichen verwenden. Unter Windows schreibt man das mit <Umsch> + <Leerzeichen>, unter MacOS mit <alt> + <Leerzeichen>.
  • Denglisch der Woche.
    QualityTime
    Was soll uns diese Kombination von Worten sagen? Ob die Oma weiß, dass sie für „Quality“ und „Time“ steht?
  • Neue Wortbedeutung? Bei heise.de las ich über eine neue Funktion des Betriebssystems der Apple Watch: „Dritt-Entwickler können als Teil ihrer Apps außerdem sogenannte Komplikationen beisteuern. Dies sind kleine Widgets, die zusätzliche Informationen auf das Ziffernblatt bringen, den nächsten Termin oder anstehende Aufgaben zum Beispiel.“ Komplikationen? Lt. Duden hat das Wort zwei Bedeutungen: Schwierigkeit und (in der Medizin) die Verschlimmerung des Krankheitszustandes. Also, dass Ent-wickler zuweilen „Komplikationen“ in Programme einbauen, kann ich (leider) bestätigen. Aber dass das jetzt auch noch gut sein soll …
    Immerhin haben wir damit gleich das Homonym der Woche mit erledigt!
  • Also, wenn die Betrugsversuche per E-Mail so einfach zu entlarven sind:
    Amazon
  • Eine äußerst witzige Bezeichnung für ein winziges Fleckchen mit Blumen in Hann.-Münden:
    Bluhstelle
  • Wie weit ist die Entwicklung denkender und fühlender Maschinen eigent-lich schon gediehen? Das Internet selbst ist längst eine Person, zumindest wenn man Überschriften wie diese wörtlich nimmt: „Über dieses Grusel-video rätselt das Netz“. Man könnte meinen, dass es Wichtigeres für „das Netz“ zu tun gäbe, als über Gruselvideos zu rätseln.
  • Anzeige der Woche:
    besen_rein
    Das Adjektiv „besenrein“ wird natürlich zusammen geschrieben. Es sei denn, man meint „Besen rein!“ (wohinein auch immer). Aber wenn’s zu Hause sauber werden soll: Besen raus und Heim gekehrt!
  • Aus einem Veranstaltungsprogramm: „Globel Player wie Opel, Siemens oder Bosch sind weltweit bekannt und engagieren sich für Nachhaltigkeit.“
    Klar, Opel arbeitet globel. Nobel!
  • Sprachwirrwarr. Deutsch, Englisch und (fehlerhaftes) Italienisch bunt gemischt:
    Ciau
    Jedoch, „Tschüss Sommer“ wäre auf Italienisch „Ciao estate“.
  • Wie passt das zusammen?
    Wolfe
    Mit der Bezeichnung „ausreichender Schutz“ wäre ich vorsichtig, wenn alle Tiere tot sind.
Gesamten Beitrag lesen
Mehr über: denglisch, mathematikthema
Veröffentlicht am von

43/2014: Workslow und Schicken-Baguette

  • Was alles als barrierefrei gilt (danke Frank):
    Barrierefrei
  • Manchmal fehlen zwar nicht die Worte, aber Buchstaben (danke Christian):
    muese
  • Wenn die Studenten ihre Masterarbeit so starten:
    Workslow
    Wie lange wird das wohl dauern?
  • Die Freie Presse Chemnitz (danke Holger) gerät aus dem Gleichgewicht:
    Uebergewicht
    Kranfahrer haben’s gut – die verlieren leicht an Übergewicht.
  • Der Journalist war früher sicher bei der Deutsch-Olympiade besser (danke Holger):
    Sieger
  • Total schick, das Baguette (danke Holger):
    SchickenBaguette
  • Homonym der Woche: die Masse (danke Klaus). Die Masse kennt der Physiker, aber auch der Soziologe und der Elektrotechniker. Als Zwischenprodukt der Lebensmittelherstellung kann es die Masse genauso geben, wie sie hoffentlich bei einem Konkurs noch vorhanden ist.
Gesamten Beitrag lesen
Mehr über: mathematikthema
Veröffentlicht am von

39/2014: Einmal ist einmal

  • Plural – interessante Frage (danke Anja): Wie lautet eigentlich die Mehrzahl von „Einzahl“? Ja, warum wird Getrenntschreibung eigentlich zusammen geschrieben (und „zusammen geschrieben“ getrennt)? Die Deutsche Sprache treibt (wie andere Sprachen auch) manchmal paradoxe Blüten. Tatsächlich gibt es aber einen Plural von Einzahl: die Einzahlen. Nicht zu verwechseln mit: das Einzahlen.
  • Auch Lehrer sind nicht unfehlbar I. Aus einer Schulchronik:
    VielAufDieNase
    Fiel Fergnügen!
  • Auch Lehrer sind nicht unfehlbar II:
    Stadthaft
    Wenn etwas im urbanen Umfeld nicht statthaft ist, könnte man in Stadthaft genommen werden. Ansonsten war hier vermutlich „standhaft“ gemeint.
  • Mathematikthema der Woche (danke Micha):
    AviraUpdate
    Da kann man sehen, welch nachlässiges Sicherheitsverhalten unsere Mitarbeiter haben. Seit über 2 000 Jahren kein Update mehr gemacht!
  • Managerdeutsch: „Wir brauchen einen Aufwuchs.“ Gemeint war damit eine zahlenmäßige Steigerung. Aufwuchs wird allerdings eher im Sinne des Heranwachsens/Aufwachsens benutzt. Aber, um den Aufschwung zu bezeichnen, müssen stetig neue Varianten her.
  • Verwirrende Überschrift (danke Steffen):
    LinkeRechte
    Kaum vorstellbar, nicht?
  • Schwierige Verben:
    Entwerfe
    Ich bin des Babylonischen nicht mächtig, aber die deutsche Übersetzung dieses Imperativs muss in jedem Fall mit „Entwirf …“ beginnen.
  • Kleine Märchenkunde (danke Bernd):
    GrosserOnkel
    Pippi Langstrumpf hat ein Haus, einer wunderschönes Haus … und wer schaut da zum Fenster raus? Ein Pferd. Aber das heißt: „Kleiner Onkel“!
  • Einmal. Ein in letzter Zeit geradezu inflationär benutztes Wort. Fahrkartenkontrolle im Zug. Die Zugbegleiterin: „Einmal Ihr Fahrschein zurück.“ Natürlich nur einmal – ich habe ja nur einen Fahrschein. Dann: „Einmal Ihre BahnCard.“ Auch davon besitze ich nur eine. Früh im Hotel fragt die Empfangsdame: „Einmal auschecken?“ Ich irritierte sie mit: „Nein, zweimal!“
  • Neue Wörter (danke Marcus): „Thüringen hatte die Logistik-Absiedlung gefördert.“ Da ist aber eine Verschuldigung bzw. Entzeihung erforderlich.
  • Homonym der Woche: der Raum (danke Klaus). Außer einem Zimmer, kann es sich bei einem Raum noch um das Weltall handeln oder, beim Physiker, um ein Volumen. Eine Menge anderer Disziplinen benutzen das Wort auch, u.a.: Geografen, Philosophen, Architekten und Soziologen. Beim Segeln wird zur Vermeidung von Kollisionen ebenfalls „Raum“ gerufen.
Gesamten Beitrag lesen
Veröffentlicht am von

32/2014: Aufnageln und unwahre Tatsachen

  • Geographie (danke Jörg): „In einem Urteil gegen Microsoft hat der Federal Court in New York jetzt entschieden, das der IT-Konzern entsprechend den Regeln des amerikanischen Rechts die E-Mails eines Kunden herausgeben muss, obwohl diese gar nicht in Amerika, sondern in Irrland gespeichert waren.“ Vom fehlenden „s“ bei „dass“ abgesehen – wo liegt dieses Irrland? Ich irre immer noch auf dem Globus umher …
  • Plural. Einen Glücksbringer nennt man auch Talisman. Aber wie heißt es, wenn man mehrere davon hat? Talismänner (nein, das riefe wohl die Gleichstellungsbeauftragte auf den Plan) oder Talismannen? Korrekt lautet der Plural: die Talismane.
  • In Jena können sich sogar Bahnsteige bewegen, wie die OTZ beweist (danke Jörg): „Neuer Bahnsteig fährt am Bahnhof Jena-Göschwitz ein“.
  • Kindermund der Woche I. Emma (6): „Wieso kann denn ein Steinpilz von Schnecken angefressen sein? Das tut den Schnecken doch bestimmt an den Zähnen weh!“
  • Kindermund der Woche II. Emma: „Die macht auf Fotos so ein verkneiftes Gesicht.“
  • Kindermund der Woche III. Emma: „Papa, wenn du die Spielregeln nicht beachtest, dann wirst du ausgeschieden.“ Oje – vorher dann also gefressen?
  • Kindermund der Woche IV. Was ist das Gegenteil von „zunageln“? Meine Tochter meint: „aufnageln“.
  • Kindermund der Woche V. Am Rennsteig im Thüringer Wald stand dieses Haus mit gewöhnungsbedürftiger Farbe:
    Hausfarbe
    Emma meinte: „Da würde ich mich schämen, drin zu wohnen!“
  • Politikerdeutsch. C. Hadertauer aus Bayern: „Nicht mal eine Staatsministerin muss es sich gefallen lassen, dass über sie als Ministerin und Person unwahre Tatsachen behauptet werden.“ Der Duden definiert die Tatsache als „wirklichen, gegebenen Umstand“ – kann ein solcher unwahr sein?
  • Denglisch der Woche I (danke Herr Hof). Ein Kollege, der etwas später als 11 Uhr zur Arbeit kam, entschuldigte sich mit den Worten: „Ich hatte ein Issue mit dem Snooze-Button.“
  • Denglisch der Woche II (danke Dominik): „Rework the startseite; Prozesscharakter nehmen, Kunde kann selbst entscheiden, ob Theme/todo abgehakt“. Abgehakt? Warum nicht gecheckt?
  • Denglisch der Woche III (danke Jeffrey) mit einer interessanten Marketing-Verarbeitung des Produktnamens (ThermoWhite):
    Daemmung
  • In Griechenland sind nicht nur die Staatsfinanzen durcheinander geraten (danke Michael):
    GrieschicherSalat
  • Um Fehler auf Speisekarten zu finden, muss man keineswegs ins Ausland reisen – der Thüringer Wald tut’s auch:
    Wallnuss
    Frei nach dem Motto: Walle, walle manche Strecke, dass zum Zwecke Nusseis ich genieße, welches mit Eierlikör ich übergieße …
  • Eine der letzten Ausgaben enthielt ja bereits das Thema Apostroph in der Kombination mit dem Artikel „das“. Hier ein weiteres Beispiel (danke Micha), wie es nicht korrekt ist:
    FuersAuge
    Ist also nichts fürs Auge!
  • Managerdeutsch: „Dass sich das außergewöhnliche Tempo von 2013 etwas einbremst, ist kein Grund zur Sorge.“ Sich einbremsende Tempi (oder auch: Tempos) – das ist ganz großes Kino!
  • Was bedeutet bei einem Mineralwasser eigentlich „still“? Die fehlende Kohlensäure kann’s nicht sein (danke Michael):
    StillesWasser
  • Herausforderung beim Fahrscheinkauf in Karlsruhe. Möchte man am Automaten den Rabatt mit BahnCard in Anspruch nehmen, kommt die Aufforderung: „Bitte Wabe eingeben“.
    Wabe-eingeben
    Klingt so, als ob in Karlsruhe nur Bienen Straßenbahn fahren.
  • Lustige Namen (danke Klaus). Was denken wir uns, wenn jemand „Posthumus“ heißt? Ein Briefträger, der Gartenerde bringt?
  • „Der Gletscher ist unstabiler.“ – schrieb die TA diese Woche. Ich dachte, das sei falsch, weil es „instabil“ heißen müsse. Aber denkste – der Duden kennt „unstabil“ und gibt als Bedeutung was an? Instabil. Infassbar!
  • Mathematikthema der Woche bei der Leichtathletik: „Als Sieger ihres Vorlaufes liefen sie locker in tollen 43,11 s ins Finale. Und obwohl sie im Finale drei Hundertstelsekunden draufpackten, musste das Quartett in 43,09 s mit Blech Vorlieb nehmen.“ Ich weiß, es ist Haarspalterei, aber sollte nicht auch ein Sportreporter bei 43,11 – 43,09 = 0,02 ausrechnen können?
  • Unklarer Bezug (danke Klaus): „Auftakt von Mordprozess: Mit Gewehr schlafende Ehefrau erschossen“. Das war grob fahrlässig von der Frau, mit dem Gewehr zu schlafen!
  • Biologiethema der Woche (danke Christian). Neue Obstsorte:
    Epfel
  • Homonym der Woche: der Einwurf (danke Klaus). Natürlich wird der Einwurf im Fußball der erste Gedanke sein. Aber auch bei Briefen (in den Briefkasten) und Münzen (in Automaten) gibt es den Einwurf. Außerdem wird eine Zwischenbemerkung in einem Gespräch oder auch einer Rede als Einwurf bezeichnet. Manchmal ist diese aber auch von einer Qualität, dass die Vorsilbe „Aus-“ eher geeignet wäre.
Gesamten Beitrag lesen
Veröffentlicht am von

28/2014: Gerste ist unwichtig

  • Mathematikthema der Woche. Aus wie vielen Elementen besteht ein Duo?
    Duo
  • Mathematikthema der Woche II:
    Keine2Minuten
    So, so – von 8:54:18h bis 8:56:47h vergehen also keine zwei Minuten?
  • Deppenleerzeichen:
    Anzeigen
    Vielleicht ist aber auch gemeint, dass die Erstellung und Optimierung zur Anzeige gebracht werden können.
  • Denglisch der Woche I: „Das sind die Kunden, die wir targeten wollen.“ Danach wollen wir sie closen und dann upgraden.
  • Denglisch der Woche II. Beschreibung der Neuerungen der ADAC-App bei iTunes:
    ADAC
    „Neue“, „und“ und „Seiten“ hätten sie eigentlich auch gleich noch Englisch schreiben können.
  • Paradox. Eine Verkäuferin niest und ihre Kollegin sagt daraufhin: „Du darfst dich eben nicht immer so nackt anziehen.“
  • Kindermund der Woche. Während einer Fahrradtour erkläre ich Emma (6) verschiedene Getreidesorten. Weizen, Roggen und Gerste: „Gerste braucht man z.B. zur Bierherstellung.“ Daraufhin Emma: „Gerste ist unwichtig!“ Alle Biertrinker mögen ihr verzeihen.
  • Neue Produkte (danke Silvio):
    GehacktesBroetchen
    Ein gehacktes Brötchen – nennt man das nicht Semmelbrösel?
  • WM-Splitter:
    • Geradezu literarisch abgehoben (danke Klaus, nach dem Spiel gegen Frankreich): „Löw hat Recht, doch das epische Spiel fehlt“. Wow – ein Fußballspiel mit Epik! Episch bedeutet erzählend, berichtend. Die Spielerkommentare nach den Spielen können damit nicht gemeint sein (siehe nächster Punkt).
    • Thomas Müller: „Wir sind als Mannschaft ein gutes Team.“ Naja, nachdem man 7:1 gegen Brasilien gewonnen hat, ist das erlaubt und vielleicht kann man das gesamte Spiel als episch bezeichnen.
  • Apostrophenchaos (danke Klaus). Auch der Plural fordert nicht zwangsläufig einen:
    Bueros
  • Zu viel Misstrauen: „Offenbar misstraut man selbst Führungszirkeln in Sachen Vertraulichkeit.“ Vertrautes Misstrauen. Bei der Fifa vermutlich angebracht.
  • Zu viel Block: „Neuseeländischer Provider blockiert Geoblocking“.
  • Vertipper der Woche. Beinahe hätte ich in einer E-Mail an einen wichtigen Kunden „unterschieldich“ geschrieben.
  • Produkthinweise (danke Michael):
    Feinwasche
    Die Feinwasche der Naturfasen sink Farvariationen!
  • Biologiethema der Woche:
    Erdbeeren
  • Homonym der Woche: das Tor (danke Klaus). Aus aktuellem Anlass handelt es sich natürlich zuallererst um das Element beim Ballsport, hier zuvorderst Fußball, welches zum Erzielen des Punktes dient – oder einfacher: Das Runde muss ins Eckige. Ein Tor ist aber auch ein architektonisches Element und es kommt in der Elektrotechnik vor. Mit abgewandeltem Genus funktioniert noch dies: Trifft der Spieler aus kurzer Entfernung neben das leere Tor, ist er ein Tor, unter Fußballern auch Vollpfosten genannt.
Gesamten Beitrag lesen