Beiträge zum Thema: neue Wörter

Deutschthemen zum Freitag - Das Blog


Ja, Sie lesen richtig: das Blog. Da es sich um das Internet-Tagebuch handelt, ist Blog von sächlichem Genus. Aber das nur als Erklärung für die Überschrift.

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Die bisherigen Ausgaben stehen jeweils als zusammengefasster Beitrag zur Verfügung. Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen.

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31/2018: Maksimal

  • Passender Name zum Beruf (danke Herr Ebel):
    GeigenbauerKling
  • Und noch einer — ist das nun positiv oder negativ zu verstehen?
    Hassdenteufel
  • Verwechslung der Woche (danke Sascha):
    Butter
  • Schwierige Wörter:
    maksimale
    Autor wahrscheinlich: Maks Mustermann.
  • Neue Verben:
    tappen

    Naja, neu ist der Verb „tappen“ nicht. Man kann z.B. im Dunkeln tappen. Und manchmal tappt man ja auch im Dunkeln, wenn man eine App benutzt.
  • Fehlende Buchstaben (danke Klaus):
    Pensionsfond

    Gemeint ist freilich der Fonds (Vermögensreserve). Ein Fond kann der hintere Teil des Wageninneren, ein Hinter- oder Untergrund, eine Basis und Fleischsaft (beim Braten) sein.
  • Deppen-Apostroph der Woche:
    Dienstags
    Den Biertrinkern wird’s egal sein, aber das Adverb „dienstags“ wird ohne Apostroph geschrieben.
  • Steigerung der Woche:
    Fachiodioten
  • Übelsetzung der Woche (danke Daniela):
    Websitesauber
    Vielleicht wurde ja in der Reihenfolge von einer Sprache in die nächste übersetzt? Der Hinweis galt jedenfalls einem realen Ort, nicht einer Internetseite.
  • Schwierige Wörter (danke Klaus):
    Auswertigen
    Wert — wertig — auswertig?
  • Denglisch der Woche:
    MoonlightMass
    Bestimmt kommen bei diesem Titel mehr Leute in die Kirche.
  • Homonym der Woche: das Opfer (danke Klaus). Das Opfer gibt es in der Religion, als Schimpfwort und beim Schach.
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14/2018: Feindstaub

  • Neue Wörter (danke Klaus):
    Fakturation
    Guter Versuch, aber es heißt korrekt dennoch: Fakturierung.
  • Gleich zwei Fehler haben sich hier eingeschlichen (danke Steffen):
    Badebetrieb
    Man kann einen 14-tägigen Urlaub machen, dann ist man zwei Wochen am Stück weg. Wenn aber, wie hier gemeint, an jedem zweiten Dienstag Einschränkungen zu erwarten sind, dann heißt das 14-täglich. Wirklich.
  • Technikthema der Woche (danke Klaus):
    elektronischesAuto
    Elektrisch?
  • Schwierige Wörter I:
    Kascher
    Zwar gibt es den Häscher, aber ein sackartiges Netz an einem Rahmen heißt Kescher.
  • Schwierige Wörter II (danke Klaus):
    Kieferorthopede
    Stante pede? Das bedeutet übrigens: stehenden Fußes — so viel wie: sofort, umgehend. Ansonsten: Alles mit dem hintenangestellten Wortbildungselement -pädie bedeutet (aus dem Griechischen) Erziehung. Orthopädie bedeutet also eigentlich wörtlich: richtige Erziehung.
  • Anachronismus der Woche:
    NegativerBonus
    Also, ich bin ja auch eher fürs Belohnen, denn fürs Bestrafen. Aber das Gegenteil eines Bonus’ ist nun einmal ein Malus.
  • Überflüssige Buchstaben (danke Klaus):
    Feindstaub
    Zu Hause ist der Staub ja auch mein Feind Nr. 1.
  • Schwierige Verben (danke Steffen):
    Felsabsturz
    Die Gegensteine sind eine Felsformation im Harzvorland. „Aus zuschließen“ ist aber eine sehr seltsame Trennung.
  • Politikum der Woche (danke Klaus):
    SaarlandischerBundestag
    Oha — das Saarland, diese Querulanten. Jetzt haben sie schon ihren eigenen Bundestag!
  • Überschrift der Woche:
    Tokio
    Mit dem Fahrrad bis nach Japan — alle Achtung! Allerdings ist gemeint: An den 2020 in Tokio stattfindenden Olympischen Spielen nimmt die radelnde Frau Vogel auf jeden Fall noch teil.
  • Schwierige Wörter III (danke Klaus):
    rescharchieren
    Insbesondere empfiehlt es sich, im Duden zu recherchieren.
  • Wortspiel der Woche: In der erogenen Zone ist nur Schrittgeschwindigkeit erlaubt!
  • Genitiv der Woche (danke Klaus):
    gedenken
    Wessen gedenkt man? Kings. Klingt komisch? Ist aber korrekt.
  • Homonym der Woche: die Börse (danke Klaus). Die Börse ist allgemein ein Handelsplatz oder auch für Austausch, Kontaktaufnahme usw. (z.B. Jobbörse, Singlebörse, Tauschbörse). Speziell für den Handel mit Aktien spricht man auch von der Börse und schließlich heißt der Geldbeutel ebenso.
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48/2017: Schienenbein

  • Abschied der Woche (danke Klaus):
    Addee
    Vielleicht sollte es ja „Adieu“ heißen?
  • Neue Wörter (danke Sascha):
    schussahnlich
    Eine schussähnliche Waffe — ist das eine Waffe, die einem Schuss ähnelt?
  • Was heutzutage alles zum Lifestyle zählt (danke Herr Ebel):
    LifestyleKrematorium
  • Überflüssige Buchstaben (danke Klaus):
    Schienenbein
    Fährt wie auf Schienen.
  • Denglisch der Woche (danke Klaus): „Mit den Live-Profiling- und Omnichannel-Commerce-Lösungen von SAP Hybris verwandeln Sie mit Hilfe modernster Technologien Kundendaten in wertvolle Insights.“
    Hm — „change“ statt „verwandeln“ wäre noch moderner gewesen!
  • Kindermund der Woche. Emma (10) soll aufräumen. Als ich nach einiger Zeit den Eindruck habe, sie spielt eher mit den Sachen, die sie aufräumen soll, meint sie: „Papa, ich arbeite daran!“ Woher sie sowas nur hat?
  • Kleine Farblehre (danke Michael):
    rotweissschwarz
    Rot, weiß oder schwarz? Vermutlich sind innen noch ein paar messingfarbene Schrauben und, wichtige Frage: Welche Farbe haben eigentlich die Gummifüße?
  • Kulinarisches der Woche (danke Herr Ebel):
    JahrhundertealteEier
    Und nachdem man die Eier einige Wochen eingelegt hat, macht man einfach ein paar hundert Jahre lang … irgendetwas mit ihnen. Im Testament sollte man die Eier deshalb extra erwähnen.
  • Immer diese Urlauber (danke Jürgen):
    Surfer
  • Laxe Ausdrucksweise (danke Klaus)?
    lehnz
  • Homonym der Woche: die Farce (danke Klaus). Die Farce ist im Theater ein derbes, komisches Lustspiel, eine Posse; in der Oper eine Sonderform der italienischen opera buffa und in der Küche eine Füllung für Fleisch- und Fischgerichte.
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38/2017: Muskuliert

  • Übelsetzung der Woche (danke Michael):
    UnterhaltungHDMIKabel
    Lass dich von einem HDMI-Kabel unterhalten — oder willst du dich mit dem Kabel unterhalten? Und darüber hinaus kann man mit dem Projektor auch noch „Super färben“. Was auch immer.
  • Neue Wörter I. Aus einem Gespräch unter Frauen: „Die ist irgendwie besser muskuliert.“ Muskulös?
  • Pappkärtchen reichen längst nicht mehr — Titan ist angesagt (danke Michael):
    Vistitan
  • Verwandtschaft der Woche:
    Neffin
    Was geht, Digga? Hast die deutsche Sprache voll krass zunichte gemacht.
  • Beinahe die größte Übertreibung der Woche (danke Herr Ebel): „Der chinesische Fernsehsender CGTN hat ein Video von Überwachungskameras veröffentlicht, die einen fast sehr unglaublichen Verkehrsunfall eingefangen haben.“
  • Denglisch der Woche. Was will uns die Deutsche Telekom eigentlich damit sagen?
    DontApply
  • Neue Produkte (danke Klaus):
    Konsenstrockner
    Da kommt der Konsens in trockene Tücher …
  • Neue Wörter II:
    Vermerkelung
    Und was ist mit den Amerikanern? Sind die vertrumpt? Oder eher zertrumpelt?
  • Homonym der Woche: die Einnahme (danke Klaus). Die Einnahme kann eine (militärische) Eroberung sein, aber auch ein Einkommen durch einen Verkauf.
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18/2017: Untriebe

  • Wladimir Klitschko hat eine beeindruckende Karriere:
    Boxsiege
    68 Siege in 64 Kämpfen — das ist eine Planübererfüllung, oder?
  • Französische Namen sind nicht einfach (danke Klaus):
    Francaise
    Es gibt dann noch Deutsch Merkel, Russisch Putin und Dänisch Thorning-Schmidt.
  • Fehlende Buchstaben:
    Sportasche
    Was ist ein fitter Verbrennungsrückstand? Die Sportasche!
    Gibt’s auch als:
    Brustasche
    Voll am Ar… ist man allerdings damit:
    Gesassasche
  • Mehr Meer oder weniger (danke Klaus):
    Meerfamilienhaus
  • Kommentar im Abstiegskampf der Bundesliga: „Das muss einfach in die Köpfe von jedem Einzelnen.“ Jedes Einzelnen! Aber offenbar haben Fußballer mehrere Köpfe. Praktisch fürs Kopfballspiel.
  • Aussage zum gleichen Thema: „Der Verein steht über alles.“ Das ist auch sprachlich nicht mehr erste Liga.
  • Wenn man bei der Bewertung wütend, mindestens aber aufgebracht ist (danke Klaus):
    Unzugsunternehmen
    Zu korrigieren wäre noch die Getrenntschreibung von „gar nicht“ und „des Weiteren“.
  • Kommentar beim Radsport: „Die Strecke kommt ihm entgegen.“ Kurze Zeit später stürzte der Fahrer, aber so war das bestimmt nicht gemeint.
  • Es gibt Umwege und offenbar auch Unwege (danke Klaus):
    Unwegbarkeiten
  • Lebende Tote (danke Wolf):
    AltesterMenschTot
    Wenn er tot ist, dann kann er nicht mehr der älteste Mensch sein.
  • Neue Wörter (danke Klaus):
    Untriebe
    An sich ist „Untrieb“ für diesen Sachverhalt gar nicht so verkehrt.
    Aber es gibt weitere Beispiele:
    Ungang
    Und:
    Unfang
    Aus einer Umordnung kann eben schnell eine Unordnung werden.
  • Homonym der Woche: der Abstieg (danke Klaus). Der Bergsteiger sollte den Abstieg auf jeden Fall im Blick haben. Sportvereine versuchen, ihn zu vermeiden und auch den sozialen Abstieg will keiner.
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14/2017: Mehr detaillierter

  • Steigerung der Woche: „Können Sie das mehr detailliert darlegen?“ Kann ich nicht, aber detaillierter kann ich. Jedenfalls steigert man so Adjektive im Deutschen. Klar, woher das wieder kommt: aus dem Englischen (detailed, more detailed, most detailed).
  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche: „Sollte man dabei gedanklich bedenken, dass …“ Und wenn ich es nur bedacht hätte — wäre das dann weniger gewesen?
  • Denglisch der Woche (danke Sascha):
    reliest
    Ja, wie soll man das Release am besten als deutsches Verb formulieren? Vielleicht einfach „veröffentlichen“ oder „freigeben“ schreiben.
  • Neue Wörter: „Ich probiere mal, sie einzukonferenzen.“ Na, da überpurzelbaume ich mich doch glatt vor Freude.
  • Falscher Bezug (danke Herr Ebel):
    VorKindernschutzen
    Der Grill muss sehr teuer gewesen sein, wenn man ihn vor den Kindern schützen muss.
  • Prozentrechnung der Woche (danke Steffen): „Ein Nutzungsvertrag von 2008 (Anpassung 2010) hält fest, dass sich der Landkreis zu 77 Prozent an den Betriebs- und Unterhaltskosten beteiligen muss, die Gemeinde zu 33 Prozent.“
    Tolle Übererfüllung!
  • Kracher der Woche (danke Herr Staps): „Das Landgericht Düsseldorf hat eine Erzieherin wegen gefährlicher Körperverletzung und Misshandlung von Schutzbefohlenen zu einer Bewährungsstrafe von 20 Monaten verurteilt, berichtet spiegel.de. Sie soll autistische Kinder in ihrer Wohngruppe misshandelt haben, ohne dass dafür therapeutische Gründe vorlagen.“
    Es gibt also therapeutische Gründe für Misshandlungen? Welche wären das?
  • Denglisch der Woche (danke Michael):
    DoNotInstall
    Ich try zu avoid das.
  • Homonym der Woche: die Schnecke (danke Klaus).
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08/2017: Hirschzipfel

  • In der Summe stimmen die Buchstaben wieder (danke Klaus):
    Frauenhofer
  • Überflüssige Buchstaben:
    Sauernkonserven
    Da könnte man doch glatt versauern.
  • Was muss man tun (danke Herr Ebel)?
    AusfahrtFreihalten
    Wie 2x? Zwei Mal pro Tag oder zwei Mal pro Fahrzeug?
  • Ereignis der Woche (danke Herr Ebel):
    Babybasar
    Also für alle, die ihre Kinder loswerden wol…
  • Rätsel der Woche (danke Klaus):
    Hangariert
    Fliegersprache — das Parken eines Flugzeuges im Hangar.
  • Überschrift der Woche (danke Horst):
    UnterirdischeMedien
    Unterirdische Medien könnte auch für Lügenpresse stehen.
  • Produkt der Woche:
    Hirschzipfel
    Was wird das denn sein? Hoffentlich nichts fürs Dschungelcamp.
  • Neue Wörter (danke Klaus):
    drolfzigste
    Der BER wird nach seiner Inbetriebnahme, wann immer das sein mag, weniger, vor allem weniger kreativ in der Presse vertreten sein.
  • Homonym der Woche: der Lenker (danke Klaus). Den gibt’s am Fahrrad und hinter dem Steuer eines Kraftfahrzeugs. Am Kfz gibt es ihn auch (z.B. Querlenker) und als Führer eines Staates ebenfalls.
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07/2017: Freutag

  • Schwierige Verben:
    dungt
    Dieses, vom Duden als „gehoben, veraltet“ bezeichnete Verb bedeutet so viel wie: den Anschein haben, zu denken. Allerdings, mich dünkt, dass es eher so geschrieben wird. Manchmal heißt es auch: „mich deucht“ — Hauptsache, man täuscht sich nicht.
  • Neue Wörter (danke Klaus):
    Volksverschlusselung
    Volksempfänger, Volksverdummung und Volksvertretung gibt’s schon, jetzt wird alles verschlüsselt. Am besten mit Schlüsseltechnologien.
  • Mit „es macht Sinn“ (eigentlich: es hat Sinn oder er ergibt Sinn!) übernehmen viele ja Englisches ins Deutsche. Dafür gibt es weitere Beispiele (danke Klaus): „Wir können keinen Zeitpunkt seit dem Ende des Ost-West-Konflikts erinnern, an dem so viele Dinge unsicher waren.“ Aber, statt „Ich erinnere es nicht.“ heißt es eigentlich: „Ich erinnere mich nicht.“
  • (Un)passende Namen: In Erfurt gibt es ein neues Feinkost-Café und die Betreiberin heißt Kotzbauer. Schmecken lassen!
  • Hinweis der Woche (danke Kerstin):
    Ziehen
    Mit anderen Worten: kräftig ziehen!
  • Falscher Buchstabe (danke David):
    abhangig
    Noch sind meine Söhne auch abhängig, aber das ist in allen Familien die Regel und keine Zeitungsmeldung wert. Hier war „abgängig“ gemeint, wobei ich „vermisst“ besser, aber in der Sache selbst keineswegs gut finde.
  • Für so viele Tippfehler braucht man schon ein längeres Wort (danke Klaus):
    Transfergesellschaft
  • Wochentag der Woche (danke Anja):
    Freutag
    Der Freutag — wer hat ihn nicht gern.
  • Heiße Sachen:
    heissereStimme
    Ich vermag nicht einzuschätzen, ob der Karnevalsprinz eine heiße Stimme hat, aber vermutlich sollte es „Stimme klingt heiser“ heißen.
  • Ist das schon Gotteslästerung?
    Pilates
    Oder ging Jesus ins Fitness-Studio?
  • Falscher Bezug (danke Sascha):
    Disneyland
    Kim Jong-un übernahm also in Wahrheit Disneyland - diese Lügenpresse!
  • Verbuchselte Buchsstaben (danke Evi):
    Atmopshare
    Ein Mops kam in die Küche …
  • Die Auto-Korrektur kann unrecht haben:
    IndianerJones
  • Homonym der Woche: der Gipfel (danke Klaus). Der Gipfel ist die höchste Stelle eines Berges, aber auch eine Konferenz führender Politiker. Umgangssprachlich ist der Gipfel ein Extremwert und in der Schweiz ein Croissant.
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47/2016: Navigierung

  • Bahndurchsage der Woche: „Die Abfahrt unseres Zuges wird sich in wenigen Minuten erfolgen.“ Geht sich in Ordnung.
  • Überflüssige Buchstaben:
    Spucken
    Ganz einfache Antwort: Das sollte überhaupt nie normal sein!
    Ein weiteres Beispiel:
    Hacken
    Auch hier hakt es gewaltig.
  • Auch die Verwendung des korrekten Konsonanten kann problematisch sein:
    lukt
    Alles Lug und Trug!
  • Angebot der Woche (danke Klaus):
    Hausverkauf
    Da sollte man sofort zuschlagen — der Preis ist bestimmt sensationell.
  • Neue Wörter: „Neben der Navigierung wird Ihnen auch das …“ Da hat aber die Wortfindungs-Navigation vollkommen versagt.
  • Managerdeutsch der Woche: „… wäre ja wunderbar, wenn wir hier diese Woche zu einer kraftvollen Entscheidung kommen.“ Klingt gut, oder?
  • Homonym der Woche: das Diktat (danke Klaus). Das Diktat kann eine Anordnung, ein Befehl sein. In der Schule oder manchmal noch im Büro trifft man es aber auch an.
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43/2016: Entängstigung

  • Technikgeschichte (danke Herr Ebel): „Hier sehen Sie die seltenen Videoaufnahmen von 1941/1942.“ Videos hießen damals noch Filme.
  • Überflüssige Buchstaben (danke Klaus):
    Ruckendwind
    Wind kann drückend sein, aber auch rückend.
  • Aus einem James-Bond-Film: „Der Doppel-Null-Status ist annulliert.“ So viele „Genulle“ in einem Satz.
  • Neue Wörter I. Anlässlich des Jubiläums der Reformation in Deutschland sprach Bundespräsident Gauck: „Wir brauchen auch heute Agenten der Entängstigung.“ Nun, der Duden kennt nur das Gegenteil, die Beängstigung. Häufiger hört man ja heute von sog. „besorgten Bürgern“. Deren Sorgen beschränken sich allerdings meist darauf, ob die Butter reicht, der Bus pünktlich ist, ob man sein Kfz-Kennzeichen wählen kann und wie viel die Maß Bier auf dem Oktoberfest kostet. Insofern kann „entängstigt“ werden: Zum Leidwesen der Milchbauern gibt’s genug Butter zu niedrigen Preisen, der Nahverkehr arbeitet in Deutschland überwiegend gut, sein Kennzeichen kann man mittlerweile auch bei Umzug mitnehmen und die Maß kostet jedes Jahr nur ein bisschen mehr. Kein Grund zur Sorge, eigentlich.
  • Hyperlativ der Woche: „Die Niederlassungen sind jetzt autarker.“ Autark bedeutet unabhängig, auf niemanden angewiesen — eine Steigerung lässt selbst der Duden nicht zu.
  • Neue Wörter II: „Ich schreibe mal das auf, was mir passig erscheint.“ Das war nicht spaßig gemeint, passend war es auch nicht.
  • Homonym der Woche: das Rezept (danke Klaus). Ohne ein solches kann ich kaum etwas Kochen, in der Apotheke braucht man es auch und sowohl  der Automatisierungstechniker als auch der Chemiker kennen es.
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