Beiträge zum Thema: pleonasmus

Deutschthemen zum Freitag - Das Blog


Ja, Sie lesen richtig: das Blog. Da es sich um das Internet-Tagebuch handelt, ist Blog von sächlichem Genus. Aber das nur als Erklärung für die Überschrift.

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Gern dürfen die Beiträge zitiert werden - über eine entsprechende Quellenangabe mit Link freue ich mich.

Die bisherigen Ausgaben stehen jeweils als zusammengefasster Beitrag zur Verfügung. Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen.

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19/2018: Limosine

  • Überflüssige Buchstaben (danke Holger):
    Kletterkarbarett
  • Sportmeldung der Woche (danke Jürgen): „Halbzeit. 1:1. Nach gutem Beginn kann Jena mit dem 1:1 sogar zufrieden sein. Die Gäste hätten nach den letzten Minuten auch früher können.“
    Manchmal kommt früher eben zuletzt.
  • Fehlende Buchstaben (danke Klaus):
    Unverhoft
    Unerhöht!
  • Schwierige Wörter I (danke Klaus):
    Limosine
    Der Genitiv geht diesem Autoverkauf leider auch vollkommen ab. Aber es gibt noch grausamere Exemplare:
    Limousiene
    Reiht sich leider ein in: die Maschiene, Apfelsiene und die
    Turbiene
  • Kleines Zeichen, großer Unterschied:
    Todesanzeige
    Das Zeichen „*“ vor dem Datum wird in solchen Anzeigen als Kennzeichnung des Geburtsdatums verwendet, ein Kreuz als Todesdatum). Das Geburtsdatum kann offensichtlich nicht gemeint sein, wenn die Töchter unterschrieben haben.
  • Schwierige Wörter II (danke Klaus):
    Capriolet
    Wenn bei Capri die rote Sonne …
  • Schwierige Wörter III (danke Klaus):
    Ackuschrauber
    Die Überforderung könnte beim Gebrauch des Dudens reduziert werden.
  • Getränke der Woche (danke Herr Kletschka):
    PilzWotka
    Pilz, Wotka — alles tolle Getränke. Da hat wohl einer beim Beschriften zu tief ins Glas geschaut.
  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche: „Das haben wir zentral in der Mitte platziert.“ Wenn ich etwas „in der Mitte“ platziere, kann es dann woanders als zentral liegen?
  • Homonym der Woche: die Chaise (danke Klaus). Die Chaise kann ein Sessel, eine Kutsche, ein Handwagen, ein Autoscooter-Fahrzeug, eine Frau (abwertend) und ein altes Auto sein.
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15/2018: Querolant

  • Schwierige Wörter I:
    Chlorophyl
    Das Blattgrün schreibt sich mit „phyl“ mehr „l“, nämlich: Chlorophyll.
  • Schwierige Wörter II (danke Klaus):
    Querolant
    Das ging schief bzw. quer.
    Ein Querulant ist lt. Duden jemand, der sich unnötigerweise beschwert und dabei starrköpfig auf sein [vermeintliches] Recht pocht.
  • Überflüssige Buchstaben:
    inhallieren
    Wenn der Husten laut genug ist, hallt er vielleicht auch.
  • Schwierige Wörter III (danke Klaus):
    Totesopfer
  • Stilfrage: „Insgesamt war es ein ausgeglichenes Spiel, wo heute das Momentum auf unserer Seite war.“ Dieser „Woismus“ greift immer mehr um sich. Beispiele gefällig? „Am Wochenende, wo (eher: ‚als‘ oder ‚an dem‘) ich beim Konzert war, habe ich im Hotel übernachtet.“ oder auch: „Wo (eher: ‚Als‘) ich gerade Getränke kaufen wollte, bemerkte ich, dass ich mein Geld vergessen hatte.“
    Mithin wäre beim Satz oben die stilvollere Formulierung: „Insgesamt war es ein ausgeglichenes Spiel, bei dem/welchem heute das Momentum auf unserer Seite war.“
  • Bahndurchsagen: „Aufgrund der verringerten Geschwindigkeit wird sich unsere Ankunftszeit verlängern.“ So, so — die Zeit verlängert sich also. Einstein wäre erstaunt, was die Deutsche Bahn so alles hinbekommt.
  • Denglisch der Woche (danke Klaus):
    Loop
    Wie das „schön“ heißt? Ich möchte gar nicht wissen, wie dann „gegreenlighted“ bewertet wird.
  • Paradoxon der Woche: „Da sind wir sehenden Auges reingegangen — Augen zu und durch.“ Ja, wie jetzt?
  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche (danke Klaus):
    ToteZiege
    So mancher läuft ja teils kopflos durch die Gegend — aber freilich nur im übertragenen Sinn. Dass eine Ziege ohne Kopf tot ist — wer hätte das gedacht?
  • Schwierige Wörter IV (danke Klaus):
    Weidgerechtigkeit
    Na dann — Weidmanns Hail.
  • Überflüssige Buchstaben (danke Klaus):
    Gelander
  • Homonym der Woche: der Strudel (danke Klaus). Der Strudel ist eine spiralförmige Strömung in einer Flüssigkeit und auch eine Speise.
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13/2018: Hazardör

  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche:
    DummeFehler
    Gibt es eigentlich auch schlaue Fehler?
  • Grammatik und unbestimmter Artikel (danke Klaus):
    EinVersuch
    Das ist wie: „Es gibt nur ein Rudi Völler …“
  • Missglückte Autokorrektur: „Mit Freindlichen Größe“. Immerhin nicht feindlich.
  • Schwierige Wörter I (danke Klaus):
    Besenreisser
    Ja, was hilft da? Der Duden! Besenreiser nennt man direkt in der Oberhaut liegende (sichtbare) Venen. Reißerisch ist das nicht.
  • Hyperlativ der Woche I (danke Christian): „Die Panasonic Lumix DMC-G81 (Praxis) setzt diesen ‚Trend‘ fort und weiß in unserem Test in jedem Bewertungspunkt mit einer mindestens sehr guten Leistung zu gefallen.“
    Was kommt denn über „mindestens sehr gut“?
  • Einen an sich passenden Namen für sein Verhalten innerhalb Spaniens hat doch der Carles Putschdämon. So heißt der doch, oder?
  • Hyperlativ der Woche II (danke Klaus):
    Maximal-Gau
    Was ist noch einmal ein Gau? Der größte anzunehmende Unfall. Mithin bereits der Superlativ.
  • Übertreibung der Woche (danke Sascha):
    Sechsstellig
    Tatsächlich waren es 86kg — das ist zweistellig. Aber vielleicht haben sie es ja auf mehr als 100 000 Päckchen aufgeteilt? Nein, der Wert in Euro war sechsstellig.
  • Schwierige Wörter II (danke Klaus):
    Hazardor
    Ui — es gibt dann noch den Inschenör, den Deckoradör und den Installadör.
    Nicht bei allem kann man eben auf die Frage: „Wie wird das geschrieben?“ antworten: „Wie man’s spricht.“ Siehe auch: Roy Bär.
    Übrigens: Ein Hasardeur ist jemand, der ein hohes Risiko eingeht. Kommt aus Frankreich, wird dort aber lustigerweise nicht mehr benutzt.
  • Schwierige Wörter III:
    Mackulatur
    Macke?
    Makulattur
    Latte?
  • Schwierige Wörter IV (danke Klaus):
    Ovolus
    Eine Ovolution!
  • Fehlende Buchstaben (danke Christian):
    Grossprojekte
    Ach deshalb haben so viele Großprojekte in Deutschland Schwierigkeiten — weil die Oberbürgermeister sie stürzen.
  • Schwierige Wörter V (danke Klaus):
    Schuzpe
    Chuzpe stammt aus dem Jiddischen und bedeutet Frechheit, Anmaßung.
  • Schwierige Wörter VI (danke Klaus):
    assistiert
    Ah, mit einem Assistenten zusammen hatte er 210. Am Ende hat der Goethe den Osterspaziergang gar nicht selbst geschrieben. Nein, jemandem etwas bestätigen heißt natürlich: attestieren.
  • Übrigens, zur Klarstellung vor Ostern: Gründonnerstag hat nichts mit Salat essen zu tun, die Karwoche auch nichts mit Autos und die Kreuzigung nichts mit Lotto spielen. Atmen!
  • Homonym der Woche: der Orden (danke Klaus). Ein Orden kann eine geistliche (z.B. Mönchsorden, aber bei Nonnen ist es keine Ordin;-) und auch eine weltliche (z.B. Ritterorden) Vereinigung sein. Dazu ist er eine Auszeichnung (russische Offiziere fallen fast nach vorn, weil sie so viele davon haben) und in der Heraldik bezeichnet man ein Prachtstück im Wappen ebenfalls als Orden.
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12/2018: Standurlaub

  • Zweifelhafter Bezug:
    Kindergetotet
    Also die AfD ist mir seit je her unsympathisch, aber dass sie jetzt auch noch Kinder mit dem Messer tötet …
    Außerdem: Entweder mit Artikel „mit dem Messer“ oder im Plural „mit Messern“.
  • Kommentar nach einem Sturz beim Snowboard: „Einmal den Schnee aus der Nase wischen und dann läuft das wieder.“
    Es ist ja ohnehin komisch, dass Nasen laufen, Füße hingegen riechen.
  • Deppenleerzeichen (danke Herr Ebel): „Nun kam es in Hessen zu der glücklichen Wendung, dass Schalldämpfer durch die Behörden für den Jagdgebrauch zu gelassen werden.“ Zu gelassen sollte man beim Schießen sein.
  • Körperteilkunde: Fußballer betonen ja sehr oft, dass sie „von Spiel zu Spiel denken“ — anderseits haben sie „das nächste Spiel vor der Brust“. Womit denkt so ein Fußballer eigentlich?
  • Fußballkommentar: „Es fehlt etwas in vertikaler Richtung.“ Ich wusste gar nicht, dass die Tore oben stehen.
  • Fehlende Buchstaben I (danke Dorit):
    Erwatungen
    Nicht überall gibt es in Afrika genug Wasser, durch das man waten kann.
  • Schwierige Wörter I:
    heisserKind
    Die Spielerin ist schwanger, aber mehr als 37°C „heiß“ wird das Kind wohl nicht sein.
  • Kulinarisches (danke Klaus):
    Burger
    Was heutzutage alles wählen darf.
  • Verbuchselte Wechsstaben:
    streben
    Streber?
  • Namen und Berufe (danke Klaus):
    Unmussig
    Oder anders gesagt: fleißig.
  • Schwierige Wörter II (danke Herr Ebel): „Moin moin, ich seniere schon des längeren damit den …“ Oje, ich sinniere noch, wie viele Fehler da noch drin sind.
  • Fehlende Buchstaben II (danke Jürgen):
    Standurlaub
    Oh, nur noch Stehplätze frei.
  • Überflüssige Buchstaben I:
    triester
    Natürlich kann ein Platz „Triester Platz“ heißen. Wenn er aber, wie hier gemeint, traurig/trübe ist, dann ist er trist.
    Der Vorname Tristan hat allerdings eine andere Bedeutung. Er kommt aus dem Keltischen und meint (Waffen-)Lärm.
  • Lustige Namen (danke Klaus):
    Pannenbacker
    Kein Wunder, dass da was schief geht.
  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche:
    Eieromelett
    Denkt man bei einem Omelett nicht immer zuerst an eine Eierspeise? Ja, liebe Veganer, gibt’s auch ohne Ei — aber steht dann extra dabei.
  • Überflüssige Buchstaben II (danke Herr Ebel):
    Riesssling
    So viel Riesß ist auch wieder nicht gut;-)
  • Schwierige Wörter III:
    DriftigerGrund
    Das Adjektiv „driftig“ gibt es tatsächlich, es bedeutet treibend (im Sinne von: treibt z.B. übers Wasser). Ein Grund kann womöglich auch driften, aber hier ist freilich gemeint: triftiger Grund (einleuchtend, zwingend).
  • Homonym der Woche: der Stein (danke Klaus). Der Stein ist ein Objekt aus Gesteinsmaterial. Edel kann er auch sein und ein Lager in einer Uhr. Früchte haben ihn innen (z.B. Kirschen), in Galle oder Niere nennt der Mediziner ihn Konkrement, als Gewichtseinheit wog er früher überall in Europa anders. Bei Brettspielen gibt’s den Stein, beim Curling und Rasenkraftsport (Steinstoßen), der Maurer baut damit Häuser und der Heraldiker Wappen.
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03/2018: Leitungssportler

  • Krümelkackerei der Woche:
    Quote
    Eine Quote bezeichnet immer einen Anteil von etwas im Verhältnis zur Ge-samtheit. Deshalb wird sie i.d.R. in Prozent ausgedrückt. Sechs Rodler — das ist keine Quote, sondern eine Anzahl. Respektabel zwar, aber eben keine Quote.
    Im Gegensatz zur Quote, die sich auf eine Größe zu einem bestimmten Zeitpunkt bezieht, ist übrigens eine Rate auf einen Zeitraum bezogen.
  • Barbarei der Woche (danke Klaus):
    kontingentierbar
  • Englisch der Woche (danke Jürgen):
    ISeeBlackForYou
    My dear Mister singing club!
  • Fußballerlogik: „Wir sind hier so erfolgreich, weil die Leute an uns glauben. Wir glauben an uns.“ Wenn jeder an sich denkt, ist an jeden gedacht.
  • Fehlende Buchstaben I (danke Klaus):
    Leitungssportler
    Der Leitungssportler — vielleicht der Kapitän einer Mannschaft?
    Dazu passt das:
    Leitungsbereitschaft
    Die Leitungsbereitschaft — insbesondere erforderlich für Manager!
  • Fehlende Buchstaben II (danke Klaus):
    Steinkohl
    Rotkohl, Grünkohl, Spitzkohl, Chinakohl … und Steinkohl. Bruttostrom gibt’s übrigens nicht bei netto!
  • Versprecher der Woche. Deutsch, 10. Klasse, Tom (15) sagt die Ringparabel aus Lessings „Nathan der Weise“ auf. Darin folgendes: „So kam nun dieser Ring, von Sohn zu Sohn, auf einen Vater endlich von drei Söhnen; die alle drei ihm gleich gehorsam waren, die alle drei er folglich gleich zu lieben sich nicht entbrechen konnte.“
    ’s ist ein gar verschwurbelt Deutsch, was Lessing uns da auswendig zu lernen auferlegt. Und ach, nachdem sich mühsam Vers auf Vers erarbeitet, kam das: „… die alle drei er folglich gleich zu lieben sich nicht erbrechen konnte.“ Zum kotz… aber wir haben sehr gelacht.
  • Verwechslung der Woche (danke Klaus):
    Moor
    Der Moor? Das Moor, natürlich. Eigentlich ist jedoch der Mohr gemeint, am bekanntesten wohl im Original aus Friedrich Schillers „Die Verschwörung des Fiesco zu Genua“: „Der Mohr hat seine Arbeit getan, der Mohr kann gehen.“ Generell ist „Mohr“ eine Bezeichnung für dunkelhäutige Menschen, welche bereits Luther in seinen Werken benutzt. Und erst kürzlich, am 6. Januar, kam einer der Heiligen Drei Könige als Mohr. Shakespeares „Othello“ ist der Mohr von Venedig und in Mozarts „Zauberflöte“ fühlt sich der Tempelscherge und Mohr Monostatos ob seiner schwarzen Hautfarbe benachteiligt. Aus Sorge um die politische Korrektheit nennt der Schokoladenproduzent Stollwerk die Werbefigur „Sarotti-Mohr“ nun offiziell „Sarotti-Magier der Sinne“. Irgendwie schmeckt die Schokolade davon nicht bes-ser. Vielleicht haben die zu viele Mohrenköpfe gefrühstückt. Und was sol-len schließlich Mohrenfalter und Mohrenkopfpapagei sagen?
  • Überflüssige Buchstaben III (danke Michael):
    nachhacken
    Brachiale Nachfrage.
  • Schwierige Wörter (danke Klaus):
    Symphatien
    Rechtsextrem und Sympathie — schließt sich das nicht ohnehin aus?
  • Überflüssige Buchstaben IV (danke Klaus):
    ungerschwinglich
    Das ist, nicht nur unterschwellig, falsch.
  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche: „Das ist eine lange endlose Liste.“ Hat jemand schon einmal eine kurze endlose Liste gesehen?
  • Fehlende Buchstaben III (danke Klaus):
    Orkanbon
    Bei dem Wetter muss eben alles schnell gehen, jeder Buchstabe kostet Zeit.
  • Homonym der Woche: die Haft (danke Klaus). Die Haft ist eine Form des Freiheitsentzugs, ein Netzflügler (Insekt) und in der Anatomie ein unechtes Gelenk.
    Darüber hinaus stellt sich die Frage, was „Haft-Notizen“ sein könnten. Nämlich kleine Zettelchen, die haften oder auch Aufzeichnungen im Gefängnis.
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52/2017: Bernardiener

  • Fußballlogik:
    In der Pause
    Ich dachte ja immer, dass sich die Spieler in der Halbzeitpause in der Kabine erholen. Aber offenbar kann man auch schon während der Pause das gesamte Spiel gewinnen.
  • Tier der Woche (danke Klaus):
    Bernhardiener
  • Kindermund der Woche I. Emma (10): „Mit sich selbst Memory zu spielen, ist sehr langweilig, weil man immer gewinnt.“ Große Brüder zu haben, hat viele Vorteile. Aber auch den Nachteil, dass man die Zeit, bis sie morgens bzw. mittags aufstehen, überbrücken muss.
  • Geographiethema der Woche (danke Klaus):
    Eisenach
    Hinter’m Ural, geradezu …
  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche (danke Klaus):
    Asssitent
    Der Assistent ist schon ein schwieriges Wort, aber gibt es auch nötige Kollisionen im Straßenverkehr?
  • Verbbezug (danke Steffen):
    Schuh-Outlet
    „Der Preis und die Mode“ sind zusammen natürlich zwei Dinge, mithin mehr als eins — und somit müsste es korrekt „Der Preis und die Mode machen’s“ lauten. Aber schon „Marmor, Stein und Eisen“ brechen ja auch nicht …
  • Schwierige Wörter (danke Klaus):
    Reisleine
    Ja, ja — wenn der Reis zu feucht ist, muss man ihn auf die Reisleine hängen.
  • Kindermund der Woche II. Mein Neffe Tobias (5) zieht sich aus und wirft beim Ausziehen alle Sachen wild auf einen Haufen. Solcherlei „Ordnung“ bezeichnet er als „Männervariante“.
  • Sportmeldung der Woche (danke Klaus):
    Barbarieente
    Welche Sportart ist das?
  • Weihnachtslieder wörtlich genommen (Achtung: Satire!).
    Heute: Alle Jahre wieder
    1. „Alle Jahre wieder kommt der Christuskind auf die Erde nieder, wo wir Menschen sind.“ In der ersten Strophe erfahren wir also, dass das Christuskind jährlich wieder zu uns Menschen auf die Erde kommt. Es ist also nicht immer hier, denn sonst müsste es ja nicht wiederkommen. Wie lange es aber hier bleibt, wird nicht gesagt. Jedenfalls, es ist wohl auch mal weg — wahrscheinlich ist das dann die Zeit, in der all die bösen Dinge geschehen. Die Abwesenheit des Christuskindes wird dabei offenbar ausgenutzt.
    2. „Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus. Geht auf allen Wegen mit uns ein und aus.“ Mitnichten wird hier das Haus gefegt! Und ganz egal, wie viele Wege von euren Häusern abgehen — das Christuskind ist auf allen dabei! Jedoch, es ist nicht die Rede von „fahren“ und Straßen, geschweige Autobahnen. Das Christuskind Scheit demnach ein Fußgänger zu sein.
    3. „Ist auch mir zur Seite, still und unerkannt. Dass es treu mich leite an der lieben Hand.“ Ah, ein stilles Kind und unerkannt — wohl deshalb sah ich es noch nie. Aber gut zu wissen, dass es an meiner Seite ist. Jedenfalls dann, wenn es da ist (siehe erste Strophe). Und es leitet (nicht: leidet!) treu. Das ist gut. Sehr gut sogar in Zeiten, in denen wir nur eine provisorische (ich weiß: geschäftsführende) Regierung haben.
    Fazit: Regelmäßig widerfährt uns Gutes — ein großartiges Lied!
  • Formular der Woche (danke Klaus):
    Ehegatte
    Besonders schön ist die Variante „Ich weiß es nicht“. Und bei „Ist Ihr Ehegatte … Nicht mehr“ — heißt das: tot?
  • Homonym der Woche: die Entlastung (danke Klaus). Rechtlich kann z.B. der Vorstand entlastet werden. Im Bauwesen ist es die Gewichtsumleitung einer Mauer (z.B. über einem Fenster), in der Physik die Verringerung des Drucks und der Soziologe kennt die Entlastung ebenfalls.
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49/2017: Untergalgen

  • Fehlende Buchstaben:
    Warscheinlich
    Das ist nicht nur wahrscheinlich, sondern ganz bestimmt — falsch!
  • Überflüssige Buchstaben I:
    Akkupunktur
    Wenn der Akku leer ist, Akupunktur hilft vielleicht.
  • Wenn die Bildbeschreibung nicht zum Bild passt (danke Klaus):
    IdyllischeBuchten
    Idyllisch — insbesondere das Panorama des Fabrikgeländes!
  • Überflüssige Buchstaben II:
    abstrackt01
    Gelackt, gehackt, gekackt — ist alles nicht abstrakt.
  • Zahl der Woche (danke Klaus):
    100ende
  • Überüberflüssige Buchstaben (dank Jana):
    hasst
  • Kindermund der Woche. „Schau mal, da links muss jetzt gleich die Burg liegen.“ Emma (10): „Liegen? Ist die etwa umgefallen?“
  • Schwierige Wörter:
    Saxephon
    Sing, mei Saxe, sing!
  • Exekution der Woche:
    Untergalgen
    Der Untergalgen — für Verbrecher mit niederen Beweggründen.
  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche:
    SpanischePaella
    Was ist eine Paella? Ein spanisches Reisgericht. Insofern dürfte niemand bei bloßer Nennung von „Paella“ auf eine nicht-spanische Herkunft kommen.
  • Homonym der Woche: die Waage (danke Klaus). Mit der Waage bestimmt man die Masse, kann man beim Bodenturnen beeindrucken (ich nicht!). In der Heraldik (Wappenkunde) ist die Waage eine Figur. Ein Sternbild ist die Waage auch, weil es ja auch ein Tierkreiszeichen ist. Zudem ist die Waage  ein Verein zur politischen Öffentlichkeitsarbeit, ein Bestandteil des Geschirrs bei Zugtieren und die Verbindung der Leine mit einem Drachen.
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46/2017: Angeld

  • Überflüssige Buchstaben:
    Bergreifen
    Der Bergreifen — gänzlich ungeeignet in Tälern!
  • Schwierige Wörter (danke Patrick):
    Adjektiv
    Das ist, objektiv betrachtet, falsch.
  • Denglisch der Woche I. Aus der Beschreibung einer Ferienwohnung bei Booking.com:
    WirsprechenIhreSprache
    Wir sprechen Ihre Sprache — ja, gleich mehrere.
  • Österreichisch der Woche (danke Klaus):
    Angeld
    Der regionale Ausdruck für: Anzahlung.
  • Das ist ja (nicht) die Höhe (danke Klaus):
    Erstbesteigung
  • Angebot der Woche (danke Klaus):
    Wanderschuh
    Vermutlich ist der leuchtende Streifen aus Gold. Immerhin — keine Versandkosten!
  • Denglisch der Woche II. Kommentar beim Basketball: „Seine Mitspieler nennen ihn ‚Hawk‘, also Adler.“ Klar, und Eagle heißt dann Falke?
  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche: „Das sind ja unsere bestehenden Bestandskunden.“
  • (Un)passende Namen (danke Klaus):
    Habenschadenstrasse
    Klar, da sollte man auch nicht entlang fahren.
  • Homonym der Woche: das Trimmen (danke Klaus). Trimmen bezeichnet die Fellpflege bei Hunden, die Lage-Ausrichtung von Körpern, in der Elektronik der Parameterabgleich und in der Statistik gibt es das Trimmen auch.
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45/2017: Medienlogistiker

  • Warum Interpunktion doch von Vorteil ist (danke Carola):
    Pfeffer
    Wahrscheinlich kennt man „Schnaps schwarz gebrannt“. Pfeffer wird offenbar auch schwarz gemahlen — wohl, um Steuern zu sparen.
  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche:
    autonomeAutos
    Also, ein autonomes Auto — ist das nicht per Definition ohne Fahrer?
  • Kindermund der Woche I. Beim Spielen verspreche ich mich und sage: „Ich baue einen Hafen.“ Das Kartenbild zeigt jedoch eine Kirche! Daraufhin mein Sohn Tom (15): „Papa, das ist ein Hafen für Gläubige.“
  • Kindermund der Woche II. Emma bereitet sich auf den Laternenumzug zum Martinifest vor. Allerdings hängt am Stab noch gar keine Laterne. Daher singt sie:
    Ich geh’ mit keiner Laterne
    und keine Laterne mit mir.
    Dort oben leuchten die Sterne,
    hier unten leuchten wir — nicht!
  • Beruf der Woche: Medienlogistiker. Klingt toll, oder? Was macht man da? Zeitungen austragen!
  • Politikerdeutsch der Woche: „Wir präferieren eine Lebendentnahme, um sowohl dem Artenschutz als auch dem Tierschutz gerecht zu werden.“
    Es ging um Wölfe bzw. Nachkommen zwischen einer Wölfin und einem wilden Hund. Warum kann man nicht einfach sagen, dass man sie — statt zu erschießen (Totentnahme?) — fangen will?
  • Artikel der Woche (danke Wolf):
    Erklarung
    Vielleicht ist es ja zu simpel, aber die Erklärung der Forscher, welche der Artikel verspricht, fehlt gänzlich. Dafür wird der Fakt, dass überwiegend Bullen gefunden werden, gleich dreifach erwähnt.
  • Homonym der Woche: die Piste (danke Klaus). Die Piste ist ein nicht ausgebauter Verkehrsweg, eine Start- und Landebahn, ein Wintersportareal, die Einfassung der Manege im Zirkus sowie im Motorsport eine Renn-strecke.
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40/2017: Braukleid

  • Wie treffend formuliert: „Dazu wurde die Partie von einem zehnminütigen Flutlichtausfall in der 60. Minute überschattet.“
  • Einfach kindisch (danke Klaus):
    Kid
  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche (danke Micha): „Bones - Die Knochenjägerin: Die erfolgreiche Erfolgsserie mit Emily Deschanel und David Boreanaz mit neuen Folgen bei RTL.“
  • Beruf der Woche (danke Klaus):
    Bergmannin
    Kennt der Duden nicht. Auch keine Kaufmännin, Amtmännin oder Hampelmännin.
  • Aus der Werbung (danke Herr Ebel):
    alles
    „Alles“ stammt von „all“ ab und ist ein Pronomen oder Zahlwort — und wird  überwiegend klein geschrieben. Z.B. bei alles oder nichts, alles Gute und bei allem. Großschreibung aber hier: Du bist mein Ein und Alles.
  • Kindermund der Woche I. Emma (10) am Sonntag, 20:15 Uhr, ARD: „Ohne Tatort keine Toten!“
  • Kindermund der Woche II. Emma: „Papa, der Haken an der Jacke ist, dass sie keinen hat!“
  • Zunächst dachte ich, es sei nur Denglisch der Woche:
    Hochzeitsopening
    Warum wir in Thüringen ein „Hochzeitsopening“ brauchen, weiß ich nicht. Auch, warum man keinen „besonderen Gast“ einladen kann (und immer nur einen „Special Guest“). Der Höhepunkt (und nicht das Highlight) der Anzeige ist aber das Braukleid. Klar zur Hochzeit könnte es auch Bier geben.
  • Schwierige Wörter (danke Klaus):
    bewehrten
    Wenn etwas bewehrt ist, ist es mit Waffen ausgestattet. Wenn sich hingegen etwas als geeignet erwiesen hat, heißt das bewährt.
    Was lange währt
  • Keine Nachricht ohne Werbung, auch wenn’s absolut nicht passt:
    Oko-Events
  • Homonym der Woche: der Vollzug (danke Klaus). Das Ausführen einer Handlung nennt man Vollzug, aber auch den Strafvollzug sowie das Vollstrecken eines Bescheids. Schließlich nennt man einen Eisenbahnzug normaler Länger ebenfalls Vollzug.
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