13/2007

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13/2007

  • Die TA-Sportredaktion untertitelt ein Zitat mit: "Erwin Staudt, Präsident des Titanwärters VfB Stuttgart" - Titanwärter? Für weniger eingefleischte Fußballfans - der VfB liegt in der Meisterschaft knapp auf Platz 2 ist somit Anwärter auf den Titel. Daran sieht man, wie entscheidend ein "el" sein kann. "Schalom" bedeutet z.B. Friede und "el Schalom" bedeutet dann freilich Elfriede;-)
  • Die ADAC-Zeitung interviewt unseren Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee zum Thema "Warum fließen nicht alle LKW-Maut-Einnahmen in den Straßenbau?" Seine Antwort beginnt so: "Gut die Hälfte - und damit der größte Anteil aus den Mauteinnahmen…" - da haben wir sie wieder, die größere Hälfte. In dieser Woche tagte der Arbeitskreis Steuerschätzung der Bundesregierung - hoffentlich rechen die nicht genauso.
  • "Ihr Akzent war sichtlich hörbar." - weitere Möglichkeit: olfaktorisch fühlbar;-)
  • Spiegel Online schreibt: "Der Verlag nennt es sinnlich - die Fotos aber wirken eher sachte pornös. Das muss man mögen." (danke Peter) "Pornös" ist der letzte Schrei bei der Erfindungen neuer Adjektive. Ich halte mich aber bzgl. weiterer Kommentare bedeckt, bin sozusagen deckös.
  • "…meines Wissens nach…" (danke Daniel) Erstmal muss man den Sprecher loben, weil hier der Genitiv benutzt wird. Lasst uns aber Zeit und Platz sparen und auf die Präposition "nach" hinter "meines Wissens" verzichten. Alternativ kann man den Dativ benutzen und "nach meinem Wissen" sagen.
  • Und die TA von gestern zur Liste der 100 schönsten Frauen: "Thüringens Supermodel Eva Padberg verführt zwar auf der sieben, fiel aber damit um acht Plätze zurück." Wenn man annimmt, dass es einen nullten Platz gibt, war die Eva im vorigen Jahr also auf Platz -1.
  • Homonym der Woche: das Bankett. Einerseits ist das Bankett ein Festmahl, andererseits der Straßenrandstreifen. An den Rändern mancher Straßen gibt's allerdings so viel Müll, dass sicher so mancher Nager, Igel und Vogel ein Festmahl halten kann.