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Ja, Sie lesen richtig: das Blog. Da es sich um das Internet-Tagebuch handelt, ist Blog von sächlichem Genus. Aber das nur als Erklärung für die Überschrift.

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Die bisherigen Ausgaben stehen jeweils als zusammengefasster Beitrag zur Verfügung. Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen.


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09/2018: Freuheitsberaubung

  • Moderne Begriffe — heute: abholen. Wer wird nicht gern abgeholt? Als Kind vom Kindergarten, nach einer Reise am Bahnhof oder Flughafen. Das ist toll. Aber heute wird man geradezu inflationär abgeholt: „Wir müssen die Kunden mit unserer Botschaft abholen.“ Oder auch als Frage: „Wie kann ich dich in der Situation am besten abholen?“ Gar nicht! Du kannst dich um mich kümmern, mir Rückmeldung (Feedback ist nicht Neudeutsch, sondern Englisch!) geben und wir können in einen Austausch treten. Aber abgeholt werden mag ich so nicht.
  • Schwierige Wörter (danke Klaus):
    hacheln
    Vielleicht kann man ja auch mit einem Lächeln hecheln?
  • Überflüssige Buchstaben I:
    Bundesliega
    Das liegt am schlechten HSV-Spiel.
  • Überflüssige Buchstaben II (danke Klaus):
    Vorschlusslorbeeren
    Torschlusspanik?
  • Überflüssige Buchstaben III:
    Schnautze
    Und vom schlechten Deutsch.
  • So ein Virus lebt auch gefährlich (danke Klaus):
    Virusinfarkt
  • Fehlende Buchstaben I:
    Portugise
    Fehlen nur noch der „Bullgare“ und der „Hohlländer“!
  • Auch Freude kann man rauben (danke Klaus):
    Freuheitsberaubung
  • Jahreszeit der Woche: der Herbst. Angela Merkel sei gerade „im Herbst ihrer Kanzlerschaft“ hörte ich diese Woche. An sich ist es nahezu immer der Herbst, wenn von einem Lebensabschnitt gesprochen wird. Ein älterer Mensch ist „im Herbst seines Lebens“. Hört man, ein Mädchen ist „im Frühling seines Lebens“? Kaum. Und gar nicht kommen die beiden anderen Jahreszeiten vor. Komischerweise ist niemand im Sommer seiner Schaffensperiode oder im Winter seiner Amtszeit. Dabei würde das zu den momentanen Temperaturen gut passen.
  • Fehlende Buchstaben II (danke Klaus):
    Verraucher
    Stimmt eigentlich — Geld „verraucht“ gewöhnlich viel zu schnell.
  • Fehlende Buchstaben III:
    Beschafung
    Schafe können sogar die Heizung ersetzen.
  • Falsche Richtung (danke Klaus):
    gekauft
    Wo wird er die nur alle lagern?
  • Homonym der Woche: der Anzug (danke Klaus). Zunächst ist der Anzug ein Kleidungsstück, zudem das Mundstück der Pferdezäumung und der erste Zug im Schachspiel. Einen Anzug gibt’s noch im Brückenbau (geringer werdender Querschnitt eines Pfeilers).
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08/2018: Bandscheidenoperation

  • Denglisch der Woche I. Beim Snowboard: „Er steht jetzt hier als Leader aus seinem Heat.“
    Here stehe ich, I cannot others.
  • Denglisch der Woche II:
    Staff
    Hier sollte noch mehr hinterfragt werden!
  • Wortspiel der Woche I: Hat ein kinderreiches Paar überzeugt?
  • Wortspiel der Woche II: Wenn der Platzwart auf der anderen Seite steht, ist es dann Gegenwart?
  • Untertreibung der Woche (danke Klaus):
    Wegle
    Ein Wegle ist ja ohne Zweifel die Verkleinerungsform (der Diminutiv) von Weg, ein Wegchen sozusagen. Wie schmal muss wohl ein „kleines Wegle“ sein?
  • Überflüssige Buchstaben I:
    rechtswiedrig
    Nun, ein Gericht brauchen wir für die orthografische Richtigstellung nicht.
  • Worauf Google so alles Patente hält (danke Klaus):
    Herzschnittmacher
    Für Herzgeschnitzeltes …
  • Medizinisches (danke Klaus):
    Bandscheidenoperation
    Scheiden tut eben weh.
  • Fußballkommentar: „Talsika ist der Bambini der Mannschaft.“ Also, ach nein. Warum der Spieler einer türkischen Mannschaft mit einer italienischen Bezeichnung beschrieben werden soll, ist mir nicht klar. Mehr noch: Bambini ist die Mehrzahl von Bambino — das Kind. Im Italienischen ist Bambino also männlich.
    Man hätte einfach „das Küken“ oder „der Jungspund“ sagen können.
  • Überflüssige Buchstaben II:
    risskant
    So ginge es vielleicht, wenn man philosophisch denkt: „Da riss Kant das Papier vor Wut entzwei.“
  • Homonym der Woche: die Zeichnung (danke Klaus). Die Zeichnung ist ein Bild in der Kunst oder der Architektur oder für Konstruktionen. Eine Zeichnung kann aber auch eine Unterschrift, ein Muster auf dem Fell von Tieren und das Beantragen von Wertpapieren.
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07/2018: Abonennt

  • Schwierige Wörter I (danke Klaus):
    Abonnent
    Wer mir das richtige Abo nennt, der ist der Abonnent.
  • Problematische Verben:
    habert
    Vor allem hapert es mit der Rechtschreibung!
  • Schwierige Wörter II (danke Klaus):
    Akuise
    Nun, wenn Akquise zur schwierig ist, könnte man ja Kundengewinnung schreiben.
  • Schwierige Wörter III:
    Rachenschaft
    Hobin Rood — der Rächenschaftler der Enterbten!
  • Studienwahl der Woche:
    poltik
    Welch ein Glück, dass Deutsch nicht in der engeren Auswahl ist.
  • Denglisch der Woche:
    gefixed
    Und ich hoffe, das hat geklapped.
  • Fehlende Buchstaben I:
    Wal
    Es gäbe dann noch die Qual der Wal;-)
  • Fehlende Buchstaben II (danke Klaus):
    Gehilfen
    Die Gehilfen oder die Gehhilfen? Hhilfe!
    Es gibt aber noch weitere Beispiele:
    Geminuten
    Gebehinderung
    Geweg
    Gewegplatten
    Ach, ge weg!
    Aber, und wer hätte das gedacht — es gibt z.B. den Gehflügel. Was das ist? Bei zweiflügligen Türen gibt es einen Geh- und einen Stehflügel.
  • Komische Wörter (danke Klaus):
    uniken
    Es kann ja jemand ein Unikat sein, aber „unik“ gibt’s im Deutschen nicht. Auf Englisch sagt man „unique“, aber warum wird nicht das schöne Wort „einzigartig“ benutzt?
  • Fehlende Buchstaben III (danke Klaus):
    kandieren
    Eine kandierte Frau Nahles — wie süß.
  • Was alles so zur Ersten Hilfe zählt:
    ErsteHilfe
  • Homonym der Woche: der Fuß (danke Klaus). Der Fuß ist unten am Bein, aber auch ein Längenmaß (bei den SI-Einheiten-Verweigerern). Der Fuß kommt weiterhin beim Druck und bei Geräten und Möbeln vor. Der Münzfuß ist eine Vorschrift zum Edelmetallgehalt und bei einer Orgel ist der Fuß eine Bezeichnung der Tonhöhe der Register. Beim Baum ist der Fuß der untere oberirdische Teil des Stammes. Es gibt den Versfuß und manchmal den Hinkefuß.
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06/2018: Kleindung

  • Schwierige Wörter I (danke Klaus):
    Saitenleitwerk
    Hier gilt es, im Deutschen, andere Saiten aufzuziehen!
  • Denglisch der Woche. Eine Dienstleistung für Studenten an der Universität Jena heißt „Career & Welcome Point“. Was soll da gemacht werden? Die Absolventen auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Full cool!
  • Schwierige Wörter II (danke Klaus):
    Leich
    Wenn schon, dann die Leich’.
  • Schwierige Wörter III:
    wiederstehen
    Ein Boxer kann zwar nach einem Niederschlag wieder stehen, aber kann er seinem Gegner widerstehen?
  • Deppen-Apostroph (danke Klaus):
    furs
    Bei Kombinationen mit „das“, also bspw. „um das“ —> „ums“, „für das“ —> „fürs“ ist der Apostroph entbehrlich.
  • Überflüssige Buchstaben I:
    ZungeDesErfolges
    Wenn man sich da nicht gleich die Zunge verbrennt.
  • Übelsetzung der Woche (danke Klaus):
    Nizza
    Ja, wenn der Automat den Unterschied zwischen „Nice“ = Nizza und „nice“ = nett/hübsch aus dem Kontext nicht erkennt.
  • Schwierige Wörter (danke Herr Ebel): „Da eBay, bzw. deren Mitarbeiter, leider zu blöd ist, um eine Rezession zu entfernen, stelle ich es jetzt richtig.“
    Es wäre natürlich schön, wenn eBay die Rezession, also den Rückgang bzw. die Flaute einer wirtschaftlichen Entwicklung entfernen könnte. Gemeint ist hier allerdings eine Rezension, nämlich ein Artikel, in dem etwas (kritisch) beurteilt wird.
  • Fußballer. Nach dem Pokalspiel des SC Paderborn (3. Liga) gegen den FC Bayern München: Phillip Tietz ist Stürmer des Drittligisten und hatte sich vermutlich gewünscht, ein Tor gegen den FC Bayern zu schießen. Die Chance, die sich ihm in der 80. Minute bot, war größer als die zu einem Trikottausch mit Robert Lewandowski. Doch Tietz schoss aus fünf Metern neben das leere Tor. Er sagte: „Der Pass war nicht zu scharf, ich bin auch nicht ausgerutscht. Ich habe ihn einfach nur nicht reingemacht.“
    Was ist daran besonders? Ein Fußballer, der die Schuld an einem Versagen nicht beim Schiedsrichter, dem Ball oder den Platzverhältnissen sucht, sondern einfach bei sich selbst. Mehr davon, bitte!
    Ganz im Gegensatz zu einem Spieler von Mainz 05, der gleich mehrere Schubladen tiefer griff: „Was wir heute gezeigt haben, geht einfach nicht. Wir haben keine Eier gezeigt.“ Na, welch Glück aber auch. Was machen an dieser Stelle eigentlich Fußballerinnen? Hoffentlich dauert die „Gleichberechtigung“ da noch und uns bleiben die „Eierstöcke“ erspart.
  • Fehlende Buchstaben I (danke Klaus):
    Kurarbeit
    Eine Art Arbeitskur, nehme ich an.
  • Konjugation starker Verben: „Bevor wir den Garbage Collector aktiviert haben, stoß der gebrauchte Arbeitsspeicher (Total Resident) an eigene Grenzen.“ Ja, nicht „stoß“, nicht „stoßte“ und auch nicht „stießte“, sondern schlicht „stieß“  — sonst wird es Stuss!
  • Fehlende Buchstaben II (danke Klaus):
    moniert
    Das muss man freilich monieren!
  • Überflüssige Buchstaben II (danke Klaus):
    Kleindung
    Ach du Sch… aber Kleindung ist offenbar auch Mist.
  • Fehlende Buchstaben III (danke Klaus):
    Freisaat
    Kost’ nix.
  • Homonym der Woche: der Zoll. Der Zoll ist eine Abgabe, wenn eine Ware eine Grenze überschreitet. Im angloamerikanischen Raum ist der Zoll noch immer ein Längenmaß, wobei ein Zoll (1“) 2,54cm entspricht. Oder auch 112 ft = 136 yd.
    Von einem Architekten wurde ich einst zurechtgewiesen, dass mein Ausdruck „Zollstock“ nicht korrekt sei. Schließlich hätte das Ding eine Zentimetereinteilung. Es müsse richtig „Meterstab“ heißen. Aber weil da zwei Krümelkacker aufeinander trafen, entgegnete ich: „Zweimeterstab!“ Der Sachse sagt übrigens „Schmieche“ dazu, das ist einheitenlos.
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05/2018: Autofeigen

  • Produkt der Woche (danke Klaus):
    Autofeigen
    Ganz schön feige!
  • „Der Grund für das Klonen ist, Zwillinge zu erzeugen. Und zwar Zwillinge in einer größeren Anzahl. Wenn man dann fünf oder mehr genetisch identische Exemplare hat …“ Zwillinge sind doch eigentlich zwei Kinder, oder?
  • Wo heutzutage überall gekämpft wird (danke Klaus):
    Nabenkriegsschauplatz
  • Wortspiel der Woche: „Wenn man das Pendeln mit der Deutschen Bahn vermisst, ist man dann auf Entzug?“
  • Fehlende Buchstaben (danke Klaus):
    promt
    Das ging prompt daneben.
  • Schon am Anfang falsch (danke Klaus):
    Anfangjager
  • Schwierige Wörter I (danke Klaus):
    Drechslocher
    Solche Wortdrexler!
  • Geographiethema der Woche (danke Klaus):
    Kranichgau
    Der Kraichgau ist eine Hügellandschaft im Nordwesten von Baden-Württemberg
  • Schwierige Wörter II (danke Sascha):
    vorfahrtsberachtigt
    Berächtigt — kommt vermutlich von Rache.
  • Zweifelhafter Bezug:
    Option
    Es könnte zu Problemen kommen — und das ist eine Option? Obwohl, in dieser Saison hat der FC Rot-Weiß Erfurt nahezu jede Option auf Probleme gezogen.
  • Homonym der Woche: das Deputat (danke Klaus). Das Deputat ist eine Sachleistung, zusätzlich zu Lohn oder Gehalt. Außerdem ist das Deputat die Anzahl der Unterrichtsstunden einer Lehrkraft.
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04/2018: Schneeflug

  • Geographiethema der Woche I. Wegen des Sturms mit dem ICE gestrandet. Ein Mann telefoniert genervt und schreit schließlich: „Bitterfeld, nicht Bielefeld!“ Großes Gelächter von allen Seiten! Mensch, Bielefeld gibt’s doch gar nicht!
  • Fehlende Buchstaben (danke Herr Ebel):
    Schneeflug
    Der Schnee fliegt tief, genau wie das Deutschniveau.
  • Mathematikthema der Woche (danke Markus):
    verachtfacht
    Ist das Bitcoin-Genauigkeit?
  • Ort der Woche (danke Klaus):
    Heuhafen
  • Überflüssige bzw. fehlende Buchstaben (danke Klaus):
    Urwerk
    Wahrscheinlich im Urwald oder im Urlaub.
    Uhrheber
    Ich weiß nicht, warum Uhren angehoben werden müssen.
  • Abmessung der Woche:
    Raster
    Hä?
  • Geographiethema der Woche II (danke Christian). Vorschlag einer Länderwahl bei Twitter:
    EastGermany
    Und das fast 30 Jahre nach der Wiedervereinigung!
  • Überflüssige Buchstaben II (danke Klaus):
    schoppen
    Das Verb „schoppen“ gibt es tatsächlich, es bedeutet in Bayern, Österreich und der Schweiz „hineinstopfen“, sonst in Deutschland „bauschen“.
  • Denglisch der Woche (danke Klaus):
    ago
  • Dialekt der Woche: „… gibt es einen Zeugen - den damaligen Aufnahmeleiter, der ein entsprechendes Telefon mitgehört hatte.“ Der Autor muss Schweizer sein, denn bei uns hätte man „Telefonat“ geschrieben.
  • Homonym der Woche: die Gier (danke Klaus). Die Gier ist allgemein ein starkes Begehren, je nach Ausprägung kommt sie als Hab- oder Neugier daher. Die Gier ist ein Fluss in Frankreich und bei Schiffen oder Luftfahrzeugen die Hochachse.
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03/2018: Leitungssportler

  • Krümelkackerei der Woche:
    Quote
    Eine Quote bezeichnet immer einen Anteil von etwas im Verhältnis zur Ge-samtheit. Deshalb wird sie i.d.R. in Prozent ausgedrückt. Sechs Rodler — das ist keine Quote, sondern eine Anzahl. Respektabel zwar, aber eben keine Quote.
    Im Gegensatz zur Quote, die sich auf eine Größe zu einem bestimmten Zeitpunkt bezieht, ist übrigens eine Rate auf einen Zeitraum bezogen.
  • Barbarei der Woche (danke Klaus):
    kontingentierbar
  • Englisch der Woche (danke Jürgen):
    ISeeBlackForYou
    My dear Mister singing club!
  • Fußballerlogik: „Wir sind hier so erfolgreich, weil die Leute an uns glauben. Wir glauben an uns.“ Wenn jeder an sich denkt, ist an jeden gedacht.
  • Fehlende Buchstaben I (danke Klaus):
    Leitungssportler
    Der Leitungssportler — vielleicht der Kapitän einer Mannschaft?
    Dazu passt das:
    Leitungsbereitschaft
    Die Leitungsbereitschaft — insbesondere erforderlich für Manager!
  • Fehlende Buchstaben II (danke Klaus):
    Steinkohl
    Rotkohl, Grünkohl, Spitzkohl, Chinakohl … und Steinkohl. Bruttostrom gibt’s übrigens nicht bei netto!
  • Versprecher der Woche. Deutsch, 10. Klasse, Tom (15) sagt die Ringparabel aus Lessings „Nathan der Weise“ auf. Darin folgendes: „So kam nun dieser Ring, von Sohn zu Sohn, auf einen Vater endlich von drei Söhnen; die alle drei ihm gleich gehorsam waren, die alle drei er folglich gleich zu lieben sich nicht entbrechen konnte.“
    ’s ist ein gar verschwurbelt Deutsch, was Lessing uns da auswendig zu lernen auferlegt. Und ach, nachdem sich mühsam Vers auf Vers erarbeitet, kam das: „… die alle drei er folglich gleich zu lieben sich nicht erbrechen konnte.“ Zum kotz… aber wir haben sehr gelacht.
  • Verwechslung der Woche (danke Klaus):
    Moor
    Der Moor? Das Moor, natürlich. Eigentlich ist jedoch der Mohr gemeint, am bekanntesten wohl im Original aus Friedrich Schillers „Die Verschwörung des Fiesco zu Genua“: „Der Mohr hat seine Arbeit getan, der Mohr kann gehen.“ Generell ist „Mohr“ eine Bezeichnung für dunkelhäutige Menschen, welche bereits Luther in seinen Werken benutzt. Und erst kürzlich, am 6. Januar, kam einer der Heiligen Drei Könige als Mohr. Shakespeares „Othello“ ist der Mohr von Venedig und in Mozarts „Zauberflöte“ fühlt sich der Tempelscherge und Mohr Monostatos ob seiner schwarzen Hautfarbe benachteiligt. Aus Sorge um die politische Korrektheit nennt der Schokoladenproduzent Stollwerk die Werbefigur „Sarotti-Mohr“ nun offiziell „Sarotti-Magier der Sinne“. Irgendwie schmeckt die Schokolade davon nicht bes-ser. Vielleicht haben die zu viele Mohrenköpfe gefrühstückt. Und was sol-len schließlich Mohrenfalter und Mohrenkopfpapagei sagen?
  • Überflüssige Buchstaben III (danke Michael):
    nachhacken
    Brachiale Nachfrage.
  • Schwierige Wörter (danke Klaus):
    Symphatien
    Rechtsextrem und Sympathie — schließt sich das nicht ohnehin aus?
  • Überflüssige Buchstaben IV (danke Klaus):
    ungerschwinglich
    Das ist, nicht nur unterschwellig, falsch.
  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche: „Das ist eine lange endlose Liste.“ Hat jemand schon einmal eine kurze endlose Liste gesehen?
  • Fehlende Buchstaben III (danke Klaus):
    Orkanbon
    Bei dem Wetter muss eben alles schnell gehen, jeder Buchstabe kostet Zeit.
  • Homonym der Woche: die Haft (danke Klaus). Die Haft ist eine Form des Freiheitsentzugs, ein Netzflügler (Insekt) und in der Anatomie ein unechtes Gelenk.
    Darüber hinaus stellt sich die Frage, was „Haft-Notizen“ sein könnten. Nämlich kleine Zettelchen, die haften oder auch Aufzeichnungen im Gefängnis.
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02/2018: Coach-Potato

  • Schwierige Wörter I:
    Skeletton
    Skeleton ist Englisch und bedeutet Gerippe/Skelett, ist aber eben auch eine Wintersportart. Eine abweichende deutsche Schreibweise gibt es nicht.
  • Neuer Beruf (danke Klaus):
    Coach-Potato
    Coach hat im Englischen viele Bedeutungen (u.a. Trainer, Reisebus, Kutsche, Waggon), aber ein Couchpotato wird anders geschrieben. Übrigens ist das Geschlecht männlich — und ich habe noch keinerlei wütende Proteste von Männern gehört, das schleunigst zu „gendern“. Vorschlag: Couchpotatress.
    Übrigens: „Couchpotato“ und „Coach“ ist mitnichten Neudeutsch — es ist Englisch!
  • Fehlende Buchstaben I:
    Bose
    Böse, sehr böse diese Börse!
  • Fehlende Buchstaben II (danke Klaus):
    Depo
    Vielleicht ist das allgemeines Börsenwissen, aber allgemeines Deutschwissen ist es nicht.
  • Alle Schotten öffnen (danke Klaus):
    Hochwasserschutz
  • Sportlicher Wetterfrosch:
    Aufwarmung
    Aufwärmen ist ein im Sport gebräuchliches Wort, auch Erwärmung wird genutzt. Fürs Wetter gilt diese Vorbereitung auf Übungen oder gar Wett-kämpfe eigentlich nicht. Das darf sich jetzt gern erwärmen oder so bleiben, aber bitte mit Schnee.
  • In den Nachrichten über die Fernsehsendungen (mit zweifelhaftem Wert) „Promi Shopping Queen“ und „DSDS“ war häufig zu lesen: „Ich hatte Pipi in den Augen.“ Jedesmal fragte ich mich, warum die vor laufender Kamera durch die Augen urinieren? Und wie geht das? Ich will’s gar nicht wissen!
  • Schwierige Wörter II (danke Klaus):
    Synonym
    Synonyme sind Worte gleicher oder sehr ähnlicher Bedeutung. Ein Pseudonym hingegen ist der fingierte (vorgetäuschte) Name einer Person. Pseudonym kommt aus dem Griechischen und bedeutet „fälschlich so genannt“.
  • Denglisch der Woche (danke Michael):
    aktualisiert
    Has geklappt.
  • Politikerdeutsch der Woche. Holger Stahlknecht, Innenminister Sachsen-Anhalts: „Wir haben unsere Gemeinden auskömmlich gestellt.“ Vielleicht könnte es Politikern demnächst angelegen sein, sich ob der höchst ge-quält klingenden Ausdrucksweise einer besseren und verständlicheren Form zu befleißigen?
  • Schweizerdeutsch der Woche: „Ich habe vor einer Stunde an Mario ein Mail gemacht …“ Man kann in der Schweiz also „ein Mail machen“, in Deutschland kann der Müller „ein Mehl machen“.
  • Wettermeldung der Woche: „Die Bahnverbindung aus Visp wurde einge-stellt. Sie soll am heutigen Mittwoch mit kontrollierten Sprengungen befahrbar gemacht werden.“ Ist nur scheinbar anachronistisch, denn es wird freilich nicht die Bahnverbindung gesprengt (und damit befahrbar gemacht), sondern die Lawinen, welche die Strecke gefährden.
  • Amtsdeutsch der Woche I (danke Klaus):
    Erfahrungsstufen
    Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht (der Krug!).
  • Amtsdeutsch der Woche II. Das Straßenbauamt Mittelthüringen eine Ampelanlage: „… dass die Einsatzgrenzen bezüglich regelmäßiger Fuß-gängerfrequentierungen nach Regelwerk deutlich unterschritten werden.“ Oder mit einfachen Worten: Die Ampel wird zu wenig genutzt.
  • Anzeige der Woche (danke Klaus):
    SmarterTechTrends
    Smart ist es nicht, dass da ein Bindestrich fehlt und was das mit „Tech“ zu tun hat …
  • Beruf der Woche (danke Klaus):
    Versorgungsbezugefestsetzerin
    Wenn ich mal groß bin, werde ich das auch!
  • Homonym der Woche: die Pfeife (danke Klaus). Der Schiedsrichter braucht sie oft, der Glasmacher nahezu immer und der Raucher ebenfalls. Die Pfeife ist auch eine Fangvorrichtung für Vögel und ein gekrümmtes Rohrende bei Abwasserleitungen. Außerdem kenne ich in der umgangssprachlichen Bedeutung auch ein paar Pfeifen.
    Übrigens: Pfeife, mit zwei „f“ — eins vor dem „ei“, eins nach dem „ei“.
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01/2018: Böllerwagen

  • Getränk der Woche:
    Brausewein
    Zwar klingt Brausewein vielleicht besser, aber als Getränk wäre es wohl nicht so lecker. Zudem heißt der Erfurter Oberbürgermeister Bausewein!
  • Sparangebot der Woche (danke Klaus):
    3_Betten
    Da wird’s kuschlig …
  • Rezept der Woche:
    Schokoladen
    Ohne Kakao?
  • Produkt der Woche (danke Klaus):
    Bollerwagen
    Gerade zu Silvester ein Topprodukt!
  • Umrechnung der Woche:
    10km
    Die Laufzeiten über 10km werden auf die Hundertstelsekunde genau angegeben, aber die Kilometer oben sind sehr variabel.
  • Zahl der Woche: „Vierstellig muss es schon sein — ich nehme 12 000 €.“ Ah ja …
  • Wider den Dativ:
    Hefeteig
  • Homonym der Woche: die Vesper. Die Vesper ist ein Abendgebet in der Kirche (Liturgie), ein Volksaufstand im 13. Jahrhundert (Sizilianische Vesper), ein Massaker an Römern und Italikern und eine Zwischenmahlzeit.
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52/2017: Bernardiener

  • Fußballlogik:
    In der Pause
    Ich dachte ja immer, dass sich die Spieler in der Halbzeitpause in der Kabine erholen. Aber offenbar kann man auch schon während der Pause das gesamte Spiel gewinnen.
  • Tier der Woche (danke Klaus):
    Bernhardiener
  • Kindermund der Woche I. Emma (10): „Mit sich selbst Memory zu spielen, ist sehr langweilig, weil man immer gewinnt.“ Große Brüder zu haben, hat viele Vorteile. Aber auch den Nachteil, dass man die Zeit, bis sie morgens bzw. mittags aufstehen, überbrücken muss.
  • Geographiethema der Woche (danke Klaus):
    Eisenach
    Hinter’m Ural, geradezu …
  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche (danke Klaus):
    Asssitent
    Der Assistent ist schon ein schwieriges Wort, aber gibt es auch nötige Kollisionen im Straßenverkehr?
  • Verbbezug (danke Steffen):
    Schuh-Outlet
    „Der Preis und die Mode“ sind zusammen natürlich zwei Dinge, mithin mehr als eins — und somit müsste es korrekt „Der Preis und die Mode machen’s“ lauten. Aber schon „Marmor, Stein und Eisen“ brechen ja auch nicht …
  • Schwierige Wörter (danke Klaus):
    Reisleine
    Ja, ja — wenn der Reis zu feucht ist, muss man ihn auf die Reisleine hängen.
  • Kindermund der Woche II. Mein Neffe Tobias (5) zieht sich aus und wirft beim Ausziehen alle Sachen wild auf einen Haufen. Solcherlei „Ordnung“ bezeichnet er als „Männervariante“.
  • Sportmeldung der Woche (danke Klaus):
    Barbarieente
    Welche Sportart ist das?
  • Weihnachtslieder wörtlich genommen (Achtung: Satire!).
    Heute: Alle Jahre wieder
    1. „Alle Jahre wieder kommt der Christuskind auf die Erde nieder, wo wir Menschen sind.“ In der ersten Strophe erfahren wir also, dass das Christuskind jährlich wieder zu uns Menschen auf die Erde kommt. Es ist also nicht immer hier, denn sonst müsste es ja nicht wiederkommen. Wie lange es aber hier bleibt, wird nicht gesagt. Jedenfalls, es ist wohl auch mal weg — wahrscheinlich ist das dann die Zeit, in der all die bösen Dinge geschehen. Die Abwesenheit des Christuskindes wird dabei offenbar ausgenutzt.
    2. „Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus. Geht auf allen Wegen mit uns ein und aus.“ Mitnichten wird hier das Haus gefegt! Und ganz egal, wie viele Wege von euren Häusern abgehen — das Christuskind ist auf allen dabei! Jedoch, es ist nicht die Rede von „fahren“ und Straßen, geschweige Autobahnen. Das Christuskind Scheit demnach ein Fußgänger zu sein.
    3. „Ist auch mir zur Seite, still und unerkannt. Dass es treu mich leite an der lieben Hand.“ Ah, ein stilles Kind und unerkannt — wohl deshalb sah ich es noch nie. Aber gut zu wissen, dass es an meiner Seite ist. Jedenfalls dann, wenn es da ist (siehe erste Strophe). Und es leitet (nicht: leidet!) treu. Das ist gut. Sehr gut sogar in Zeiten, in denen wir nur eine provisorische (ich weiß: geschäftsführende) Regierung haben.
    Fazit: Regelmäßig widerfährt uns Gutes — ein großartiges Lied!
  • Formular der Woche (danke Klaus):
    Ehegatte
    Besonders schön ist die Variante „Ich weiß es nicht“. Und bei „Ist Ihr Ehegatte … Nicht mehr“ — heißt das: tot?
  • Homonym der Woche: die Entlastung (danke Klaus). Rechtlich kann z.B. der Vorstand entlastet werden. Im Bauwesen ist es die Gewichtsumleitung einer Mauer (z.B. über einem Fenster), in der Physik die Verringerung des Drucks und der Soziologe kennt die Entlastung ebenfalls.
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