Deutschthemen zum Freitag - Das Blog
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Ja, Sie lesen richtig: das Blog. Da es sich um das Internet-Tagebuch handelt, ist Blog von sächlichem Genus. Aber das nur als Erklärung für die Überschrift.

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Gern dürfen die Beiträge zitiert werden - über eine entsprechende Quellenangabe mit Link freue ich mich.

Die bisherigen Ausgaben stehen jeweils als zusammengefasster Beitrag zur Verfügung. Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen.


641 - 650 von 679 Ergebnissen
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36/2007

  • Eine inzwischen gute Tradition bei ePages in Jena ist die sog. Obstfee. Ziel ist es, den Koffein-Süchtigen auch ein paar Vitamine aufs Auge zu drücken. Ein Mitarbeiter pro Woche kümmert sich darum, für die Kollegen frisches Obst zu besorgen und in der Küche nett herzurichten. Danach folgt eine E-Mail an alle, dass es eben jetzt Obst gibt. Der Ideenreichtum dieser Nachrichten ist enorm. Wie meistern die männlichen Kollegen die Schwierigkeit, "die Obstfee" zu sein? Schöne Varianten waren letztens "Der Obstfee-nrich" sowie dessen Bruder "Der Obstfähnrich".
  • "Ein Punkt, wo ich Augenmerkmal darauf legen möchte..." Wenn man auf etwas besondere Aufmerksamkeit lenken möchte, so ist es das Augenmerk. Augenmerkmale interessieren evtl. demnächst die Datensammler, welche gerade Fingerabdrücke in Reisepässen verewigen. Auf Augenmerkmale legt man vielleicht besonderen Wert, wenn einen jemand nachmittags im Café anlächelt oder man legt keinen Wert darauf, wenn man Boxer ist. Es sollte im stilistischen Sinn noch hinzugefügt werden, dass der Satz mit "Ein Punkt, worauf ich Augenmerk legen möchte…" noch besser geklungen hätte.
  • Gehört auf dem Partnertag in Berlin: "Hauptschwerpunkt" Es gibt Punkte, Schwerpunkte und Hauptschwerpunkte. Das ist ein bisschen wie beim Militär, denkbar wären also noch Oberstschwerpunkte und Generalschwerpunkte.
  • Denglisch der Woche (bei Heise.de): "Norton AntiVirus for Macintosh macht Mac unsicher" - wenn man nur acht Buchstaben entfernt und sechs andere wieder hinzufügt, wird es gleich: "Norton AntiVirus for Macintosh makes Mac unsafe" - das ist nicht nur kürzer, sondern auch kaum verändert.
  • "Die Shopping 24 GmbH, eine Tochter der Otto Gruppe, launchte seine Plattform Smatch.com." (danke Daniel) - eine klassische Verwechslung des Genus durch Verlust des Bezugs (dabei ist der Satz gar nicht so lang). Überhaupt sind fast ausschließlich weibliche Beteiligte in diesem Satz: die GmbH, die Tochter, die Gruppe und die Plattform. Sollte denn "der Otto" so stark und mächtig gewesen sein?
  • Aus unserem Bug-Tracker: "Wie dieses blau-weise Symbol aussehen soll, ist künstlerisch offen." Mitnichten wurde das ß mit der neuen Rechtschreibung gänzlich abgeschafft! Oder war gemeint, dass das Symbol besonders klug ist? Dann hört, hört: Wir werden bei ePages demnächst blau-schlaue Symbole haben!
  • In unserer eigenen Feature-Liste für ePages 5.04 steht - bar jeder Vernunft - "kaufbar"! Glücklicherweise aber nicht in der Applikation selbst, dort wird richtig "käuflich" benutzt. Oder war "kaufbar" als Substantiv (die Kaufbar - folglich eine Bar, an der man etwas kaufen kann) gemeint? Und wenn man eine solche Kaufbar erwerben kann, dann ist es eine käufliche Kaufbar.
  • Aus einem Newsletter eines unserer Händler bzgl. der Wartung bei seinem Provider: "Es wurde Angekündigt ,das in der Nacht vom 6 auf den 7 .11.2006 ein Abdate mit Neuerungen ausgeführt wird ." So viele Fehler in einem Satz - Groß-/Kleinschreibung, Leerzeichen an falschen Stellen, "das" statt "dass", aber "Abdate" ist der Hammer, oder? Da möchte man dem Schreiber zurufen: "Shut ab!"
  • Die TA interviewte den Rennrodler David Möller und darin sind gleich mehrere Highlights versteckt:
    • Wahrscheinlich liegt es am Namen, er sagt "Ich bin ja auch selbstkritisch gegen mich." (Der Fußballer Andreas Möller sagte einst "Ich bin ja sehr selbstkritisch, auch mir selbst gegenüber.")
    • Weiter: "Mir kam die Verletzung in so fern recht…" - auf diese Weise meckert die Rechtschreibprüfung keinesfalls. Wenn man ein Wort in möglichst viele passende Bestandteile zerlegt, muss es - auch wenn die Getrennt- und Zusammenschreibung durch die Rechtschreibreform vielleicht nicht einfacher wurde - nicht richtig sein. Insofern wird insofern immer noch als ein Wort geschrieben, darf aber selbstverständlich in|so|fern abgeteilt werden.
  • Homonym der Woche: das Futter. Es kann sich einerseits um Nahrung für Tiere und andererseits um die innere Stoffschicht für Oberbekleidung handeln. Für Motten kann also das Futter das Futter sein.
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35/2007

  • Was bedeutet eigentlich der Hinweis “enteisent” auf Mineralwasserflaschen? Dass dem Wasser Eisen weitgehend entzogen wurde. In einer abgefüllten Wasserflasche würde Eisen nämlich schnell braun-rötlich ausflocken und das sieht weder gesund noch lecker aus. Enteisent ist übrigens des 2. Partizip des Verbs „enteisenen“.
  • Gleich zwei Kandidaten für den Pleonasmus der Woche:
    • Die Aussage eines Politikers, gehört auf mdr-Info: "…um nur ein exemplarisches Beispiel zu nennen."
    • "Das war nur ein Test-Versuch."
  • "Der Kunde kann zubuchen, wenn er mehr Leistung braucht und wegbuchen, wenn er weniger benötigt." Wegbuchen? Das könnte ich mir als Werbebotschaft eines Reisebüros vorstellen: "Buchen Sie sich weg von hier."
  • Freud'scher Versprecher eines Referenten von Microsoft auf der UsabilityWorld: "Vielleicht benutzt der Entwickler .Not"
  • Denglisch der Woche: "Dann könnt ihr eure Lead-Statis in unserem CRM updaten." Nicht allein Denglisch, auch Statis als Plural von Status. Hatten wir bereits, aber noch einmal zur Erinnerung: Die Mehrzahl von Status ist weder Stati, noch Statis, noch Statusse (und auch nicht Statuen;-) - sondern Status (gesprochen mit langem u).
  • Gelesen in der FTD (Financial Times Deutschland): "Herdprämie" als Bezeichnung für Betreuungsgeld. Ich wage einmal, diesem Begriff eine gute Platzierung bei der Wahl zum "Unwort des Jahres" vorauszusagen.
  • Die Deutsche Bahn bereitet uns nicht allein durch ihre Ansagen und jüngst auch durch die Streiks viel Freude und Aufregung, auch der Newsletter bietet ein Füllhorn von Themen:
    • Werbung für eine "Jugend BahnCard" (ja, geschrieben mit Deppen-Leerzeichen): "Und das unabhängig davon, ob ein Elternteil im Besitz einer BahnCard ist, oder nicht." Wozu eigentlich das zweite Komma? Handelt es sich um eine Aufzählung, einen Nebensatz oder ...?
    • Eine eigene Meldung im Newsletter: "Aus Nachtzug wird City Night Line" Seit der Fußball-WM im letzten Jahr versuchen zumindest die ICE-Zugbegleiter einige englische Ansagen (manchmal klingt es grausig), aber ich würde auch heute noch bei der Auskunft nach Verbindungen fragen - muss jedoch nun zum Service Point gehen. Einfach nur umbenennen und sonst nichts ändern? Macht ja nicht einmal Microsoft! Weil die Bahn aber Angst hat, dass City Night Line nicht alle verstehen könnte, hießt es im Text weiter: "Besuchen Sie Europas schönste Metropolen - beispielsweise Amsterdam, Kopenhagen oder Zürich mit dem Nachtzug..." Gute Nacht.
    • "Oktober Highlights - 4 Städte im Rampenlicht!" Rein sprachlich ist an dieser Meldung nichts auszusetzen. Allerdings scheint der Wert angesichts der Tatsache, dass der Newsletter mich am 31.10. erreichte, mehr als zweifelhaft.
    • "Das unvergleichbare kulturelle Angebot..." Keine Angst, liebe Sprachpfleger, dieses Adjektiv heißt nach wie vor unvergleichlich, auch wenn die bar-Seuche immer weiter um sich greift.
    • "Erleben Sie…ein feierliches Entertainment." Warum schreiben die nicht gleich "...solemnly entertainment"?
  • Homonym der Woche: der Abzug. Klar, als Kunde denkt man sofort an einen Rabatt. Es kann sich aber auch um einen Schornstein (Rauchabzug) oder einen, den Schuss auslösenden, Teil einer Schusswaffe handeln. Merke: ePages gewährt nicht so viel Abzug, sonst geht zu viel Kohle durch den Abzug und am Ende betätigen wir den Abzug.
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34/2007

  • Gelesen bei T-Home: "T-Pay Logo für den Einsatz auf Ihrer Website (jpg, psd) - jeweils für positiven und negativen Hintergrund" - aber wer möchte schon ein T-Pay-Logo und gibt dabei zu, dass er einen negativen Hintergrund hat?
  • Auf der Verpackung chinesischer Essstäbchen: "Ess-Steabchen Gutenappetit" (danke Heiko) Sicher, es ist für einen Chinesen nicht einfach mit der deutschen Sprache. Aber diese wenigen Worte vor dem massenhaften Druck von einem Muttersprachler überprüfen zu lassen, hätte nicht einmal drei Flühlingslollen gekostet.
  • "Die Spezifikation kann bestenfalls als ungenügend betrachtet werden." - also wenn schon der beste Fall nur ungenügend ergibt, dann möchte ich lieber nicht wissen, was im schlimmsten Fall passiert?!
  • Aus dem Programm der UsabilityWorld: Arndt Groth, Pionier des europäischen Internet-Marketings, CEO von "ePages Software" - warum steht unsere Firma in Gänsefüßchen? Ist es ein Zitat? Nein. Oder weil es gar keine richtige Software ist? Nein!!! Die Anführungszeichen lassen den Satz nämlich eigentlich lauten: "Arndt Groth…CEO der sogenannten ePages Software." Die Gänsefüßchen gehören da nicht hin. Siehe: http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,364349,00.html
  • Neben "meine persönliche Meinung" gibt es, wie ich in dieser Woche am Bahnhof lernte auch noch "Das ist mein persönliches Problem." Welch ein Glück, dass es kein unpersönliches Problem ist und noch besser: Es ist seines und nicht meines;-)
  • Beim abendlichen Vorlesen für meine Buben: "Diplodocus hatte durch die Leichtbauweise seiner Knochen maximal 10t Gewicht. Die Wirbel waren innen hohl." Nun fragte ich mich, ob denn Wirbel oder andere Dinge auch außen hohl sein können? Eigentlich bedarf es doch einer Hülle, welche den Hohlraum umschließt oder es handelt sich um einen Körper, welcher ausgehöhlt wurde. In diesem Zusammenhang fällt mir die physikalisch unkorrekte, aber sehr treffende Definition für ein Loch ein: Ein Loch ist nix und was drum rum.
  • Mercedes-Sportchef Norbert Haug zur Formel 1-WM: zweimal 109 ist nicht besser als 110. (danke Steffen) Ehe ihr jetzt zu Taschenrechner oder Excel greift - zwei Fahrer mit je 109 Punkten brachten Mercedes eben nur Platz zwei und drei in der Fahrerwertung und mit 110 Punkten wurde man Weltmeister. Aber dass ein Ferrari schneller als ein Mercedes ist, haben wir doch schon immer gewusst;-)
  • In einem Banner: "Ein Gratis-Geschenk ist Ihnen bereits sicher!" (danke Wolfram) Dem Verfasser des Textes ist der Titel "Pleonasmen-Schreiber der Woche" sicher, wenn er den kostenpflichtigen Preis bezahlt.
  • Die Steigerung von "Er hat in verschiedenen Ländern gelebt." ist "Er hat in ganz verschiedenen Ländern gelebt." (danke Markus) Erst einmal können wir froh sein, dass die Länder noch leben und nicht verschieden sind;-). Mit "ganz" hat es so seine Eier in unserer Sprache - je nachdem, in welchem Kontext es steht. "Es geht mir ganz gut." bedeutet ja eher, dass es nicht so gut geht, könnte in jedem Fall besser sein. Aber vielleicht war die Steigerung bzgl. der Länder ja gemeint als: er lebte nicht einfach ein paar Jahre in Deutschland und Österreich (nicht ganz so unterschiedliche Länder), sondern vielmehr in der Schweiz, Ungarn und Laos. Die können sicher als grundverschieden gelten.
  • Homonym der Woche: die Fessel. Eine Kette oder ein Band, mit dem man gefesselt ist sowie ein Teil des Beines. Man kann also Fesseln um die Fesseln haben.
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33/2007

  • "Da der Server XYZ als neuer Backup-Server eingerichtet werden soll wird er spätestens Montag den 15.10.2007 abgeschalten." Nicht allein, dass in diesem Satz zwei Kommas fehlen (hinter "soll" und "Montag"). Schlimmer ist, dass das Partizip Perfekt Passiv gut begann "eingerichtet", aber dann bei abschalten stark nachließ. Der Server wird selbstverständlich abgeschaltet. Alle Verben mit "schalten" werden schwach gebeugt, abgeschalten gibt es also nicht. Aber, trotz starker Beugung - der Server wird dann trotzdem nicht mehr verfügbar sein;-)
  • Aus einer Medion-Werbung: "aller Vorzüge digitaler Fernsehtechnologie: 2 HDMI-Eingänge mit HDCP-Entschlüsselung, 2 analoge Tuner" (danke Wolfram) So, so - Vorteile digitaler Technik sind also analoge Tuner. Naja, schließlich gibt's auch Waschvollautomaten mit dem Programm Handwäsche.
  • An der Buga-Kasse: "Eintrittskarten für 1 Erwachsenen und 1 Kind" - "Das wären dann 23 €." Auf diesen Konjunktiv musste ich einfach entgegnen: "Ich will aber immer noch hinein!" Verdutztes Gesicht der Kassiererin und ich sagte, dass ich ja nicht gefragt hätte: "Was würde es denn kosten, wenn ich mit meinem Sohn auf die Buga wollte." Sie meinte also eigentlich "Das kostet 23 €." und weil ich dann nicht länger erklären wollte, hab ich schnell bezahlt;-)
  • Kindermund der Woche: "Wenn wir die Blumen zu oft gießen, dann sind sie übersoffen." - das kommt davon, wenn man die Kinder an der Hausarbeit beteiligt.
  • Beschwerde eines Kunden nach Rücksprache mit seinem Rechtsanwalt. Der Text innerhalb des Bestellprozesses "Ich habe die Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelesen und erkenne sie hiermit an." wäre abmahnwürdig und müsse stattdessen lauten "Ich akzeptiere die Allgemeinen Geschäftsbedingungen." Nun sind allerdings "anerkennen" und "akzeptieren" Synonyme!? Aber wenn schon eine Sprache nur manchmal logischen Gedankengängen folgt - Juristen wohl noch weniger. Nach Rücksprache mit Trusted Shops erwies sich unsere synonyme Deutung jedoch als genauso richtig.
    Eines lehrt uns dieses Beispiel hingegen eindrucksvoll: So klein sind die Probleme bei der Nutzung unserer Software inzwischen geworden;-)
  • Denglisch der Woche: "Sobald die Pilotanlage in Produktion ist, soll nach einem modularen Ansatz die Möglichkeit bestehen, diese Anlage weltweit (gecustomized auf die lokalen Bedingungen) auszurollen." (danke Ilka) - hoffentlich hat die Anlage auch Rollen.
  • "Anbei senden wir Ihnen unser neues Logo zur Einpflege in die Epages Seite" (danke Daniel) Ja, die korrekte Schreibweise unseres Firmennamens ist für viele eine zu große Hürde und ein Bindestrich gehört freilich auch dazu: ePages-Seite. Aber Einpflege - das ist doch mal was, oder? Vorschlag an unsere Marketingabteilung: Daniel wird Senior-Einpfleger und die damit verbundene Gehaltserhöhung lassen wir uns von den Partnern mit einer Einpflegeversicherung bezahlen;-)
  • Homonym der Woche: die Finne. Es kann sich hierbei um die Jugendform bestimmter Bandwürmer, die Rückenflosse von Hai und Wal, spitze Seite des Hammers und um einen Höhenzug in Thüringen handeln. Wenn der Wal also in der Finne eine Finne hat, so sollte man sie nicht mit der Finne rausschlagen - und in Thüringen schon gar nicht, da gibt's nämlich nur sehr, sehr wenige Wale.
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32/2007

  • Die TA schreibt: "Werner Lorant ist als Trainer von Fußball-Regionalligist SpVgg Unterhaching selbst zurückgetreten." Nicht allein die Missachtung des Genitivs (Wessen Trainer war er? Des Regoinalligisten...) ist hier zu bemängeln. Kann man eigentlich auch nicht selbst zurücktreten, zurückgetreten werden sozusagen? Schon - bzw. kommt dieser Fall sogar wesentlich öfter vor, nur heißt es dann eher "wurde beurlaubt" oder "von seinen Aufgaben entbunden/freigestellt". Dass ein Trainer selbst die Konsequenzen zieht, war also für die Zeitung so eindrucksvoll, dass sie meinte, wir müssten gesondert darauf hingewiesen werden.
  • Denglisch der Woche: "Ich habe mit ihm geICQed." Wenn das Verb von "den Nachrichtenservice ICQ benutzen" also "ICQen" heißt, dann muss das Partizip Perfekt davon folgerichtig "geICQed" heißen. Erreichte man den Menschen allerdings nicht via ICQ, so hat man evtl. mit ihm "geskyped" oder "geskypt";-)
  • Frage und Antwort in der Zeitschrift "TEST" der Stiftung Warentest: "Was macht heute ein gutes Geschichtsbuch aus?" "Sie müssen ganz vielen Ansprüchen standhalten…" (danke Wolfram) Stilistisch sollte man auf die Frage im Singular nicht im Plural antworten. Selbstverständlich geht es am Ende nicht um ein einziges Buch für alle Schüler, ja es wird sogar mehrere (viele?) verschiedene in Deutschland geben, weil die Föderalismusreform die Bildungshoheit ja weitgehend den Ländern zugesprochen hat. Somit ist sichergestellt, dass es Lehrer beim Wechsel des Bundeslandes schwer haben, von den Schülern ganz zu schweigen.
  • Aus einer Stellenanzeige in der TA: "Zu Ihren Aufgaben gehört…Analyse und Lösung von Hard- und Softwarelösungen" - hier werden also Lösungen gelöst. Weiter stand da noch: "SAN Storagesystem" - was ausgeschrieben bedeutet: "Storage Area Network Storagesystem" und überhaupt sollte es "SAN-Storagesystem", also mit Bindestrich geschrieben werden. Gelöste Lösungen erinnern mich an einen früheren Kunden, der mich immer fragte "Macht die Software-Ware das?"
  • Der Dativ auf dem Vormarsch (bei Heise.de zum Führungswechsel bei Intershop): "Der Führungswechsel sei 'von Anfang an so geplant' gewesen, sagte Intershop-Unternehmenssprecherin Ute Danz laut einem Bericht der Thüringer Allgemeine." Nun handelt es sich bei "einem Bericht" allerdings um ein sog. bekleidetes Hauptwort und hier muss der Genitiv verwendet werden "laut eines Berichtes". Im Gegensatz dazu das unbekleidete Hauptwort "laut Fehlermeldung...".
  • Homonym der Woche: der Kater. Klar, eine männliche Katze und auch die Nachwirkungen nach übermäßigem Alkoholgenuss (meist begleitet von einem weiteren Homonym: der Brand). Liebe Tierfreunde, gebt eurem Mäusejäger also keinen Schnaps ins Futter, sonst hat der Kater einen Kater. Hat der Kater auch ohne Alkohol einen Kater, dann ist er schwul.
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31/2007

  • Bei mdr Info: "Kartoffelbrei aus diesen Kartoffeln schmeckt kartoffliger" (danke Peter) Eines kann ich zusätzlich sagen: In Thüringen schmeckt die Bratwurst in jedem Fall bratwurstiger!
  • "Ich hab immer für die Clubberer gehalten." Für die Nichtfußballer unter uns: Der Zitierte war nicht etwa Torwart! Was genau genommen "Ich war immer für die Mannschaft Schienbein 04." oder "Ich favorisierte stets die Meniskus Kickers." oder "Ich bin für den (Sieg des) 1. FC Blutgrätsche." ausdrücken soll, wird von eingefleischten Fans mit "für … halten" ausgedrückt. Sollte also einer von euch erstmalig ins Stadion gehen und von einem beschalten Menschen "Für wen hälst'n?" gefragt werden, dann bitte nicht antworten: "Ich halte z.B. für Frauen die Tür auf."
    Interessant auch, dass Clubberer auch mit Doppel-b geschrieben werden kann, aber das Thema, warum es denn "DER Club" heißt, hatten wir ja bereits einmal.
  • Denglisch der Woche: "Ich muss über Tausend Links ummoven!" Man kann eben nicht immer First Mover sein.
  • Warum heißt es eigentlich "im Vorfeld", aber "im Nachgang"? Es gibt zwar auch einen Vorgang, aber kein Nachfeld.
  • Wie lautet eigentlich der Plural von: das Impressum? Der wird sicher sehr selten benutzt, weil man als Firma i.d.R. nur ein Impressum hat. Allerdings könnte schon nächste Woche ein eifriger Verbraucherschützer oder abmahnwütiger Rechtsanwalt (gern auch Business-Verhinderer genannt;-) auf die Idee kommen, dass ein Impressum längst nicht genug sei und man mehrere Impressen braucht.
  • Homonym der Woche: die Egge. Am bekanntesten dürfte die Egge als Ackergerät sein. Aber auch eine Gewebekante wird als Egge bezeichnet.
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30/2007

  • Aus aktuellen Anlass: Myanmar oder Birma/Burma? Früher hieß der Staat in Südostasien Birma oder Burma bis die derzeitige Militärregierung die Umbenennung auf Myanmar beschloss. Heute wird also oft noch immer Birma/Burma benutzt, um die Opposition gegen die Militärs auszudrücken. Allerdings liegen für die Einwohner selbst die Namen ihres Landes, je nachdem welcher Volksgruppe sie entstammen, nicht so weit auseinander. Was für uns sehr verschieden aussieht und klingt in der Landessprache ähnlich oder wird gemischt benutzt - die Übersetzung in unsere Sprache bringt den Unterschied, da es sich um die Überführung aus einem komplett anderen Alphabet ins lateinische handelt, spricht man hier von transkribieren (Nomen: die Transkription - Umschrift).
  • Die OTZ titelt: "Vorsorge-Untersuchung verbindlicher" und schreibt dann weiter: "Die Landesregierung will eine größere Verbindlichkeit…eine gesetzliche Verpflichtung sei allerdings aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht möglich." Wie jetzt? Ist es nun verbindlich oder nicht? Aber vermutlich sind verbindlich oder auch verbindlicher (größere Verbindlichkeit als verbindlich) noch nicht stark genug, um der Verfassungkonformität zu genügen. Wenn dies dann einmal der Fall ist, lautet die Formulierung so: "Vorsorge-Untersuchung nun verbindlichst"
  • Ein Comic-Zeichner lässt Käpt'n Blaubär "Das Naheliegendste" sagen. Der Superlativ von "naheliegend" ist allerdings "nächstliegend". Übrigens wird das jetzt alles wieder klein und zusammen geschrieben, nachdem die erste Fassung der Rechtschreibreformen bestimmt hatte, dass derartige Begriffe, deren erster Wortteil gesteigert werden kann (nahe-, näher-, nächst-) getrennt geschrieben werden sollen.
  • Die TA nach einem Spiel des FC Carl Zeiss Jena: "Auch Ziegner und Holzmann hatten bei Wehen nicht ihren besten Tag." Es handelte sich allerdings nicht um eine Geburt, sondern vielmehr um ein 1:5 verlorenes Fußballspiel.
  • Ein Dialog in der Bahn (die Authentizität ist zwar nicht belegt, aber der ist Klasse): Zugbegleiter: „Sind Sie zugestiegen?“ Fahrgast: „Nein, ich bin in diesem Abteil geboren!“ (danke Jörn)
  • Fußball-Bundestrainerin Silvia Neid: "Das Spiel von vor vier Wochen ist Schnee von gestern." - im Fußball gehen die Uhren eben schneller, besonders für unsere Frauen, die immer zu Null gewinnen.
  • "Persönliche Daten von eBay-Usern wurden im öffentlichen Forum veröffentlicht." (danke Herr Kauerhof) Was hätte man in einem öffentlichen Forum sonst auch machen sollen?
  • Bei GMX: "Frauen wollen glatte Männer - Keine Bartstoppeln im Gesicht" - wo hätte man die Bartstoppeln denn vermutet? Oder war es - man möge mir den chauvinistischen Seitenhieb verzeihen - eine Umfrage unter Blondinen;-)
  • Homonym der Woche: die Elster. Als Rabenvogel aber auch als Fluss bekannt. Es gibt sogar die Schwarze Elster und die Weiße Elster. Sind das nun allerdings zwei verschiedene Arten Vögel oder Flüsse?
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Mehr über: fußballer, hyperlativ
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29/2007

  • Heise.de vermeldet: "100-Dollar-Laptop kommt später und wird teurer" - über den Namen sollte man dann noch einmal nachdenken;-)
  • "Erst in der zweiten Halbzeit habe ich eine Mannschaft gesehen, die ich in der ersten Halbzeit nicht immer gesehen habe." sprach HSV-Trainer Huub Stevens. Da verwundert es, dass der Gegner (Eintracht Frankfurt) in dieser ersten Halbzeit, in welcher die Mannschaft des HSV teilweise unsichtbar war, nur ein Tor erzielt hat.
  • Der Tecchannel meldet "Fingerabdruckkontrollgerätüberprüfungsstelle" (danke Wolfram) Ein toller Begriff, oder? Es gilt nun zunächst eine Abkürzung zu finden, welche nur ausgewählte Insider verstehen, wie z.B. FAKGÜS. Aber, so meine Meinung als Freitagsdeutschthemenchefredakteur, eigentlich sollten derlei Wortungetüme in besser leserliche Häppchen aufgeteilt werden - das Auge liest bekanntlich mit.
  • "Das könnten wir halb public machen." - klar, aber das Wesentliche werden wir geheim halten.
  • "Einknicken" ist ein Wort, welches in letzter Zeit häufiger zu hören ist. "In dieser Frage knickte der Minister nun ein." Das Verb wird also genutzt, um nach einem Prozess an dessen Ende vermutlich häufiger ein Kompromiss steht, den jeweils Nachgebenden (beim Kompromiss i.d.R. beide oder mehr Parteien) in schlechtem Licht dastehen zu lassen. Diese Art der Formulierung wird gezielt journalistisch genutzt, um von einer Sache stets negativ zu berichten, zumindest was die handelnden Personen angeht. So wird dem Leser klar gemacht, dass der Eingeknickte keinen A… in der Hose hat, sich durchzusetzen und sich somit die Lage für die Allgemeinheit verschlechtert. Man muss bestimmt nicht alles schönreden, aber wenn man bei dieser Form der Konfliktbewältigung (Kompromiss) am Ende immer als Verlierer dargestellt wird, trägt das sicher nicht zu einem guten Klima bei der nächsten Verhandlung bei.
  • „Ich habe einen ganzen halben Manntag verkauft.“ (danke Daniel) Solch ein Spruch kann nur von Sales kommen und bestimmt war es die "größere Hälfte";-)
  • Der Spiegel meldet: "…seit Jahrtausenden gefrorene Sedimentschichten tauen mit dem Permafrostboten auf." (danke Markus) Ja, ließe man in diesem Wort "ermafr" weg, dann würde ein jedem bekannter Beruf daraus. Aber Postboten sind ja hoffentlich nur sehr selten eingefroren. Ansonsten könnte es sich bei einem Permafrostboten auch um einen Lieferanten handeln, der ständig vereiste Produkte bringt - der Bofrost-Mann mit seiner ach so melodischen Glocke am Auto also;-) Wenn der Götterbote bei den Griechen Hermes heißt, dann heißt der Permafrostbote in Sibirien bestimmt Iwan oder Oleg.
  • Homonym der Woche: die Aurora. Gerade hatten wir es ja mit Göttern - hier handelt es sich um die römische Göttin der Morgenröte und um eine Lichterscheinung der oberen Atmosphäre. Und dann gab es da noch den Panzerkreuzer, welcher mit einem Schuss den Sturm auf das Winterpalais…aber das wissen evtl. nur die "Ossis". Auf jeden Fall war es ein Platzpatronenschuss, aber es dauerte eine geraume Zeit, bis die Ära, welche der Schuss einleitete, auch "platzte".
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28/2007

  • "Die angenommene Schätzung der Plusaufwendungen kann noch nicht festgelegt werden." (danke an Herrn Kletschka) - was soll man zu dieser allgemein-konkreten Aussage noch hinzufügen?
  • "Das CCC wird sich sehr freuen (und auch eine Kundin die extra vor kurzem XXX deswegen 'physikalisch' aufgesucht bzw. besucht hat...)" Liebe Deutschthemen-Fans, ich hoffe, dass ihr nur sehr selten physikalisch von Kundinnen besucht werdet und wenn, dass dann die Chemie stimmt.
  • Der Kunde hat noch nicht gefeedbackt (danke Enrico) - wenn es "feedbacken" als Verb gibt, dann ist davon "gefeedbackt" das Partizip Perfekt. Doch Vorsicht: Man schreibe das besser nicht getrennt als "feed backen", sonst gibt's Probleme mit der Bäcker-Innung.
  • Denglisch der Woche: "Die haben den Pain…" (danke Uwe)
  • "Finaler Erstkontakt" (danke Steffen) - dazu fällt mir gleich der "finale Rettungsschuss" ein. Aber wenn ein Erstkontakt final ist, hat sich die Sache wohl erledigt.
  • Die TA titelt zu einem neu ins Kino kommenden Hollywood-Streifen "Letztes Ultimatum". Das verdient doch glatt den Titel Pleonasmus der Woche, weil Ultimatum  vom lateinischen "ultimus" abgeleitet ist, was bereits "der letzte" bedeutet. Sicher wurde der Artikel vom "ersten Primus" geschrieben.
  • Kindermund der Woche: "Ein Skelett, das sind die Knochen, die bei dir übrig sind, Papa – nur zusammengesetzt." - mein Sohn Tom (5). Ich musste energisch widersprechen, weil ich keine Knochen übrig habe!
  • Auf eine interessante Rubrik machte mich die Leserin Frau Peikert aufmerksam (danke dafür). Es geht um die unterschiedliche Schreibweise hinsichtlich der Groß- und Kleinschreibung und der damit verbundenen Sinnveränderung. Sie schickte auch gleich einige Beispiele mit:
    • Er hat liebe Genossen. / Er hat Liebe genossen.
    • Der Gegangene floh. / Der gefangene Floh.
    • die Spinnen / Die spinnen
    • Helft den armen Vögeln. / Helft den ..... (bitte selbst komplettieren;-)
    • sich brüsten und Anderem zuwenden / sich Brüsten und Anderem zuwenden
      Mir sind auch noch ein paar eingefallen:
    • Ich liebe dich ungeheuer. / Ich liebe dich Ungeheuer.
    • Ich möchte mehr Wasser. / Ich möchte Meerwasser.
    • Wer weiß mehr?
  • "Militärkaserne" las ich in dieser Woche. Auch hier ist eine gewisse Redundanz zu finden, weil Kaserne selbst bereits als militärische Gebäudeanlage mit dem Begriff Militär verbunden ist.
  • Gemein, aber immer wieder lustig: Übersetzungsprogramme. MS hat einen Dienst gestartet (http://translator.live.com/Default.aspx) und wenn man dort "ePages 5 ist ein tolles Programm, um E-Commerce zu machen." ins Englische übersetzen lässt, so kommt "ePages 5 is a mad program, in order to make E-Commerce." heraus. Und jetzt wieder zurück ins Deutsche: "ePages 5 ist ein MAD Programm, um E-Commerce." Und nun steht der Wettbewerb bevor, was denn wohl "MAD" bedeuten mag;-)
  • Auch die Deutsche Bahn spricht ihre Kunden per Newsletter personalisiert an: "Sehr geehrte 0 Rieß," Für die Bahn bin ich also eine Null - das hab ich diese Woche an Aufmunterung noch gebraucht!
  • Homonym der Woche: der Bock. Das männliche Exemplar mancher Tiere heißt so und auch in der Werkstatt kann man ihn z.B. als Sägebock finden. Dann gibt es noch "keinen Bock haben" und nach den IT-Turbulenzen von dieser Woche kann ich sagen: "Ich hab keinen Bock, dass so bald wieder ein neuer Exchange-Server in Betrieb genommen wird!"
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27/2007

Anscheinend habe ich diese Woche besonders gut zugehört bzw. gelesen - Pardon, dass es so viel ist...

 

  • "Produktbroschüre ePages 5 Merchant mit eingelegtem Einleger" (danke Andreas) Ja, ja - die Marketingabteilung, alles hochgestapelte Hochst….
  • Die SPD schlägt die "Freiwillige Wehrpflicht" vor. Sogar die BLÖD-Zeitung hat dieses Paradoxon bemerkt. Allerdings soll man jetzt mal nicht so über die Volkspartei herziehen. Selbst die hehre Wissenschaft leistet sich Begriffe wie "Wahlpflichtfach" oder "wahlobligatorisch" (z.B. http://www.uni-jena.de/Glossar_W-skin-print.html). Wir werden das in der nächsten ePages-Version dergestalt berücksichtigen, dass es Vielleicht-Mussfelder für Formulare gibt.
  • Beitrag aus dem Heise-Forum unter dem Titel "Hoschulverband kritisiert Abbau von Professorenstellen" und weiter "An deutschen Universitäten wurden in den vergangenen 10 Jahren nicht nur bei den Geisteswissenschaften, sondern bei…Ingieneurwissenschaften" - wobei sich der Abbau bei den Geisteswissenschaften, insbesondere Germanisten, bereits stark bemerkbar macht.
  • Ein Kommentar bei Heise.de "Microsoft zeigt mal wieder wo der Hammer läuft!" Heißt es nicht "..wo der Hase hängt"? ;-)
  • Kindermund, beim Fußballspiel mit meinem großen Sohn (8): "Papa, der Ball war mit Buffet geschossen!"
  • Wolf-Dieter Poschmann: "Eine kleine Momentaufnahme" Können Momente auch lang sein? Ich kann mich an die Aussage meines italienischen Freundes Stefano erinnern, der beschrieb, was ein Augenblick sei: Es ist die Zeit, die vergeht, vom Schalten der Ampel auf grün bis der erste Autofahrer in Italien hupt. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass sich diese Zeitspanne in einem Bereich befindet, der unter allen Antwortzeiten einer mir bekannten Shopapplikation liegt. In die gleiche Kategorie fallen "Bin in einer kleinen Minute da." oder auch "Er war lange Jahre krank." Ich bin mir selbstverständlich der Tatsache bewusst, dass es Schaltjahre gibt. Aber kann man dann wirklich von einem "langen Jahr" sprechen, nur weil das Schaltjahr 0,27% länger ist? Oder war gemeint, dass der Betreffende immer nur in Schaltjahren erkrankt war?
  • Vertipper der Woche (aus einem mir sehr gut bekannten Bugtracker): "Um dem Hunden aus dem genannten Case schnell helfen zu können..." - es seien jedoch alle versichert: Niemand bei ePages spricht über Kunden von Hunden.
  • Gelesen bei Heise.de: "Sollten die Zuwanderungsbeschränkungen, die weitaus weniger streng als etwa in Deutschland sind, nicht gelockert werden und mehr gut ausgebildete Immigranten Arbeitsgenehmigungen erhalten, könne dies zu einem rückläufigen 'Brain Drain', also zu einer Abwanderung führen, die der amerikanischen Wirtschaft mit ihrer Angewiesenheit auf innovative wissenschaftliche und technische Entwicklungen erheblichen Schaden zufügen würde." Abgesehen davon, dass der Satz doch recht lang ist - Angewiesenheit ist eine Substantivierung von "angewiesen sein", die es nicht gibt. "Abhängigkeit" hätte es doch auch getan.
  • Aufdruck auf einer Eintrittskarte: "DomStufen-Festspiele Tribüne links-Seite" Nicht nur die um sich greifende Unsitte, mitten im Wort wieder zur Großschreibung zu wechseln, ist zu bemängeln. "Tribüne links-Seite"? Nicht besser "links, Seite" oder "linke Seite" oder "linksseitig"? In unserem Handbuch könnte also demnächst stehen: "Klicken Sie dazu mittig-Schaltfläche."
  • "Selbst durch einen schnellen Sprint kam ich zu spät zum Telefon" - bisher war ich davon ausgegangen, dass ein Sprint immer schnell sei. Daher wird das zum Pleonasmus der Woche erklärt.
  • Aus einer Fehlerbeschreibung: "Wenn man ein Produkt mit Variationen vercrossellt, kann man beim Klick auf das Produktbild dieses nicht kaufen" - es ist aber auch ein Kreuz mit dem Cross Selling. Wikipedia sagt übrigens "Kreuzverkauf" oder "Querverkauf" dazu (http://de.wikipedia.org/wiki/Cross-Selling) - es geht einfach kreuz und quer.
  • Denglisch der Woche (aus einer Ausschreibung): "Wie stellen Sie sicher, dass zeitkritische Prozesse…real time nah ausgeführt werden können?"
  • Und noch ein Denglischer: "Die letzten Änderungen habe ich gestern bei der Agentur eingebrieft."
  • Homonyme der Woche: die Erika und die Heide. Beides sind weibliche Vornamen. Darüber hinaus auch ein Heidekrautgewächs (Erika) und ein Landschaftstyp (Heide). Die Heide geht in der Heide spazieren - da trifft sie die Erika, die sammelt Erika.
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