
Deutschthemen zum Freitag - Das Blog
Ja, Sie lesen richtig: das Blog. Da es sich um das Internet-Tagebuch handelt, ist Blog von sächlichem Genus. Aber das nur als Erklärung für die Überschrift.
Wenn Sie das Blog als RSS abonnieren möchten: Nutzen Sie das Symbol rechts oben. Kommentare zu den einzelnen Themen sind jederzeit willkommen. Melden Sie sich bitte an.
Gern dürfen die Beiträge zitiert werden - über eine entsprechende Quellenangabe mit Link freue ich mich.
Die bisherigen Ausgaben stehen jeweils als zusammengefasster Beitrag zur Verfügung. Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen.
| 651 - 660 von 681 Ergebnissen |
|
28/2007
- "Die angenommene Schätzung der Plusaufwendungen kann noch nicht festgelegt werden." (danke an Herrn Kletschka) - was soll man zu dieser allgemein-konkreten Aussage noch hinzufügen?
- "Das CCC wird sich sehr freuen (und auch eine Kundin die extra vor kurzem XXX deswegen 'physikalisch' aufgesucht bzw. besucht hat...)" Liebe Deutschthemen-Fans, ich hoffe, dass ihr nur sehr selten physikalisch von Kundinnen besucht werdet und wenn, dass dann die Chemie stimmt.
- Der Kunde hat noch nicht gefeedbackt (danke Enrico) - wenn es "feedbacken" als Verb gibt, dann ist davon "gefeedbackt" das Partizip Perfekt. Doch Vorsicht: Man schreibe das besser nicht getrennt als "feed backen", sonst gibt's Probleme mit der Bäcker-Innung.
- Denglisch der Woche: "Die haben den Pain…" (danke Uwe)
- "Finaler Erstkontakt" (danke Steffen) - dazu fällt mir gleich der "finale Rettungsschuss" ein. Aber wenn ein Erstkontakt final ist, hat sich die Sache wohl erledigt.
- Die TA titelt zu einem neu ins Kino kommenden Hollywood-Streifen "Letztes Ultimatum". Das verdient doch glatt den Titel Pleonasmus der Woche, weil Ultimatum vom lateinischen "ultimus" abgeleitet ist, was bereits "der letzte" bedeutet. Sicher wurde der Artikel vom "ersten Primus" geschrieben.
- Kindermund der Woche: "Ein Skelett, das sind die Knochen, die bei dir übrig sind, Papa – nur zusammengesetzt." - mein Sohn Tom (5). Ich musste energisch widersprechen, weil ich keine Knochen übrig habe!
- Auf
eine interessante Rubrik machte mich die Leserin Frau Peikert aufmerksam (danke
dafür). Es geht um die unterschiedliche Schreibweise hinsichtlich der Groß- und
Kleinschreibung und der damit verbundenen Sinnveränderung. Sie schickte auch
gleich einige Beispiele mit:
- Er hat liebe Genossen. / Er hat Liebe genossen.
- Der Gegangene floh. / Der gefangene Floh.
- die Spinnen / Die spinnen
- Helft den armen Vögeln. / Helft den ..... (bitte selbst komplettieren;-)
- sich
brüsten und Anderem zuwenden / sich Brüsten und Anderem zuwenden
Mir sind auch noch ein paar eingefallen: - Ich liebe dich ungeheuer. / Ich liebe dich Ungeheuer.
- Ich möchte mehr Wasser. / Ich möchte Meerwasser.
- Wer weiß mehr?
- "Militärkaserne" las ich in dieser Woche. Auch hier ist eine gewisse Redundanz zu finden, weil Kaserne selbst bereits als militärische Gebäudeanlage mit dem Begriff Militär verbunden ist.
- Gemein, aber immer wieder lustig: Übersetzungsprogramme. MS hat einen Dienst gestartet (http://translator.live.com/Default.aspx) und wenn man dort "ePages 5 ist ein tolles Programm, um E-Commerce zu machen." ins Englische übersetzen lässt, so kommt "ePages 5 is a mad program, in order to make E-Commerce." heraus. Und jetzt wieder zurück ins Deutsche: "ePages 5 ist ein MAD Programm, um E-Commerce." Und nun steht der Wettbewerb bevor, was denn wohl "MAD" bedeuten mag;-)
- Auch die Deutsche Bahn spricht ihre Kunden per Newsletter personalisiert an: "Sehr geehrte 0 Rieß," Für die Bahn bin ich also eine Null - das hab ich diese Woche an Aufmunterung noch gebraucht!
- Homonym der Woche: der Bock. Das männliche Exemplar mancher Tiere heißt so und auch in der Werkstatt kann man ihn z.B. als Sägebock finden. Dann gibt es noch "keinen Bock haben" und nach den IT-Turbulenzen von dieser Woche kann ich sagen: "Ich hab keinen Bock, dass so bald wieder ein neuer Exchange-Server in Betrieb genommen wird!"
27/2007
Anscheinend habe ich diese Woche besonders gut zugehört bzw. gelesen - Pardon, dass es so viel ist...
- "Produktbroschüre ePages 5 Merchant mit eingelegtem Einleger" (danke Andreas) Ja, ja - die Marketingabteilung, alles hochgestapelte Hochst….
- Die SPD schlägt die "Freiwillige Wehrpflicht" vor. Sogar die BLÖD-Zeitung hat dieses Paradoxon bemerkt. Allerdings soll man jetzt mal nicht so über die Volkspartei herziehen. Selbst die hehre Wissenschaft leistet sich Begriffe wie "Wahlpflichtfach" oder "wahlobligatorisch" (z.B. http://www.uni-jena.de/Glossar_W-skin-print.html). Wir werden das in der nächsten ePages-Version dergestalt berücksichtigen, dass es Vielleicht-Mussfelder für Formulare gibt.
- Beitrag aus dem Heise-Forum unter dem Titel "Hoschulverband kritisiert Abbau von Professorenstellen" und weiter "An deutschen Universitäten wurden in den vergangenen 10 Jahren nicht nur bei den Geisteswissenschaften, sondern bei…Ingieneurwissenschaften" - wobei sich der Abbau bei den Geisteswissenschaften, insbesondere Germanisten, bereits stark bemerkbar macht.
- Ein Kommentar bei Heise.de "Microsoft zeigt mal wieder wo der Hammer läuft!" Heißt es nicht "..wo der Hase hängt"? ;-)
- Kindermund, beim Fußballspiel mit meinem großen Sohn (8): "Papa, der Ball war mit Buffet geschossen!"
- Wolf-Dieter Poschmann: "Eine kleine Momentaufnahme" Können Momente auch lang sein? Ich kann mich an die Aussage meines italienischen Freundes Stefano erinnern, der beschrieb, was ein Augenblick sei: Es ist die Zeit, die vergeht, vom Schalten der Ampel auf grün bis der erste Autofahrer in Italien hupt. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass sich diese Zeitspanne in einem Bereich befindet, der unter allen Antwortzeiten einer mir bekannten Shopapplikation liegt. In die gleiche Kategorie fallen "Bin in einer kleinen Minute da." oder auch "Er war lange Jahre krank." Ich bin mir selbstverständlich der Tatsache bewusst, dass es Schaltjahre gibt. Aber kann man dann wirklich von einem "langen Jahr" sprechen, nur weil das Schaltjahr 0,27% länger ist? Oder war gemeint, dass der Betreffende immer nur in Schaltjahren erkrankt war?
- Vertipper der Woche (aus einem mir sehr gut bekannten Bugtracker): "Um dem Hunden aus dem genannten Case schnell helfen zu können..." - es seien jedoch alle versichert: Niemand bei ePages spricht über Kunden von Hunden.
- Gelesen bei Heise.de: "Sollten die Zuwanderungsbeschränkungen, die weitaus weniger streng als etwa in Deutschland sind, nicht gelockert werden und mehr gut ausgebildete Immigranten Arbeitsgenehmigungen erhalten, könne dies zu einem rückläufigen 'Brain Drain', also zu einer Abwanderung führen, die der amerikanischen Wirtschaft mit ihrer Angewiesenheit auf innovative wissenschaftliche und technische Entwicklungen erheblichen Schaden zufügen würde." Abgesehen davon, dass der Satz doch recht lang ist - Angewiesenheit ist eine Substantivierung von "angewiesen sein", die es nicht gibt. "Abhängigkeit" hätte es doch auch getan.
- Aufdruck auf einer Eintrittskarte: "DomStufen-Festspiele Tribüne links-Seite" Nicht nur die um sich greifende Unsitte, mitten im Wort wieder zur Großschreibung zu wechseln, ist zu bemängeln. "Tribüne links-Seite"? Nicht besser "links, Seite" oder "linke Seite" oder "linksseitig"? In unserem Handbuch könnte also demnächst stehen: "Klicken Sie dazu mittig-Schaltfläche."
- "Selbst durch einen schnellen Sprint kam ich zu spät zum Telefon" - bisher war ich davon ausgegangen, dass ein Sprint immer schnell sei. Daher wird das zum Pleonasmus der Woche erklärt.
- Aus einer Fehlerbeschreibung: "Wenn man ein Produkt mit Variationen vercrossellt, kann man beim Klick auf das Produktbild dieses nicht kaufen" - es ist aber auch ein Kreuz mit dem Cross Selling. Wikipedia sagt übrigens "Kreuzverkauf" oder "Querverkauf" dazu (http://de.wikipedia.org/wiki/Cross-Selling) - es geht einfach kreuz und quer.
- Denglisch der Woche (aus einer Ausschreibung): "Wie stellen Sie sicher, dass zeitkritische Prozesse…real time nah ausgeführt werden können?"
- Und noch ein Denglischer: "Die letzten Änderungen habe ich gestern bei der Agentur eingebrieft."
- Homonyme der Woche: die Erika und die Heide. Beides sind weibliche Vornamen. Darüber hinaus auch ein Heidekrautgewächs (Erika) und ein Landschaftstyp (Heide). Die Heide geht in der Heide spazieren - da trifft sie die Erika, die sammelt Erika.
26/2007
- Ein hektischer Redakteur bei heise.de: "Bundestantschüzer beklagt immer stärkere Einschränkung der Privatsphäre" oder kennt jemand schü(t)zenswerte Bundestanten? Oder wird der Tand (wertloses Zeug) des Bundes geschützt? Auf jeden Fall war es einfach noch zu früh für den ersten Beitrag.
- "Wir haben einen vielleicht-zukünftigen Partner." Lieber Vertrieb, wir zahlen vielleicht-zukünftig auch weiter dein Gehalt;-)
- Denglisch der Woche: „Warum ist denn hier fuckingerweise niemand erreichbar?“ (danke Daniel) - ohne Worte
- In die gleiche Kategorie fallen "ergoogeln" und "eryahooen" (gelesen bei Heise.de) - weitere Vorschläge in dieser Manier wären: "Ich habe eine coole Szene verYouTubed." und "Hast du Bilder der gestrigen Party schon verFlickrt?"
- Hyperlative der Woche: "minimalst klein" spricht der Vertrieb, wenn er dem Kunden die Kosten erläutert, der Gewinn des Kunden wäre damit im Analogieschluss als "maximalst groß" zu bezeichnen.
- Interview in der TA mit Frau Prof. Dr. Angelika Menne-Haritz, Vizepräsidentin des Bundesarchivs: "Oder wir stellen Findmittel im Internet bereit, mit denen dann jeder recherchieren kann." Findmittel - da schlägt das Herz des Beamten höher, oder? Wenn man also mit dem Standard-Findmittel eines ePages-Shops aufgrund legasthenischer Anfälle nichts findet, dann hilft bestimmt die Lösung unseres Partners Omikron weiter.
- Gelesen in der IWB 15/07: "Anlass-Kleidung" Muss man die immer anlassen? Daher kommen Werbesprüche wie "Diese Hose können Sie Ihr Leben lang tragen." Ich rate allerdings nicht dazu. Ohnehin ist in bestimmten Situationen ausziehen viel besser als anlassen;-)
- Homonym der Woche: Heute als Nachtrag zu letzter Woche (der Zug). Selbstverständlich bitte ich um Entschuldigung, dass ich die Schachspieler vergaß. Auch die Karnevalsfans haben sich evtl. vernachlässigt gefühlt und den "Rosenmontags(um)zug" vermisst. Innerhalb dessen könnte es dann noch den Spielmannszug geben. (Dank Wolfram und Heiko)
25/2007
- Es gibt ihn, den halben User: "37,5 dieser User-Generation nutzt die Webdienste häufig, um sich von Kaufempfehlungen inspirieren zu lassen." (aus einer Studie der IWB).
- Zum
Apostroph gibt's ja bereits eine Menge Literatur (u.a.: http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,283781,00.html).
Diese Woche las ich wieder "in's". Überall, wo "das" zu
einem bloßen "s" verkürzt wird, wird kein Apostroph verwendet, z.B.
"ans Meer fahr ich gern" (auch hinter "fahr",
eigentlich "fahre", steht kein Apostroph) oder "das Feature geht
ums Verrecken nicht".
Und: der Apostroph ist männlich (vermutlich gibt's deswegen so viele Probleme damit;-) - Es gibt übrigens noch eine andere Form der Verkürzung, bei der ein Apostroph verwendet wird, z.B. "Diese Software hat nicht das ew'ge Leben." Die Auslassung des "i" in "ew'ge" findet man vor allem bei Gedichten und Liedern, um das Versmaß einzuhalten. Diese Auslassung eines unbetonten Vokals nennt man Synkope. Synkopen gibt es auch auf anderen Gebieten, z.B. in der Musik und beim Tanzen. Eine Figur beim Cha Cha Cha heißt synkopierter New Yorker, weil statt eines vollen Taktes lediglich eine kurze Und-Zeit zur Verfügung steht (und damit ein recht schneller Schritt ausgeführt wird).
- "ich würde...zu etwas Geheimerem ändern" - auch geheim lässt sich demnach steigern: geheim --> streng geheim --> bitte vor dem Lesen verbrennen!
- "überhalb" - als Gegenteil zu "unterhalb"? Bei ePages geht's zwar manchmal drunter und drüber, aber zumeist sind wir obenauf;-)
- Auf mdr-Info sprach ein Minister über die verspätete Zuteilung von Fördergeldern für 2007. Diese werde aber nun "im 4 Quartal bis zum Jahreswechsel" erfolgen. Ich dachte immer, der Jahreswechsel würde ohnehin im 4. Quartal liegen. Also typisches Politikerdeutsch, Sätze mit redundanten Informationen zu verlängern oder von der Tapete bis zur Wand gedacht;-)
- Homonym der Woche: der Zug. Man kann sich im Zug, den Zug der Vögel bei geöffnetem Fenster beobachtend, den Zug holen, besonders wenn man nach Zug (Schweiz) fährt. (Dank an Michael Lenk)
24/2007
- "Wir werden das jetzt nicht final zu Ende diskutieren." (danke Daniel) Aber dafür haben wir die Diskussion angestartet;-)
- Weniger grammatikalisch, aber dafür inhaltlich daneben, lag Deutschlands Super-Boxerin Regina Halmich, als es um die Frage nach der Gegnerin für ihren letzten Kampf ging: "Eine Bohne, sprich: Fallobst, möchte ich aber nicht." Die Bohne als Hülsenfrucht ist freilich ein Gemüse und u.a. für seine Wirkungen beim Verdauungsprozess bekannt! Dem trägt Frau Halmich im weiteren Interview Rechnung: "Ich werde die richtige Vorbereitung treffen, damit das nicht in die Hose geht." Vor allem im Interesse der Zuschauer in der ersten Reihe hoffen wir das auch!
- Denglisch der Woche: "Das Repair-Center der Medion Service-GmbH soll geschlossen werden." vermeldet Heise.de. Einmal davon abgesehen, dass der Bindestrich zwischen Service und GmbH in diesem Fall überflüssig ist - ein Repair-Center. Hoffen wir mal, dass mit Repair nicht die auch vorhandene Bedeutung "Flickarbeit" gemeint ist. Aber Die Bahn hat ja auch Service Points.
- Bei Spiegel.de gab es die Überschrift: "Jan Ullrich-Prozess" (danke Daniel) - sieht so aus, als hätte Jan - bei der diesjährigen Tour de France als einer der wenigen nicht durch Doping aufgefallen - geheiratet. Seine Frau heißt Prozess. Für den Doppelnamen hat er sich vermutlich entschieden, weil ihn Dr. Fuentes sonst nicht mehr erkennen würde. (Richtig wäre gewesen: "Jan-Ullrich-Prozess" oder "Jan Ullrichs Prozess".)
- Homonym der Woche: der Bug. Bekannt natürlich als vorderer Teil eines Schiffes, aber auch als Fluss mit der Quelle in der Ukraine und Mündung in die Weichsel (Polen). Das ist der Westliche Bug. Es gibt noch einen Südlichen Bug, welcher ins Schwarze Meer fließt. Da beide Flüsse schiffbar sind, kann man also den Bug im Bug haben. An die IT-Mitmenschen: Die Bedeutung "der Bug" im Sinne von Fehlern in einer Software ist mir ebenfalls nur zu gut bekannt;-)
23/2007
- Auch wenn sich unter uns nicht so viele Fans der neuen Rechtschreibung befinden, möchte ich mich hier einmal dem "eProblem" widmen. Alle Abkürzungen für "Electronic-" werden nämlich mit einem großen "E-" geschrieben. Also z.B. E-Mail, E-Commerce etc. Nicht so gut: eMail oder e-Mail oder Email! Vorsicht allerdings: Email (Glassfluss, Emaille), e-Moll, E-Musik für ernste Musik - bedeutet in diesem Fall also nicht Electronic-, genauso wie die E-Schicht (eine Schicht der Ionosphäre).
- MDR-Kultur: "Ein Film aus dem ganz normalen Alltag." (danke Heiko)
- Im Heise-Forum: "Während die Wikipedia-Gemeinde ihre Seiten über Fehler in der Enzyclopaedia Britannica pflegt, fährt der ehemalige Wikipedia-Chefredakteur Larry Sanger eine neue Attacke auf den Dilletantismus der freien Online-Enzyklopädie." Küchenkräuter wie Petersilie, Basilikum oder eben auch Dill sind zwar gerade jetzt im Sommer in der Salathochsaison sehr beliebt, aber dass Dilettantismus deswegen als Dilletantismus bezeichnet wird, kann nicht hingenommen werden.
- Eine große Belustigung war die haarsträubende Übersetzung in einer Spam-E-Mail dieser Woche: "Sie wollen, der Ihres Gurke GROSS & STARK geworden ist, als ein STEIN? Sie möchten sich an eine jungen Jahre... erinnern Die beste Qualität! 100% Wirkung! Anfangen von 30$! VERSUCHEN Sie JETZT! Visum Hat Online Laden Beglaubigt. Weltweite Lieferung. 100% vertraulich. BestPharmSpecial . COM Tippen Sie Browser (ohne Plätze) Presse Einträgt ein. Mit den Besten Beachtungen" Also ich hab nichts bestellt, weil ich keine steinharten Gurken essen möchte, die auch noch ein Visum benötigen;-)
- Es ist erstaunlich wie sehr der regelmäßige Bahnfahrer abstumpft. Erst gestern fiel mir folgende Durchsage im Zug auf: "Nächster Halt: Erfurt Hbf. Zu Ihren Anschlusszügen beachten Sie bitte die örtlichen Lautsprecherdurchsagen am Bahnsteig." Kann es etwa außerörtliche Lautsprecherdurchsagen am Bahnsteig geben?
- Denglisch der Woche: "raus deleten" als gleichzeitiger Pleonasmus, das Gegenteil wäre dann "rein inserten" (danke Martin)
- "Ganz" ist ein im Deutschen mit Vielfalt einsetzbares und darum gefährliches Wort. Einerseits vermutet man unter "ganz" die Gänze, in vollkommenem Umfang sozusagen. Allerdings ist die stöhnende Bemerkung "Ich musste die ganzen Briefe verteilen." nicht ganz korrekt, weil es eigentlich um "alle Briefe" geht. Es sei denn, es besteht die Möglichkeit, "die halben Briefe" zu verteilen. Andererseits kann "ganz" komischerweise eine Behauptung abschwächen. Fragt man "Wie geht's dir?" und bekommt "Ganz gut." zur Antwort, dann besteht schon ein Unterschied zu "Gut!" oder "Sehr gut." Dieses "ganz gut" meint also in diesem Fall ganz und gar nicht "vollkommen gut". Also Vorsicht bei der Beschreibung von Gefühlszuständen oder zählbarer Dinge. Bei Zeitangaben hingegen passt "ganz" besser: eine ganze Stunde, den ganzen Tag über, ein ganzes Jahr lang.
- "Ich würde vorschlagen…" - ja, dann mach's doch! Eine eigenartige, aber sehr oft zu hörende Formulierung. Auf "Ich würde vorschlagen" folgt i.d.R. immer der Vorschlag. Warum also das konjunktivische "würde" dazwischen. Wir Deutschen sind doch für unsere Direktheit bekannt oder warum trauen sich die meisten nicht "Ich schlage vor…" zu sagen?
- Meldung bei Heise.de: "Unsere Software kann besser mit Linux konkurrieren, wenn es Piraterie gibt, als wenn es keine gebe." übersetzt man dort Bill Gates. Leider wurde die falsche Konjunktivform (Konjunktiv I) verwendet, es muss natürlich "…als wenn es keine gäbe." heißen (Konjunktiv II), weil es sich um eine hypothetische Aussage handelt.
- Eine Kolumne in der TA: "Was wiegt höher?" – ohne Worte.
- Homonym der Woche: der Eskimo. Nicht nur ein arktischer Ureinwohner (Inuit), sondern auch ein Wollstoff. Ob allerdings die Eskimos Eskimo tragen, ist mir nicht bekannt.
22/2007
- Versprecher der Woche in den Sportnachrichten bei MDR Info: "Wir kommen jetzt zum Slalu-Kanon."
- Aus dem Heise-Froum: "2010 will Neckermann einen Gesamtumsatz von 1,6 Milliarden Euro und ein positives dreistelliges Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichen." - ob damit wohl der Bereich zwischen 100,00 und 999,99 € gemeint ist?
- "Die Abteilung XY ist wieder vollständig." (einige MA waren krank) Genau genommen ist die Abteilung wieder vollzählig, wenn die MA glücklicherweise wieder gesund sind. Vollständig wäre sie (die Abteilung), wenn bspw. eine Ausstattung nach erfolgreicher Reparatur wieder zur Verfügung stünde. Möchte man also mit einer Gruppe zum Wandern mit anschließendem Picknick aufbrechen, so sollte die Gruppe vollzählig (alle Personen sollen da sein) und vollständig (d.h. mit entsprechender Ausrüstung für Wanderung und Verpflegung) am Ausgangspunkt sein.
- Antenne Thüringen: "SPD und Opposition kritisieren Schäubles Terrorpläne." (danke Markus) Das war wohl ein Freud'scher Versprecher. Aber so langsam kann man den Eindruck gewinnen, dass unser Bundesinnenminister einen persönlichen Feldzug führt und daher den Pfad des Anti-Terrorkampfes verlässt.
- "Unser Mittelfeld ist voller geworden." spricht der Spieler Schulz aus Bremen (danke Steffen) Haben die Spieler im Urlaub zugenommen? Es gibt ja auch häufig den Spruch "Die Mannschaft/Abwehr muss kompakter stehen." Bedeutet das, dass sich alle Spieler im Fünfmeterraum versammeln sollen? Na Hauptsache, es wird keiner "von hinten gedeckt".
- Noch einmal Sport und diesmal Leichtathletik. Tim Lobinger äußerte sich zum Thema Doping in seiner Sportart, sie sei "…in den vergangenen zehn Jahren weltweit cleaner geworden." Das erhält gleichermaßen den Titel "Denglisch der Woche" und "Hyperlativ der Woche" Es geht also sauberer als sauber? Immerhin erklärt uns ja die Waschmittelwerbung, dass das Pulver, welches sie uns gestern noch als "wäscht weißer als weiß" anpriesen, heute bereits wieder graue Hemden mit Soßenflecken zurück lässt und nur das super-tolle neue Streu mit den dreieckigen Perlen wieder alles gut macht.
- Ins gleiche hyperlative Horn stößt Heise: "Die Lizenz ist umfassender geworden…" (http://www.heise.de/newsticker/meldung/92902)
- Eine neuerliche "runde Kugel" gelesen in einem Kommentar bei Heise.de: "...ist eins mit Sicherheit sicher..." Evtl. könnte man "mit Sicherheit unsicher" durchgehen lassen, aber "mit Sicherheit sicher"?
- Die iX 8/07 berichtet über einen Entwicklerwettstreit: "…jedes Team…brachte seine eigene IT-Hardware mit: Rechner, Monitore, Drucker, Kaffeemaschine..." - und weil für den Wettbewerb insgesamt 30 Stunden zur Verfügung standen, wurde der Kaffee von der Maschine intravenös in die Entwickler gepumpt;-) Der Artikel hält aber noch ein weiteres (sprachliches) Glanzlicht bereit: "Team 3…gab die vollständigste Lösung insgesamt ab..." Die Lösung des Teams 3 war demnach vollständiger als vollständig!
- Ein Wort, welches ich immer wieder falsch geschrieben sehe, ist Standart - wobei natürlich Standard gemeint ist. Die Rechtschreibprüfung von Textprogrammen scheitert hier, weil Standart als Stand-Art (also der Art zu stehen) theoretisch möglich wäre. Standard kommt aus dem Englischen (weshalb der Plural auch die Standards sind) und wird dort genauso geschrieben. Warum im Deutschen viele hinten statt des "d" ein "t" nehmen, liegt an der sogenannten Auslautverhärtung. Gesprochen wird das hintere "d" in Standard fast wie ein "t". Genauso wie in Hund oder rund. Es gibt freilich noch die Standarte, was eine kleine, viereckige Fahne oder die Flagge von Fürsten und Staatsoberhäuptern oder in der Jägersprache der Schwanz des Wolfes oder Fuchses sein kann. Und damit haben wir auch gleich das:
- Homonym der Woche: die Standarte. Aus der obigen Erklärung wissen wir jetzt auch, warum Mantafahrer einen Fuchsschwanz an der Antenne haben. Sie sehen das als Standarte und fühlten sich als "Fürst Manta" ;-)
21/2007
- Entwicklerdeutsch: "Die Rolle wird durchgeerbt." - keiner der Entwickler zuckte auch nur mit der Wimper;-)
- Die
TA vom 9.7. vermeldet: "Umso erfreulicher, dass das 100-km-Rennen scheinbar
ohne die gewohnten Irrungen und Wirrungen passierte." Der leidige Kampf,
dass es einen Unterschied zwischen anscheinend und scheinbar gibt, ist offenbar
verloren. Wenn das Rennen nur scheinbar ohne Irrungen verlief (was als Verb
hier auf jeden Fall besser ist als "passierte"), so traten in Wirklichkeit
also doch welche auf. Warum ist dies dann aber "umso erfreulicher"?
Auch die c't 15/2007 meint: "AllofMP3 gibt scheinbar auf" -
ja, geben sie nun auf oder nicht? Aus scheinbar würde man grammatikalisch
schlussfolgern, dass es eben nur so scheint.
Hier noch einmal die korrekte Bedeutung:
Er ist scheinbar der Täter (in Wirklichkeit aber nicht).
Er ist anscheinend der Täter (er ist es tatsächlich).
Und jetzt die Preisfrage: Gehört ePages nun anscheinend oder scheinbar zu den besten Herstellern von E-Commerce-Software? - Denglisch der Woche: "... wenn man in die TOC (Terms and Conditions) einen zu langen Text über den WYSIWYG-Editor einpastet ..." (danke Karsten)
- Eine Wort-Erfindung in Bezug auf die durch Herrn Schäuble immerfort in Gang gehaltene Sicherheitsdebatte: "Gefährder". So oft, wie unser Bundesinnenminister dies in den letzten Tagen gebraucht hat, wird es bestimmt auch bald im Duden auftauchen, was derzeit jedoch noch nicht der Fall ist.
- Diese Woche am S-Bahnsteig in HH gehört: "Morgenpost-Nachtausgabe". Das erinnert mich immer an "Der weiße Riese - kompakt". Es ist sicher schwer fürs Marketing, denn wie soll man den Leuten einen großen Zwerg an einer geraden Kurve verkaufen? So etwas heißt Oxymoron (also der schwarze Schimmel) - da entfährt mir ein stummer Schrei. In der Geschäftswelt könnte man noch von einer "exakten Schätzung des vorläufigen Endergebnisses" hören.
- "Die einheilige Meinung dazu ist, …" - also man könnte eine scheinheilige Meinung haben oder aber es gibt die einhellige Meinung, was soviel wie einstimmig oder einmütig bedeutet.
- Homonym der Woche: der Bauer. Entweder ein Landwirt oder ein Vogelkäfig. Sitzt der Bauer aber im Bauer so ist es eher kein Bauer mehr, sondern schon eine Voliere.
20/2007
- Folgende Übertreibungen waren unlängst zu hören: "Hauptfazit" und "gemeinsame Schnittmenge" (danke Peter) - dem ist nichts hinzuzufügen.
- Phising-E-Mail: "Sollten Sie diese Kameras nicht gekauft haben, so käme es angeblich ein Fehler vor." - dafür braucht man keinen Phishing-Filter! Dass ein solch haarsträubender Text kaum von einem realen Shop kommen kann, merkt man auch so.
- Sportmeldung der TA: "Die dritten Herren von Blau-Weiß Gebesee…" Das erinnerte mich an den früheren Sportunterricht. Um Mannschaften zu bilden, mussten wir zu soundsovielt abzählen. Blau-Weiß Gebesee (http://maps.google.de/maps?oi=eu_map&q=Gebesee&hl=de sowie http://www.gebesee.de/) hat also abzählen lassen und nun erste, zweite und dritte Herren. Also meine Damen, nehmen Sie nicht immer gleich den Erstbesten. Der Dritte ist unter Umständen auch passend;-)
- Amtsdeutsch:
"Regelmäßige gemeinsame Bestreifungen durch die Revierförsterin und
Vollzugskräfte des Ordnungsamtes seien geplant." Der Duden kennt das Wort
"Bestreifung" nicht. Wohl aber Wikipedia, allerdings ist es dem
Oberbegriff "Streifendienst" untergeordnet. Dort gibt es auch den
Begriff "gemischte Streife" (besteht aus weiblichen und männlichen
Beamten) - hier wird für den Streifennachwuchs gesorgt;-)
Mit den "Streifen" können vor allem Kinder ins Straucheln geraten, wenn die Streifen zu wörtlich genommen werden, denn neben Zebrastreifen gibt's noch Streifenboote, Streifenwagen und Fußstreifen. Nur gestreift sind die eben nicht. - Die
Liste der Adjektiv-Substantiv-Homophone ist dank zahlreicher Zuschriften
(vielen Dank dafür) recht lang geworden:
- die coole Kuhle
- arme Arme
- die tolle Tolle
- die weiche Weiche
- ein leerer Lehrer
- ein rechter Rechter
- ein linker Linker
- die schale Schale
- die laute Laute
- ein spitzer Spitzer
- die taube Taube
- es gibt barsche Barsche
- ein fixer Fixer
- ein fauler Fouler
- ein fetter Vetter
- ein träger Träger
- die flotte Flotte
- ein harter Harter
- die faire Fähre
- die wahre Ware
- die weise Waise
- Bin am Großstreiktag (Dienstag) mit der Bahn nach Hamburg gefahren - und war nur ca. 10min verspätet! Großes Lob. Aber folgende Durchsage weckte meine Aufmerksamkeit: "Durch eine Störung im Bordrestaurant ist es leider nicht möglich, heiße Getränke zu servieren. Wir bieten Ihnen aber kalte Getränke und Snacks. Das Bordrestaurant befindet sich im Wagen 26. Wir bitten Sie, dies zu entschuldigen." Was soll ich entschuldigen? Dass sich das Bordrestaurant in Wagen 26 befindet? Oder dass es kalte Getränke gibt? Klassischer Fall falschen Bezugs im Zug;-)
- "Wie bereits schon erwähnt…" Damit ich diesmal nicht schon wieder die Pferdeliebhaber ob der weißen Schimmel verärgere, halte ich "bereits schon" dann eben für eine runde Kugel. Der Satz verändert seine Aussage durch "Wie bereits erwähnt…" oder "Wie schon erwähnt…" in keiner Weise.
- Kleine Preisfrage. Wo steckt der Fehler in folgendem Satz (gelesen bei Heise.de): "Als einzig möglichen rechtlichen Schritt bleibt Google eine Nichtzulässigkeitsbeschwerde von dem Bundesgerichtshof, sonst wird das Urteil rechtskräftig."
- Es gibt jetzt für die Mitglieder des Bundestages eine Veröffentlichungspflicht, die Entgelte aus Nebentätigkeiten anzugeben. Nicht so richtig in €, sondern in Stufen. Die Stufe 3 bedeutet z.B. "mehr als 7.000 € pro Monat". Und nun kommt es: Was steht wohl bei der Abgeordneten, Frau Dr. Angela Merkel als Nebentätigkeit? Bundeskanzlerin! (http://www.bundestag.de/mdb/bio/M/merkean0.html) Dafür, dass sie das nur nebenbei macht, macht sie es ganz gut, oder?
- Homonym der Woche: die Beute. Der Vertrieb denkt hierbei natürlich zuerst an etwas Erbeutetes, insbesondere die Kohle des Kunden sowie die eigene Provision. Die Beute ist aber auch ein Bienenstock. Detaillierte Eindrücke kann man sich leibhaftig im Deutschen Bienenmuseum in Weimar holen (http://dbm.lvti.de/).
19/2007
•Heute starte ich einmal mit einer Frage, auf die mich meine Söhne brachten. Sie amüsierten sich köstlich über den Ausdruck "eine coole Kuhle". Gesucht werden also Adjektiv-Substantiv-Kombinationen, die gleich klingen oder sogar identische Schreibweisen haben. Wisst ihr welche? Mir sind bereits zwei weitere Beispiele eingefallen:
•arme Arme
•eine tolle Tolle
•Bahndurchsagen: Manchmal sind die Ansagen so lang (besonders, wenn Verspätungen verkündet werden), dass der Sprecher am Ende des Satzes bereits den Anfang vergessen hat: „Die Regionalbahn von Hinterschießmichtot über Niedervergissmeinnicht, Obertöppeln, Kleinhaufen, Hohengähn – fahrplanmäßige Ankunftszeit 17:29 Uhr – zur Weiterfahrt nach Nahenwüstungen über Klecks, Trübsdorf, Bommelrungen, Krähtkeinhahn, Alttenweltend – fahrplanmäßige Abfahrtszeit 17:30 Uhr – ist in seiner Ankunftszeit ca. 15 Minuten verspätet.“ (danke Daniel). Der geübte Passagier kann übrigens bereits am Satzanfang der Ansage erkennen, ob es sich um eine Verspätungsansage handeln wird oder nicht. Anders als oben beschrieben beginnt nämlich die Ankündigung, dass der Zug nun eintrifft mit "Auf Gleis 2 fährt jetzt ein…" auf den Rest hört keiner mehr. Hingegen wartet bei der Verspätungsaussage jeder nur auf das Ende, denn dort wird die eigentliche Verspätung genannt - der Rest ist mehr oder weniger uninteressant. Wenn man allerdings vom Bahnhof Jena-West abfährt, hört man i.d.R. nichts - das Personal für die Durchsagen wurde inzwischen eingespart.
•Aus einem Quiz: "Mit wie vielen Figuren eröffnet ein Spieler ein Schachspiel?" Als Antwortmöglichkeiten gab es 24, 20, 18 und 16. Dabei eröffnet man eigentlich immer nur mit EINER Figur und nur 10 Figuren kommen dafür in Frage (die acht Bauern und die beiden Springer).
•Eine Radiomeldung zum Nahostkonflikt: "Sie trafen sich zu einem 4-Augen-Gespräch." - und es war sehr still, fehlte da noch. Wie werden die vier Augen denn miteinander gesprochen haben? Besser wäre da noch ein "2-Münder-Gespräch" gewesen oder eben wie der Satz eigentlich heißen sollte: "Sie trafen sich zu einem Gespräch unter vier Augen." •Noch einmal Bahndurchsagen. Bei den Standarddurchsagen hat der Bahnbedienstete ja noch einigermaßen Übung. Aber wehe, wenn er ad hoc etwas vermelden muss oder möchte. So geschehen heute. Die Zugbegleiterin wollte etwas für den Umsatz tun und ergriff das Marketingwort: "Meine Damen und Herren, wir haben auch einen Catering-Service an Bord." Bis hierhin war's noch zu schaffen. Aber dann verlor sie irgendwie den Faden: "Sie wird Ihnen beim Platz bedienen." Da war ich allerdings bedient!
•Eine Leserzuschrift (ja - sowas bekomme ich mittlerweile:-) erklärte sich mit "weißer Schimmel" als Pleonasmus nicht einverstanden, weil es auch noch Zimt- oder Rotschimmel geben würde. Ich kenne auch noch Apfelschimmel etc. Nach kurzer Recherche hab ich gelernt, dass alle Schimmelarten mit der Zeit weiß werden. Dieser Prozess nennt sich Ausschimmelung. Nur wenn es eben kein vollkommen weißes Pferd ist, beschreibt man es bspw. mit "Fuchsschimmel" näher. Aber: "weißer Schimmel" ist doch ein Pleonasmus, weil jeder bei dem einfachen Wort "Schimmel" sowieso an ein weißes Pferd denkt und das Adjektiv "weiß" nicht unbedingt notwendig ist. Ein anderes Beispiel ist "Holzbrett". Freilich gibt es Schneidbretter, Sprungbretter usw. und die können aus anderen Materialien als aus Holz bestehen. Aber wer würde beim bloßen "Brett" an ein anderes Material als Holz denken?
•Homonym der Woche: der Atlas. Mein bisheriger Rekordhalter in der Anzahl der Bedeutungen: ein Gebirge, ein Titan der griechischen Sage, ein Kartenwerk, ein Seidengewebe und der Name des ersten Halswirbels. Atlas sah in einem Atlas den Atlas und wickelte um seinen schmerzenden Atlas einen Schal aus Atlas.
| 651 - 660 von 681 Ergebnissen |
|