Beiträge zum Thema: fehlende Buchstaben

Deutschthemen zum Freitag - Das Blog


Ja, Sie lesen richtig: das Blog. Da es sich um das Internet-Tagebuch handelt, ist Blog von sächlichem Genus. Aber das nur als Erklärung für die Überschrift.

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Die bisherigen Ausgaben stehen jeweils als zusammengefasster Beitrag zur Verfügung. Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen.

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20/2018: Schulabschuss

  • Kulinarisches der Woche:
    SaureSahne
    Also, da würde ich lieber die Schlagsahne nehmen.
  • Fehlende Buchstaben (danke Klaus):
    Malzeit
    Die warme Malzeit — das ist Zeichnen in beheizten Räumen oder am Strand?
  • Schwierige Wörter I:
    Wision
    Ein Wisionär also, ein außerärdischer noch dazu!
  • Fehlende Buchstaben (danke Klaus):
    Schulabschuss
    Ein höherer Schulabschuss trifft vermutlich das Dach.
  • Kindermund der Woche I. Emma (10) beim Abendessen beim Blick über diverse Käsesorten: „Äh, gibt’s auch etwas Unvegetarisches?“
  • Kindermund der Woche II. Projektwoche in der Grundschule, Thema: die Römer. Ich komme nach Hause und meine Tochter begrüßt mich mit „Salve“. „Oh“ sage ich, „schon eine Begrüßung gelernt.“ „Ja“ spricht sie, „und bei höher gestellten Persönlichkeiten heißt es ‚Ave‘.“ Daraufhin ich: „Und was sagt man dann zu mir?“ Grinst mein Sohn Tom (16) und meint: „Salve“.
  • Schwierige Wörter II:
    Wakuum
    Und mit noch ein wenig mehr Grips im Hirn könnte man Vakuum sogar richtig schreiben!
  • Homonym der Woche: der Kanal (danke Klaus). Der Kanal ist ein künstlicher Wasserlauf oder auch für Abwasser gedacht. Eine Meerenge heißt so und der Informationsfluss ebenfalls. Funker und Tontechniker kennen ihn und Elektriker auch.
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19/2018: Limosine

  • Überflüssige Buchstaben (danke Holger):
    Kletterkarbarett
  • Sportmeldung der Woche (danke Jürgen): „Halbzeit. 1:1. Nach gutem Beginn kann Jena mit dem 1:1 sogar zufrieden sein. Die Gäste hätten nach den letzten Minuten auch früher können.“
    Manchmal kommt früher eben zuletzt.
  • Fehlende Buchstaben (danke Klaus):
    Unverhoft
    Unerhöht!
  • Schwierige Wörter I (danke Klaus):
    Limosine
    Der Genitiv geht diesem Autoverkauf leider auch vollkommen ab. Aber es gibt noch grausamere Exemplare:
    Limousiene
    Reiht sich leider ein in: die Maschiene, Apfelsiene und die
    Turbiene
  • Kleines Zeichen, großer Unterschied:
    Todesanzeige
    Das Zeichen „*“ vor dem Datum wird in solchen Anzeigen als Kennzeichnung des Geburtsdatums verwendet, ein Kreuz als Todesdatum). Das Geburtsdatum kann offensichtlich nicht gemeint sein, wenn die Töchter unterschrieben haben.
  • Schwierige Wörter II (danke Klaus):
    Capriolet
    Wenn bei Capri die rote Sonne …
  • Schwierige Wörter III (danke Klaus):
    Ackuschrauber
    Die Überforderung könnte beim Gebrauch des Dudens reduziert werden.
  • Getränke der Woche (danke Herr Kletschka):
    PilzWotka
    Pilz, Wotka — alles tolle Getränke. Da hat wohl einer beim Beschriften zu tief ins Glas geschaut.
  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche: „Das haben wir zentral in der Mitte platziert.“ Wenn ich etwas „in der Mitte“ platziere, kann es dann woanders als zentral liegen?
  • Homonym der Woche: die Chaise (danke Klaus). Die Chaise kann ein Sessel, eine Kutsche, ein Handwagen, ein Autoscooter-Fahrzeug, eine Frau (abwertend) und ein altes Auto sein.
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16/2018: Rasenmeher

  • Fehlende Buchstaben (danke Klaus):
    Inzenierung
    Inzest? Alles inszeniert!
  • Schwierige Wörter I:
    rigeros
    Also da muss ich auch rigoros sein.
  • Schwierige Wörter II (danke Klaus):
    Brandweinherstellung
    Ein Branntwein ist ein aus Wein hergestelltes stark alkoholisches Getränk.
    Aber die Schreibweise ändert sich dramatisch, obwohl sich die beiden Teile im Kompositum lediglich umkehren:
    Weinbrant
    In diesem Fall heißt es korrekt: Weinbrand. Wer soll da noch durchsehen? Am besten, man nimmt Abstand vom Alkohol.
  • Negation der Woche (danke Klaus):
    NieNicht
    Wie jetzt?
  • Schwierige Wörter III:
    Passasche
    Also möglicherweise kann man, wenn ein Pass verbrannt wird, über den Rest von Pass-Asche sprechen, aber die Passage muss ich im Duden noch suchen.
    Einen Hungerast kenne ich, aber den Hungerpunkt nicht.
  • Grauen der Woche (danke Klaus):
    Rasenmeher
    Mehr, meher, am mehersten.
  • Schwierige Wörter IV (danke Klaus):
    einleuten
    Nach dem Blütenrausch sollten die Leute geläutert werden!
  • Überflüssige Buchstaben (danke Klaus):
    Kreise
    Die Krise kreist …
  • Beruf der Woche (danke Klaus):
    Werkschuzfachkraf
    Na hoffentlich beherrscht er das Schützen des Werkes besser als das Schreiben.
  • Homonym der Woche: die Kur (danke Klaus). Die Kur steht für eine Heilbehandlung, für Doping beim Bodybuilding, für eine Wahlversammlung bei den Römern, für eine indonesische Insel, einen Fluss in Russland und für eine polnische Wappengemeinschaft.
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13/2018: Hazardör

  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche:
    DummeFehler
    Gibt es eigentlich auch schlaue Fehler?
  • Grammatik und unbestimmter Artikel (danke Klaus):
    EinVersuch
    Das ist wie: „Es gibt nur ein Rudi Völler …“
  • Missglückte Autokorrektur: „Mit Freindlichen Größe“. Immerhin nicht feindlich.
  • Schwierige Wörter I (danke Klaus):
    Besenreisser
    Ja, was hilft da? Der Duden! Besenreiser nennt man direkt in der Oberhaut liegende (sichtbare) Venen. Reißerisch ist das nicht.
  • Hyperlativ der Woche I (danke Christian): „Die Panasonic Lumix DMC-G81 (Praxis) setzt diesen ‚Trend‘ fort und weiß in unserem Test in jedem Bewertungspunkt mit einer mindestens sehr guten Leistung zu gefallen.“
    Was kommt denn über „mindestens sehr gut“?
  • Einen an sich passenden Namen für sein Verhalten innerhalb Spaniens hat doch der Carles Putschdämon. So heißt der doch, oder?
  • Hyperlativ der Woche II (danke Klaus):
    Maximal-Gau
    Was ist noch einmal ein Gau? Der größte anzunehmende Unfall. Mithin bereits der Superlativ.
  • Übertreibung der Woche (danke Sascha):
    Sechsstellig
    Tatsächlich waren es 86kg — das ist zweistellig. Aber vielleicht haben sie es ja auf mehr als 100 000 Päckchen aufgeteilt? Nein, der Wert in Euro war sechsstellig.
  • Schwierige Wörter II (danke Klaus):
    Hazardor
    Ui — es gibt dann noch den Inschenör, den Deckoradör und den Installadör.
    Nicht bei allem kann man eben auf die Frage: „Wie wird das geschrieben?“ antworten: „Wie man’s spricht.“ Siehe auch: Roy Bär.
    Übrigens: Ein Hasardeur ist jemand, der ein hohes Risiko eingeht. Kommt aus Frankreich, wird dort aber lustigerweise nicht mehr benutzt.
  • Schwierige Wörter III:
    Mackulatur
    Macke?
    Makulattur
    Latte?
  • Schwierige Wörter IV (danke Klaus):
    Ovolus
    Eine Ovolution!
  • Fehlende Buchstaben (danke Christian):
    Grossprojekte
    Ach deshalb haben so viele Großprojekte in Deutschland Schwierigkeiten — weil die Oberbürgermeister sie stürzen.
  • Schwierige Wörter V (danke Klaus):
    Schuzpe
    Chuzpe stammt aus dem Jiddischen und bedeutet Frechheit, Anmaßung.
  • Schwierige Wörter VI (danke Klaus):
    assistiert
    Ah, mit einem Assistenten zusammen hatte er 210. Am Ende hat der Goethe den Osterspaziergang gar nicht selbst geschrieben. Nein, jemandem etwas bestätigen heißt natürlich: attestieren.
  • Übrigens, zur Klarstellung vor Ostern: Gründonnerstag hat nichts mit Salat essen zu tun, die Karwoche auch nichts mit Autos und die Kreuzigung nichts mit Lotto spielen. Atmen!
  • Homonym der Woche: der Orden (danke Klaus). Ein Orden kann eine geistliche (z.B. Mönchsorden, aber bei Nonnen ist es keine Ordin;-) und auch eine weltliche (z.B. Ritterorden) Vereinigung sein. Dazu ist er eine Auszeichnung (russische Offiziere fallen fast nach vorn, weil sie so viele davon haben) und in der Heraldik bezeichnet man ein Prachtstück im Wappen ebenfalls als Orden.
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12/2018: Standurlaub

  • Zweifelhafter Bezug:
    Kindergetotet
    Also die AfD ist mir seit je her unsympathisch, aber dass sie jetzt auch noch Kinder mit dem Messer tötet …
    Außerdem: Entweder mit Artikel „mit dem Messer“ oder im Plural „mit Messern“.
  • Kommentar nach einem Sturz beim Snowboard: „Einmal den Schnee aus der Nase wischen und dann läuft das wieder.“
    Es ist ja ohnehin komisch, dass Nasen laufen, Füße hingegen riechen.
  • Deppenleerzeichen (danke Herr Ebel): „Nun kam es in Hessen zu der glücklichen Wendung, dass Schalldämpfer durch die Behörden für den Jagdgebrauch zu gelassen werden.“ Zu gelassen sollte man beim Schießen sein.
  • Körperteilkunde: Fußballer betonen ja sehr oft, dass sie „von Spiel zu Spiel denken“ — anderseits haben sie „das nächste Spiel vor der Brust“. Womit denkt so ein Fußballer eigentlich?
  • Fußballkommentar: „Es fehlt etwas in vertikaler Richtung.“ Ich wusste gar nicht, dass die Tore oben stehen.
  • Fehlende Buchstaben I (danke Dorit):
    Erwatungen
    Nicht überall gibt es in Afrika genug Wasser, durch das man waten kann.
  • Schwierige Wörter I:
    heisserKind
    Die Spielerin ist schwanger, aber mehr als 37°C „heiß“ wird das Kind wohl nicht sein.
  • Kulinarisches (danke Klaus):
    Burger
    Was heutzutage alles wählen darf.
  • Verbuchselte Wechsstaben:
    streben
    Streber?
  • Namen und Berufe (danke Klaus):
    Unmussig
    Oder anders gesagt: fleißig.
  • Schwierige Wörter II (danke Herr Ebel): „Moin moin, ich seniere schon des längeren damit den …“ Oje, ich sinniere noch, wie viele Fehler da noch drin sind.
  • Fehlende Buchstaben II (danke Jürgen):
    Standurlaub
    Oh, nur noch Stehplätze frei.
  • Überflüssige Buchstaben I:
    triester
    Natürlich kann ein Platz „Triester Platz“ heißen. Wenn er aber, wie hier gemeint, traurig/trübe ist, dann ist er trist.
    Der Vorname Tristan hat allerdings eine andere Bedeutung. Er kommt aus dem Keltischen und meint (Waffen-)Lärm.
  • Lustige Namen (danke Klaus):
    Pannenbacker
    Kein Wunder, dass da was schief geht.
  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche:
    Eieromelett
    Denkt man bei einem Omelett nicht immer zuerst an eine Eierspeise? Ja, liebe Veganer, gibt’s auch ohne Ei — aber steht dann extra dabei.
  • Überflüssige Buchstaben II (danke Herr Ebel):
    Riesssling
    So viel Riesß ist auch wieder nicht gut;-)
  • Schwierige Wörter III:
    DriftigerGrund
    Das Adjektiv „driftig“ gibt es tatsächlich, es bedeutet treibend (im Sinne von: treibt z.B. übers Wasser). Ein Grund kann womöglich auch driften, aber hier ist freilich gemeint: triftiger Grund (einleuchtend, zwingend).
  • Homonym der Woche: der Stein (danke Klaus). Der Stein ist ein Objekt aus Gesteinsmaterial. Edel kann er auch sein und ein Lager in einer Uhr. Früchte haben ihn innen (z.B. Kirschen), in Galle oder Niere nennt der Mediziner ihn Konkrement, als Gewichtseinheit wog er früher überall in Europa anders. Bei Brettspielen gibt’s den Stein, beim Curling und Rasenkraftsport (Steinstoßen), der Maurer baut damit Häuser und der Heraldiker Wappen.
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10/2018: Trugschuss

  • Fehlende Buchstaben I (danke Klaus):
    schussig
    Womöglich sogar abschüssig?
    Aber es gibt auch das:
    Trugschuss
  • Fußballkommentar: „Seine Mannschaft hat auswärts zu Hause bisher 19 Punkte erzielt.“ Und ist damit in der Tabelle oben unten.
  • Paradoxon der Woche (danke Klaus):
    Loch
    Was ist eigentlich ein Loch? Nichts — und etwas drum herum! Und das wird abgerissen?
  • Zweideutigkeit der Woche (danke Klaus):
    Umtauschpramie
    Frei nach dem Witz: „Ich habe im Baumarkt einen Werkzeugkasten für meinen Mann bekommen.“ Antwort der Freundin: „Guter Tausch!“
  • Fehlende Buchstaben II (danke Klaus):
    Sandstreifen
    An sich ist der Sandstreifen für ein brennendes Auto doch gut, oder?
    Aber da gibt es noch ganz andere Beispiele:
    Standsteifen
    Oder auch dies:
    Standseifen
  • Wortungetüm der Woche (danke Klaus):
    Agrardieselonlineantrag
    In meiner derzeitigen Arbeitswelt würde das nur „ADOA“ heißen und nach 2 bis 3 Monaten wüssten 80% der Kollegen nicht mehr, was es ausgesprochen heißt.
    Für solche Monster-Komposita ist die deutsche Sprache berüchtigt.
  • Homonym der Woche: die Klausur (danke Klaus). Die Klausur kennt jeder Student als eine Prüfung. Im Kloster gut es die Klausur auch als abgeschlossenen Teil. Und schlussendlich ist die Klausur auch noch eine Tagung oder Sitzung in Abgeschiedenheit. Insofern können sogenannte Klausurtagungen von Parteien kaum als Klausur bezeichnet werden — denn die Medienpräsenz ist mit „Abgeschiedenheit“ kaum vereinbar.
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09/2018: Freuheitsberaubung

  • Moderne Begriffe — heute: abholen. Wer wird nicht gern abgeholt? Als Kind vom Kindergarten, nach einer Reise am Bahnhof oder Flughafen. Das ist toll. Aber heute wird man geradezu inflationär abgeholt: „Wir müssen die Kunden mit unserer Botschaft abholen.“ Oder auch als Frage: „Wie kann ich dich in der Situation am besten abholen?“ Gar nicht! Du kannst dich um mich kümmern, mir Rückmeldung (Feedback ist nicht Neudeutsch, sondern Englisch!) geben und wir können in einen Austausch treten. Aber abgeholt werden mag ich so nicht.
  • Schwierige Wörter (danke Klaus):
    hacheln
    Vielleicht kann man ja auch mit einem Lächeln hecheln?
  • Überflüssige Buchstaben I:
    Bundesliega
    Das liegt am schlechten HSV-Spiel.
  • Überflüssige Buchstaben II (danke Klaus):
    Vorschlusslorbeeren
    Torschlusspanik?
  • Überflüssige Buchstaben III:
    Schnautze
    Und vom schlechten Deutsch.
  • So ein Virus lebt auch gefährlich (danke Klaus):
    Virusinfarkt
  • Fehlende Buchstaben I:
    Portugise
    Fehlen nur noch der „Bullgare“ und der „Hohlländer“!
  • Auch Freude kann man rauben (danke Klaus):
    Freuheitsberaubung
  • Jahreszeit der Woche: der Herbst. Angela Merkel sei gerade „im Herbst ihrer Kanzlerschaft“ hörte ich diese Woche. An sich ist es nahezu immer der Herbst, wenn von einem Lebensabschnitt gesprochen wird. Ein älterer Mensch ist „im Herbst seines Lebens“. Hört man, ein Mädchen ist „im Frühling seines Lebens“? Kaum. Und gar nicht kommen die beiden anderen Jahreszeiten vor. Komischerweise ist niemand im Sommer seiner Schaffensperiode oder im Winter seiner Amtszeit. Dabei würde das zu den momentanen Temperaturen gut passen.
  • Fehlende Buchstaben II (danke Klaus):
    Verraucher
    Stimmt eigentlich — Geld „verraucht“ gewöhnlich viel zu schnell.
  • Fehlende Buchstaben III:
    Beschafung
    Schafe können sogar die Heizung ersetzen.
  • Falsche Richtung (danke Klaus):
    gekauft
    Wo wird er die nur alle lagern?
  • Homonym der Woche: der Anzug (danke Klaus). Zunächst ist der Anzug ein Kleidungsstück, zudem das Mundstück der Pferdezäumung und der erste Zug im Schachspiel. Einen Anzug gibt’s noch im Brückenbau (geringer werdender Querschnitt eines Pfeilers).
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07/2018: Abonennt

  • Schwierige Wörter I (danke Klaus):
    Abonnent
    Wer mir das richtige Abo nennt, der ist der Abonnent.
  • Problematische Verben:
    habert
    Vor allem hapert es mit der Rechtschreibung!
  • Schwierige Wörter II (danke Klaus):
    Akuise
    Nun, wenn Akquise zur schwierig ist, könnte man ja Kundengewinnung schreiben.
  • Schwierige Wörter III:
    Rachenschaft
    Hobin Rood — der Rächenschaftler der Enterbten!
  • Studienwahl der Woche:
    poltik
    Welch ein Glück, dass Deutsch nicht in der engeren Auswahl ist.
  • Denglisch der Woche:
    gefixed
    Und ich hoffe, das hat geklapped.
  • Fehlende Buchstaben I:
    Wal
    Es gäbe dann noch die Qual der Wal;-)
  • Fehlende Buchstaben II (danke Klaus):
    Gehilfen
    Die Gehilfen oder die Gehhilfen? Hhilfe!
    Es gibt aber noch weitere Beispiele:
    Geminuten
    Gebehinderung
    Geweg
    Gewegplatten
    Ach, ge weg!
    Aber, und wer hätte das gedacht — es gibt z.B. den Gehflügel. Was das ist? Bei zweiflügligen Türen gibt es einen Geh- und einen Stehflügel.
  • Komische Wörter (danke Klaus):
    uniken
    Es kann ja jemand ein Unikat sein, aber „unik“ gibt’s im Deutschen nicht. Auf Englisch sagt man „unique“, aber warum wird nicht das schöne Wort „einzigartig“ benutzt?
  • Fehlende Buchstaben III (danke Klaus):
    kandieren
    Eine kandierte Frau Nahles — wie süß.
  • Was alles so zur Ersten Hilfe zählt:
    ErsteHilfe
  • Homonym der Woche: der Fuß (danke Klaus). Der Fuß ist unten am Bein, aber auch ein Längenmaß (bei den SI-Einheiten-Verweigerern). Der Fuß kommt weiterhin beim Druck und bei Geräten und Möbeln vor. Der Münzfuß ist eine Vorschrift zum Edelmetallgehalt und bei einer Orgel ist der Fuß eine Bezeichnung der Tonhöhe der Register. Beim Baum ist der Fuß der untere oberirdische Teil des Stammes. Es gibt den Versfuß und manchmal den Hinkefuß.
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06/2018: Kleindung

  • Schwierige Wörter I (danke Klaus):
    Saitenleitwerk
    Hier gilt es, im Deutschen, andere Saiten aufzuziehen!
  • Denglisch der Woche. Eine Dienstleistung für Studenten an der Universität Jena heißt „Career & Welcome Point“. Was soll da gemacht werden? Die Absolventen auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Full cool!
  • Schwierige Wörter II (danke Klaus):
    Leich
    Wenn schon, dann die Leich’.
  • Schwierige Wörter III:
    wiederstehen
    Ein Boxer kann zwar nach einem Niederschlag wieder stehen, aber kann er seinem Gegner widerstehen?
  • Deppen-Apostroph (danke Klaus):
    furs
    Bei Kombinationen mit „das“, also bspw. „um das“ —> „ums“, „für das“ —> „fürs“ ist der Apostroph entbehrlich.
  • Überflüssige Buchstaben I:
    ZungeDesErfolges
    Wenn man sich da nicht gleich die Zunge verbrennt.
  • Übelsetzung der Woche (danke Klaus):
    Nizza
    Ja, wenn der Automat den Unterschied zwischen „Nice“ = Nizza und „nice“ = nett/hübsch aus dem Kontext nicht erkennt.
  • Schwierige Wörter (danke Herr Ebel): „Da eBay, bzw. deren Mitarbeiter, leider zu blöd ist, um eine Rezession zu entfernen, stelle ich es jetzt richtig.“
    Es wäre natürlich schön, wenn eBay die Rezession, also den Rückgang bzw. die Flaute einer wirtschaftlichen Entwicklung entfernen könnte. Gemeint ist hier allerdings eine Rezension, nämlich ein Artikel, in dem etwas (kritisch) beurteilt wird.
  • Fußballer. Nach dem Pokalspiel des SC Paderborn (3. Liga) gegen den FC Bayern München: Phillip Tietz ist Stürmer des Drittligisten und hatte sich vermutlich gewünscht, ein Tor gegen den FC Bayern zu schießen. Die Chance, die sich ihm in der 80. Minute bot, war größer als die zu einem Trikottausch mit Robert Lewandowski. Doch Tietz schoss aus fünf Metern neben das leere Tor. Er sagte: „Der Pass war nicht zu scharf, ich bin auch nicht ausgerutscht. Ich habe ihn einfach nur nicht reingemacht.“
    Was ist daran besonders? Ein Fußballer, der die Schuld an einem Versagen nicht beim Schiedsrichter, dem Ball oder den Platzverhältnissen sucht, sondern einfach bei sich selbst. Mehr davon, bitte!
    Ganz im Gegensatz zu einem Spieler von Mainz 05, der gleich mehrere Schubladen tiefer griff: „Was wir heute gezeigt haben, geht einfach nicht. Wir haben keine Eier gezeigt.“ Na, welch Glück aber auch. Was machen an dieser Stelle eigentlich Fußballerinnen? Hoffentlich dauert die „Gleichberechtigung“ da noch und uns bleiben die „Eierstöcke“ erspart.
  • Fehlende Buchstaben I (danke Klaus):
    Kurarbeit
    Eine Art Arbeitskur, nehme ich an.
  • Konjugation starker Verben: „Bevor wir den Garbage Collector aktiviert haben, stoß der gebrauchte Arbeitsspeicher (Total Resident) an eigene Grenzen.“ Ja, nicht „stoß“, nicht „stoßte“ und auch nicht „stießte“, sondern schlicht „stieß“  — sonst wird es Stuss!
  • Fehlende Buchstaben II (danke Klaus):
    moniert
    Das muss man freilich monieren!
  • Überflüssige Buchstaben II (danke Klaus):
    Kleindung
    Ach du Sch… aber Kleindung ist offenbar auch Mist.
  • Fehlende Buchstaben III (danke Klaus):
    Freisaat
    Kost’ nix.
  • Homonym der Woche: der Zoll. Der Zoll ist eine Abgabe, wenn eine Ware eine Grenze überschreitet. Im angloamerikanischen Raum ist der Zoll noch immer ein Längenmaß, wobei ein Zoll (1“) 2,54cm entspricht. Oder auch 112 ft = 136 yd.
    Von einem Architekten wurde ich einst zurechtgewiesen, dass mein Ausdruck „Zollstock“ nicht korrekt sei. Schließlich hätte das Ding eine Zentimetereinteilung. Es müsse richtig „Meterstab“ heißen. Aber weil da zwei Krümelkacker aufeinander trafen, entgegnete ich: „Zweimeterstab!“ Der Sachse sagt übrigens „Schmieche“ dazu, das ist einheitenlos.
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05/2018: Autofeigen

  • Produkt der Woche (danke Klaus):
    Autofeigen
    Ganz schön feige!
  • „Der Grund für das Klonen ist, Zwillinge zu erzeugen. Und zwar Zwillinge in einer größeren Anzahl. Wenn man dann fünf oder mehr genetisch identische Exemplare hat …“ Zwillinge sind doch eigentlich zwei Kinder, oder?
  • Wo heutzutage überall gekämpft wird (danke Klaus):
    Nabenkriegsschauplatz
  • Wortspiel der Woche: „Wenn man das Pendeln mit der Deutschen Bahn vermisst, ist man dann auf Entzug?“
  • Fehlende Buchstaben (danke Klaus):
    promt
    Das ging prompt daneben.
  • Schon am Anfang falsch (danke Klaus):
    Anfangjager
  • Schwierige Wörter I (danke Klaus):
    Drechslocher
    Solche Wortdrexler!
  • Geographiethema der Woche (danke Klaus):
    Kranichgau
    Der Kraichgau ist eine Hügellandschaft im Nordwesten von Baden-Württemberg
  • Schwierige Wörter II (danke Sascha):
    vorfahrtsberachtigt
    Berächtigt — kommt vermutlich von Rache.
  • Zweifelhafter Bezug:
    Option
    Es könnte zu Problemen kommen — und das ist eine Option? Obwohl, in dieser Saison hat der FC Rot-Weiß Erfurt nahezu jede Option auf Probleme gezogen.
  • Homonym der Woche: das Deputat (danke Klaus). Das Deputat ist eine Sachleistung, zusätzlich zu Lohn oder Gehalt. Außerdem ist das Deputat die Anzahl der Unterrichtsstunden einer Lehrkraft.
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