Beiträge zum Thema: fehlende Buchstaben

Deutschthemen zum Freitag - Das Blog


Ja, Sie lesen richtig: das Blog. Da es sich um das Internet-Tagebuch handelt, ist Blog von sächlichem Genus. Aber das nur als Erklärung für die Überschrift.

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Gern dürfen die Beiträge zitiert werden - über eine entsprechende Quellenangabe mit Link freue ich mich.

Die bisherigen Ausgaben stehen jeweils als zusammengefasster Beitrag zur Verfügung. Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen.

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31/2018: Maksimal

  • Passender Name zum Beruf (danke Herr Ebel):
    GeigenbauerKling
  • Und noch einer — ist das nun positiv oder negativ zu verstehen?
    Hassdenteufel
  • Verwechslung der Woche (danke Sascha):
    Butter
  • Schwierige Wörter:
    maksimale
    Autor wahrscheinlich: Maks Mustermann.
  • Neue Verben:
    tappen

    Naja, neu ist der Verb „tappen“ nicht. Man kann z.B. im Dunkeln tappen. Und manchmal tappt man ja auch im Dunkeln, wenn man eine App benutzt.
  • Fehlende Buchstaben (danke Klaus):
    Pensionsfond

    Gemeint ist freilich der Fonds (Vermögensreserve). Ein Fond kann der hintere Teil des Wageninneren, ein Hinter- oder Untergrund, eine Basis und Fleischsaft (beim Braten) sein.
  • Deppen-Apostroph der Woche:
    Dienstags
    Den Biertrinkern wird’s egal sein, aber das Adverb „dienstags“ wird ohne Apostroph geschrieben.
  • Steigerung der Woche:
    Fachiodioten
  • Übelsetzung der Woche (danke Daniela):
    Websitesauber
    Vielleicht wurde ja in der Reihenfolge von einer Sprache in die nächste übersetzt? Der Hinweis galt jedenfalls einem realen Ort, nicht einer Internetseite.
  • Schwierige Wörter (danke Klaus):
    Auswertigen
    Wert — wertig — auswertig?
  • Denglisch der Woche:
    MoonlightMass
    Bestimmt kommen bei diesem Titel mehr Leute in die Kirche.
  • Homonym der Woche: das Opfer (danke Klaus). Das Opfer gibt es in der Religion, als Schimpfwort und beim Schach.
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29/2018: Spanbettlaken

  • In einer Telefonkonferenz: „Ich kann mich nur entschuldigen, aber da gibt es nichts zu entschuldigen.“ Ja was denn nun?
  • Wortspiel der Woche (danke Flo): An den Tagen, an denen man plant, Bananen zu essen — das sind Bananenplantage.
  • Fehlende Buchstaben I:
    Spanbettlaken
    Aus Holz?
  • Überflüssige Buchstaben I beim gleichen Wort:
    Bettlacken
    Glänzender Stoff?
  • Produkt der Woche:
    Sweetshirt
    Einfach süß! (Und auch noch in einem Shop eines mir sehr gut bekannten Shopherstellers.)
  • Überflüssige Buchstaben II:
    Rassierer
    Absolut rassig!
  • Überflüssige Wörter:
    FLI-Institut
    Was bedeutet eigentlich das „I“ in „FLI“? Es handelt sich um das Friedrich-Löffler-Institut. Wir haben hier also einen klassischen LKW-Wagen oder ein PDF-Format.
  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche. In Hohenfelden bei Erfurt gibt es das hier:
    Outdoorcamp
    Was ist eigentlich ein Camp? Ein Feld- oder Nachtlager außerhalb von Behausungen. Da muss man unbedingt noch „Outdoor“ davor schreiben, weil das sonst „not cool enough“ klingt.
  • Anatomiethema der Woche. Kommentar bei der Tour de France: „Man sieht die Auswirkungen des gestrigen Sturzes noch am linken Arm. An seinem linken Arm.“ Ja, an wessen Arm denn sonst?
  • Übelsetzung der Woche aus einem Lebenslauf:
    Geschenk
    Im englischen Original steht da natürlich „present“ (für „derzeitig“ oder auch „Gegenwart“), was im Lebenslauf für eine gerade noch andauernde Tätigkeit durchaus passend ist. Dumm nur, dass „present“ auch als „Geschenk“ übersetzt werden kann.
    Übrigens ist „die Gegenwart“ ein sog. Singularetantum, also ein Wort, welches es nur in der Einzahl gibt.
  • Fehlende Buchstaben II (danke Herr Ebel):
    historischeBilder
    Wie lange muss eigentlich etwas zurückliegen, um historisch zu sein? 18 Jahre scheinen mir da etwas sehr kurz gedacht. Da könnte man hysterisch werden.
    Der eigentliche Fehler steckt aber in dem „Sie“, welches ja als Imperativ freilich „Sieh“ sein müsste — und mit einem Ausrufezeichen am Ende des Satzes.
  • Überflüssige Buchstaben III:
    Allkohol
    Zu viel getrunken?
  • Fremdwort der Woche (danke Klaus):
    vakant
    Eine Stelle kann z.B. vakant sein. Das bedeutet: im Augenblick frei, von niemandem besetzt. Wie eine Umgehungsstraße „allmählich frei“ wird, weil ein Zeitverzug besteht ist seltsam.
  • Homonym der Woche: die Handlung (danke Klaus). Die Handlung ist das Tun oder auch eine soziale Interaktion, in der Dramaturgie die erzählte Geschichte und ein Ladengeschäft kann sie auch sein.
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25/2018: Speckulation

  • Fußball-WM I: „Er ist der Kopf, also das Herz dieser Mannschaft.“ Körperteile sind bei Fußballern offenbar egal.
  • Fußball-WM II. Oliver Kahn: „Ich gehe auf jeden Fall davon aus, dass Argentinien weiterkommt. Obwohl ich da immer vorsichtig wäre.“ Das sind die Experten des Fußballs. Der Olli Kahn, der Titan, hat das Zeug zum Politiker.
  • Beruf der Woche (danke Klaus):
    Stillstandsmanagement
    Man hat es schon immer geahnt, aber jetzt kennen wir die Ursache für die Verspätungen: das Stillstandsmanagement. Bestimmt eine aufregende Tätigkeit.
  • Übelsetzung der Woche. Einfach goldig, diese Hinweise zu einem Messerschleifer:

Achtung Sicherheitshinweise:

1. Feierlich erklärt, dass dieses Produkt nicht für Scheren, gezackte Messer gilt.

2. Kann nicht zu viel stark Schärfen, und kann nicht hin und her schleifen, um die Klinge nicht zu beschädigen.

3. Bitte legen Sie die Messerschläfer nicht in die Spülmaschine oder Wasser, sollte trocken und sauber gehalten werden.

4. Es gibt eine Möglichkeit, werden Keramikstäbe und Metallklingen beim Schläfen verschmutzt. Machen Sie bitte keine Sorge davor, ist es ganz normal.

5. Bitte setzen die Messerschläfer auf eine Ort, dass die Kinder nicht in Reichweite sind, um Unfälle zu vermeiden.

  • Fußball-Lexikon: „Die Mexikaner werden versuchen, unsere Mannschaft hoch zu pressen.“ Kann man das mit „Würgen“ gleichsetzen?
    Gleichwohl — war offenbar erfolgreich.
  • Überflüssige Buchstaben:
    Bisstro
    Kleines Lokal al dente (=bissfest)?
  • Amtsdeutsch der Woche (danke Klaus):
    Zuwegung
  • Bindestriche fehlen ja häufig, wodurch es zum sog. Deppenleerzeichen kommt. Aber zu viele Bindestriche müssen auch nicht sein:
    Au-tofahrer
    Hier gibt’s das „Au“ und den „Po“.
  • Schwierige Wörter. Mit Speck fängt man …:
    Speckulation
    … auch zu Weihnachten …:
    Speckulatius
    … oder überhaupt …:
    Specktakel
    … und noch der kulinarische Abschluss:
    Specktrum
  • Brüller der Woche:
    Kehrpaket
    Wurst, Rasierklingen … ein Duden oder Geschichtsbuch war leider nicht im Paket. Care-Pakete waren Hilfspakete Ende des 2. Weltkrieges.
  • Fehlende Buchstaben:
    Widerverwendbarkeit
    Wieder dem Duden … oder so ähnlich.
  • Homonym der Woche: die Winde (danke Klaus). Die Winde ist eine Kletterpflanze und eine mechanische Hebevorrichtung. Sie wird beim Starten von Flugzeugen benutzt und der Schweizer sagt so zum Dachboden.
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20/2018: Schulabschuss

  • Kulinarisches der Woche:
    SaureSahne
    Also, da würde ich lieber die Schlagsahne nehmen.
  • Fehlende Buchstaben (danke Klaus):
    Malzeit
    Die warme Malzeit — das ist Zeichnen in beheizten Räumen oder am Strand?
  • Schwierige Wörter I:
    Wision
    Ein Wisionär also, ein außerärdischer noch dazu!
  • Fehlende Buchstaben (danke Klaus):
    Schulabschuss
    Ein höherer Schulabschuss trifft vermutlich das Dach.
  • Kindermund der Woche I. Emma (10) beim Abendessen beim Blick über diverse Käsesorten: „Äh, gibt’s auch etwas Unvegetarisches?“
  • Kindermund der Woche II. Projektwoche in der Grundschule, Thema: die Römer. Ich komme nach Hause und meine Tochter begrüßt mich mit „Salve“. „Oh“ sage ich, „schon eine Begrüßung gelernt.“ „Ja“ spricht sie, „und bei höher gestellten Persönlichkeiten heißt es ‚Ave‘.“ Daraufhin ich: „Und was sagt man dann zu mir?“ Grinst mein Sohn Tom (16) und meint: „Salve“.
  • Schwierige Wörter II:
    Wakuum
    Und mit noch ein wenig mehr Grips im Hirn könnte man Vakuum sogar richtig schreiben!
  • Homonym der Woche: der Kanal (danke Klaus). Der Kanal ist ein künstlicher Wasserlauf oder auch für Abwasser gedacht. Eine Meerenge heißt so und der Informationsfluss ebenfalls. Funker und Tontechniker kennen ihn und Elektriker auch.
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19/2018: Limosine

  • Überflüssige Buchstaben (danke Holger):
    Kletterkarbarett
  • Sportmeldung der Woche (danke Jürgen): „Halbzeit. 1:1. Nach gutem Beginn kann Jena mit dem 1:1 sogar zufrieden sein. Die Gäste hätten nach den letzten Minuten auch früher können.“
    Manchmal kommt früher eben zuletzt.
  • Fehlende Buchstaben (danke Klaus):
    Unverhoft
    Unerhöht!
  • Schwierige Wörter I (danke Klaus):
    Limosine
    Der Genitiv geht diesem Autoverkauf leider auch vollkommen ab. Aber es gibt noch grausamere Exemplare:
    Limousiene
    Reiht sich leider ein in: die Maschiene, Apfelsiene und die
    Turbiene
  • Kleines Zeichen, großer Unterschied:
    Todesanzeige
    Das Zeichen „*“ vor dem Datum wird in solchen Anzeigen als Kennzeichnung des Geburtsdatums verwendet, ein Kreuz als Todesdatum). Das Geburtsdatum kann offensichtlich nicht gemeint sein, wenn die Töchter unterschrieben haben.
  • Schwierige Wörter II (danke Klaus):
    Capriolet
    Wenn bei Capri die rote Sonne …
  • Schwierige Wörter III (danke Klaus):
    Ackuschrauber
    Die Überforderung könnte beim Gebrauch des Dudens reduziert werden.
  • Getränke der Woche (danke Herr Kletschka):
    PilzWotka
    Pilz, Wotka — alles tolle Getränke. Da hat wohl einer beim Beschriften zu tief ins Glas geschaut.
  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche: „Das haben wir zentral in der Mitte platziert.“ Wenn ich etwas „in der Mitte“ platziere, kann es dann woanders als zentral liegen?
  • Homonym der Woche: die Chaise (danke Klaus). Die Chaise kann ein Sessel, eine Kutsche, ein Handwagen, ein Autoscooter-Fahrzeug, eine Frau (abwertend) und ein altes Auto sein.
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16/2018: Rasenmeher

  • Fehlende Buchstaben (danke Klaus):
    Inzenierung
    Inzest? Alles inszeniert!
  • Schwierige Wörter I:
    rigeros
    Also da muss ich auch rigoros sein.
  • Schwierige Wörter II (danke Klaus):
    Brandweinherstellung
    Ein Branntwein ist ein aus Wein hergestelltes stark alkoholisches Getränk.
    Aber die Schreibweise ändert sich dramatisch, obwohl sich die beiden Teile im Kompositum lediglich umkehren:
    Weinbrant
    In diesem Fall heißt es korrekt: Weinbrand. Wer soll da noch durchsehen? Am besten, man nimmt Abstand vom Alkohol.
  • Negation der Woche (danke Klaus):
    NieNicht
    Wie jetzt?
  • Schwierige Wörter III:
    Passasche
    Also möglicherweise kann man, wenn ein Pass verbrannt wird, über den Rest von Pass-Asche sprechen, aber die Passage muss ich im Duden noch suchen.
    Einen Hungerast kenne ich, aber den Hungerpunkt nicht.
  • Grauen der Woche (danke Klaus):
    Rasenmeher
    Mehr, meher, am mehersten.
  • Schwierige Wörter IV (danke Klaus):
    einleuten
    Nach dem Blütenrausch sollten die Leute geläutert werden!
  • Überflüssige Buchstaben (danke Klaus):
    Kreise
    Die Krise kreist …
  • Beruf der Woche (danke Klaus):
    Werkschuzfachkraf
    Na hoffentlich beherrscht er das Schützen des Werkes besser als das Schreiben.
  • Homonym der Woche: die Kur (danke Klaus). Die Kur steht für eine Heilbehandlung, für Doping beim Bodybuilding, für eine Wahlversammlung bei den Römern, für eine indonesische Insel, einen Fluss in Russland und für eine polnische Wappengemeinschaft.
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13/2018: Hazardör

  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche:
    DummeFehler
    Gibt es eigentlich auch schlaue Fehler?
  • Grammatik und unbestimmter Artikel (danke Klaus):
    EinVersuch
    Das ist wie: „Es gibt nur ein Rudi Völler …“
  • Missglückte Autokorrektur: „Mit Freindlichen Größe“. Immerhin nicht feindlich.
  • Schwierige Wörter I (danke Klaus):
    Besenreisser
    Ja, was hilft da? Der Duden! Besenreiser nennt man direkt in der Oberhaut liegende (sichtbare) Venen. Reißerisch ist das nicht.
  • Hyperlativ der Woche I (danke Christian): „Die Panasonic Lumix DMC-G81 (Praxis) setzt diesen ‚Trend‘ fort und weiß in unserem Test in jedem Bewertungspunkt mit einer mindestens sehr guten Leistung zu gefallen.“
    Was kommt denn über „mindestens sehr gut“?
  • Einen an sich passenden Namen für sein Verhalten innerhalb Spaniens hat doch der Carles Putschdämon. So heißt der doch, oder?
  • Hyperlativ der Woche II (danke Klaus):
    Maximal-Gau
    Was ist noch einmal ein Gau? Der größte anzunehmende Unfall. Mithin bereits der Superlativ.
  • Übertreibung der Woche (danke Sascha):
    Sechsstellig
    Tatsächlich waren es 86kg — das ist zweistellig. Aber vielleicht haben sie es ja auf mehr als 100 000 Päckchen aufgeteilt? Nein, der Wert in Euro war sechsstellig.
  • Schwierige Wörter II (danke Klaus):
    Hazardor
    Ui — es gibt dann noch den Inschenör, den Deckoradör und den Installadör.
    Nicht bei allem kann man eben auf die Frage: „Wie wird das geschrieben?“ antworten: „Wie man’s spricht.“ Siehe auch: Roy Bär.
    Übrigens: Ein Hasardeur ist jemand, der ein hohes Risiko eingeht. Kommt aus Frankreich, wird dort aber lustigerweise nicht mehr benutzt.
  • Schwierige Wörter III:
    Mackulatur
    Macke?
    Makulattur
    Latte?
  • Schwierige Wörter IV (danke Klaus):
    Ovolus
    Eine Ovolution!
  • Fehlende Buchstaben (danke Christian):
    Grossprojekte
    Ach deshalb haben so viele Großprojekte in Deutschland Schwierigkeiten — weil die Oberbürgermeister sie stürzen.
  • Schwierige Wörter V (danke Klaus):
    Schuzpe
    Chuzpe stammt aus dem Jiddischen und bedeutet Frechheit, Anmaßung.
  • Schwierige Wörter VI (danke Klaus):
    assistiert
    Ah, mit einem Assistenten zusammen hatte er 210. Am Ende hat der Goethe den Osterspaziergang gar nicht selbst geschrieben. Nein, jemandem etwas bestätigen heißt natürlich: attestieren.
  • Übrigens, zur Klarstellung vor Ostern: Gründonnerstag hat nichts mit Salat essen zu tun, die Karwoche auch nichts mit Autos und die Kreuzigung nichts mit Lotto spielen. Atmen!
  • Homonym der Woche: der Orden (danke Klaus). Ein Orden kann eine geistliche (z.B. Mönchsorden, aber bei Nonnen ist es keine Ordin;-) und auch eine weltliche (z.B. Ritterorden) Vereinigung sein. Dazu ist er eine Auszeichnung (russische Offiziere fallen fast nach vorn, weil sie so viele davon haben) und in der Heraldik bezeichnet man ein Prachtstück im Wappen ebenfalls als Orden.
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12/2018: Standurlaub

  • Zweifelhafter Bezug:
    Kindergetotet
    Also die AfD ist mir seit je her unsympathisch, aber dass sie jetzt auch noch Kinder mit dem Messer tötet …
    Außerdem: Entweder mit Artikel „mit dem Messer“ oder im Plural „mit Messern“.
  • Kommentar nach einem Sturz beim Snowboard: „Einmal den Schnee aus der Nase wischen und dann läuft das wieder.“
    Es ist ja ohnehin komisch, dass Nasen laufen, Füße hingegen riechen.
  • Deppenleerzeichen (danke Herr Ebel): „Nun kam es in Hessen zu der glücklichen Wendung, dass Schalldämpfer durch die Behörden für den Jagdgebrauch zu gelassen werden.“ Zu gelassen sollte man beim Schießen sein.
  • Körperteilkunde: Fußballer betonen ja sehr oft, dass sie „von Spiel zu Spiel denken“ — anderseits haben sie „das nächste Spiel vor der Brust“. Womit denkt so ein Fußballer eigentlich?
  • Fußballkommentar: „Es fehlt etwas in vertikaler Richtung.“ Ich wusste gar nicht, dass die Tore oben stehen.
  • Fehlende Buchstaben I (danke Dorit):
    Erwatungen
    Nicht überall gibt es in Afrika genug Wasser, durch das man waten kann.
  • Schwierige Wörter I:
    heisserKind
    Die Spielerin ist schwanger, aber mehr als 37°C „heiß“ wird das Kind wohl nicht sein.
  • Kulinarisches (danke Klaus):
    Burger
    Was heutzutage alles wählen darf.
  • Verbuchselte Wechsstaben:
    streben
    Streber?
  • Namen und Berufe (danke Klaus):
    Unmussig
    Oder anders gesagt: fleißig.
  • Schwierige Wörter II (danke Herr Ebel): „Moin moin, ich seniere schon des längeren damit den …“ Oje, ich sinniere noch, wie viele Fehler da noch drin sind.
  • Fehlende Buchstaben II (danke Jürgen):
    Standurlaub
    Oh, nur noch Stehplätze frei.
  • Überflüssige Buchstaben I:
    triester
    Natürlich kann ein Platz „Triester Platz“ heißen. Wenn er aber, wie hier gemeint, traurig/trübe ist, dann ist er trist.
    Der Vorname Tristan hat allerdings eine andere Bedeutung. Er kommt aus dem Keltischen und meint (Waffen-)Lärm.
  • Lustige Namen (danke Klaus):
    Pannenbacker
    Kein Wunder, dass da was schief geht.
  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche:
    Eieromelett
    Denkt man bei einem Omelett nicht immer zuerst an eine Eierspeise? Ja, liebe Veganer, gibt’s auch ohne Ei — aber steht dann extra dabei.
  • Überflüssige Buchstaben II (danke Herr Ebel):
    Riesssling
    So viel Riesß ist auch wieder nicht gut;-)
  • Schwierige Wörter III:
    DriftigerGrund
    Das Adjektiv „driftig“ gibt es tatsächlich, es bedeutet treibend (im Sinne von: treibt z.B. übers Wasser). Ein Grund kann womöglich auch driften, aber hier ist freilich gemeint: triftiger Grund (einleuchtend, zwingend).
  • Homonym der Woche: der Stein (danke Klaus). Der Stein ist ein Objekt aus Gesteinsmaterial. Edel kann er auch sein und ein Lager in einer Uhr. Früchte haben ihn innen (z.B. Kirschen), in Galle oder Niere nennt der Mediziner ihn Konkrement, als Gewichtseinheit wog er früher überall in Europa anders. Bei Brettspielen gibt’s den Stein, beim Curling und Rasenkraftsport (Steinstoßen), der Maurer baut damit Häuser und der Heraldiker Wappen.
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10/2018: Trugschuss

  • Fehlende Buchstaben I (danke Klaus):
    schussig
    Womöglich sogar abschüssig?
    Aber es gibt auch das:
    Trugschuss
  • Fußballkommentar: „Seine Mannschaft hat auswärts zu Hause bisher 19 Punkte erzielt.“ Und ist damit in der Tabelle oben unten.
  • Paradoxon der Woche (danke Klaus):
    Loch
    Was ist eigentlich ein Loch? Nichts — und etwas drum herum! Und das wird abgerissen?
  • Zweideutigkeit der Woche (danke Klaus):
    Umtauschpramie
    Frei nach dem Witz: „Ich habe im Baumarkt einen Werkzeugkasten für meinen Mann bekommen.“ Antwort der Freundin: „Guter Tausch!“
  • Fehlende Buchstaben II (danke Klaus):
    Sandstreifen
    An sich ist der Sandstreifen für ein brennendes Auto doch gut, oder?
    Aber da gibt es noch ganz andere Beispiele:
    Standsteifen
    Oder auch dies:
    Standseifen
  • Wortungetüm der Woche (danke Klaus):
    Agrardieselonlineantrag
    In meiner derzeitigen Arbeitswelt würde das nur „ADOA“ heißen und nach 2 bis 3 Monaten wüssten 80% der Kollegen nicht mehr, was es ausgesprochen heißt.
    Für solche Monster-Komposita ist die deutsche Sprache berüchtigt.
  • Homonym der Woche: die Klausur (danke Klaus). Die Klausur kennt jeder Student als eine Prüfung. Im Kloster gut es die Klausur auch als abgeschlossenen Teil. Und schlussendlich ist die Klausur auch noch eine Tagung oder Sitzung in Abgeschiedenheit. Insofern können sogenannte Klausurtagungen von Parteien kaum als Klausur bezeichnet werden — denn die Medienpräsenz ist mit „Abgeschiedenheit“ kaum vereinbar.
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09/2018: Freuheitsberaubung

  • Moderne Begriffe — heute: abholen. Wer wird nicht gern abgeholt? Als Kind vom Kindergarten, nach einer Reise am Bahnhof oder Flughafen. Das ist toll. Aber heute wird man geradezu inflationär abgeholt: „Wir müssen die Kunden mit unserer Botschaft abholen.“ Oder auch als Frage: „Wie kann ich dich in der Situation am besten abholen?“ Gar nicht! Du kannst dich um mich kümmern, mir Rückmeldung (Feedback ist nicht Neudeutsch, sondern Englisch!) geben und wir können in einen Austausch treten. Aber abgeholt werden mag ich so nicht.
  • Schwierige Wörter (danke Klaus):
    hacheln
    Vielleicht kann man ja auch mit einem Lächeln hecheln?
  • Überflüssige Buchstaben I:
    Bundesliega
    Das liegt am schlechten HSV-Spiel.
  • Überflüssige Buchstaben II (danke Klaus):
    Vorschlusslorbeeren
    Torschlusspanik?
  • Überflüssige Buchstaben III:
    Schnautze
    Und vom schlechten Deutsch.
  • So ein Virus lebt auch gefährlich (danke Klaus):
    Virusinfarkt
  • Fehlende Buchstaben I:
    Portugise
    Fehlen nur noch der „Bullgare“ und der „Hohlländer“!
  • Auch Freude kann man rauben (danke Klaus):
    Freuheitsberaubung
  • Jahreszeit der Woche: der Herbst. Angela Merkel sei gerade „im Herbst ihrer Kanzlerschaft“ hörte ich diese Woche. An sich ist es nahezu immer der Herbst, wenn von einem Lebensabschnitt gesprochen wird. Ein älterer Mensch ist „im Herbst seines Lebens“. Hört man, ein Mädchen ist „im Frühling seines Lebens“? Kaum. Und gar nicht kommen die beiden anderen Jahreszeiten vor. Komischerweise ist niemand im Sommer seiner Schaffensperiode oder im Winter seiner Amtszeit. Dabei würde das zu den momentanen Temperaturen gut passen.
  • Fehlende Buchstaben II (danke Klaus):
    Verraucher
    Stimmt eigentlich — Geld „verraucht“ gewöhnlich viel zu schnell.
  • Fehlende Buchstaben III:
    Beschafung
    Schafe können sogar die Heizung ersetzen.
  • Falsche Richtung (danke Klaus):
    gekauft
    Wo wird er die nur alle lagern?
  • Homonym der Woche: der Anzug (danke Klaus). Zunächst ist der Anzug ein Kleidungsstück, zudem das Mundstück der Pferdezäumung und der erste Zug im Schachspiel. Einen Anzug gibt’s noch im Brückenbau (geringer werdender Querschnitt eines Pfeilers).
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