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Ja, Sie lesen richtig: das Blog. Da es sich um das Internet-Tagebuch handelt, ist Blog von sächlichem Genus. Aber das nur als Erklärung für die Überschrift.

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Die bisherigen Ausgaben stehen jeweils als zusammengefasster Beitrag zur Verfügung. Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen.


1 - 10 von 549 Ergebnissen
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16/2018: Rasenmeher

  • Fehlende Buchstaben (danke Klaus):
    Inzenierung
    Inzest? Alles inszeniert!
  • Schwierige Wörter I:
    rigeros
    Also da muss ich auch rigoros sein.
  • Schwierige Wörter II (danke Klaus):
    Brandweinherstellung
    Ein Branntwein ist ein aus Wein hergestelltes stark alkoholisches Getränk.
    Aber die Schreibweise ändert sich dramatisch, obwohl sich die beiden Teile im Kompositum lediglich umkehren:
    Weinbrant
    In diesem Fall heißt es korrekt: Weinbrand. Wer soll da noch durchsehen? Am besten, man nimmt Abstand vom Alkohol.
  • Negation der Woche (danke Klaus):
    NieNicht
    Wie jetzt?
  • Schwierige Wörter III:
    Passasche
    Also möglicherweise kann man, wenn ein Pass verbrannt wird, über den Rest von Pass-Asche sprechen, aber die Passage muss ich im Duden noch suchen.
    Einen Hungerast kenne ich, aber den Hungerpunkt nicht.
  • Grauen der Woche (danke Klaus):
    Rasenmeher
    Mehr, meher, am mehersten.
  • Schwierige Wörter IV (danke Klaus):
    einleuten
    Nach dem Blütenrausch sollten die Leute geläutert werden!
  • Überflüssige Buchstaben (danke Klaus):
    Kreise
    Die Krise kreist …
  • Beruf der Woche (danke Klaus):
    Werkschuzfachkraf
    Na hoffentlich beherrscht er das Schützen des Werkes besser als das Schreiben.
  • Homonym der Woche: die Kur (danke Klaus). Die Kur steht für eine Heilbehandlung, für Doping beim Bodybuilding, für eine Wahlversammlung bei den Römern, für eine indonesische Insel, einen Fluss in Russland und für eine polnische Wappengemeinschaft.
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15/2018: Querolant

  • Schwierige Wörter I:
    Chlorophyl
    Das Blattgrün schreibt sich mit „phyl“ mehr „l“, nämlich: Chlorophyll.
  • Schwierige Wörter II (danke Klaus):
    Querolant
    Das ging schief bzw. quer.
    Ein Querulant ist lt. Duden jemand, der sich unnötigerweise beschwert und dabei starrköpfig auf sein [vermeintliches] Recht pocht.
  • Überflüssige Buchstaben:
    inhallieren
    Wenn der Husten laut genug ist, hallt er vielleicht auch.
  • Schwierige Wörter III (danke Klaus):
    Totesopfer
  • Stilfrage: „Insgesamt war es ein ausgeglichenes Spiel, wo heute das Momentum auf unserer Seite war.“ Dieser „Woismus“ greift immer mehr um sich. Beispiele gefällig? „Am Wochenende, wo (eher: ‚als‘ oder ‚an dem‘) ich beim Konzert war, habe ich im Hotel übernachtet.“ oder auch: „Wo (eher: ‚Als‘) ich gerade Getränke kaufen wollte, bemerkte ich, dass ich mein Geld vergessen hatte.“
    Mithin wäre beim Satz oben die stilvollere Formulierung: „Insgesamt war es ein ausgeglichenes Spiel, bei dem/welchem heute das Momentum auf unserer Seite war.“
  • Bahndurchsagen: „Aufgrund der verringerten Geschwindigkeit wird sich unsere Ankunftszeit verlängern.“ So, so — die Zeit verlängert sich also. Einstein wäre erstaunt, was die Deutsche Bahn so alles hinbekommt.
  • Denglisch der Woche (danke Klaus):
    Loop
    Wie das „schön“ heißt? Ich möchte gar nicht wissen, wie dann „gegreenlighted“ bewertet wird.
  • Paradoxon der Woche: „Da sind wir sehenden Auges reingegangen — Augen zu und durch.“ Ja, wie jetzt?
  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche (danke Klaus):
    ToteZiege
    So mancher läuft ja teils kopflos durch die Gegend — aber freilich nur im übertragenen Sinn. Dass eine Ziege ohne Kopf tot ist — wer hätte das gedacht?
  • Schwierige Wörter IV (danke Klaus):
    Weidgerechtigkeit
    Na dann — Weidmanns Hail.
  • Überflüssige Buchstaben (danke Klaus):
    Gelander
  • Homonym der Woche: der Strudel (danke Klaus). Der Strudel ist eine spiralförmige Strömung in einer Flüssigkeit und auch eine Speise.
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14/2018: Feindstaub

  • Neue Wörter (danke Klaus):
    Fakturation
    Guter Versuch, aber es heißt korrekt dennoch: Fakturierung.
  • Gleich zwei Fehler haben sich hier eingeschlichen (danke Steffen):
    Badebetrieb
    Man kann einen 14-tägigen Urlaub machen, dann ist man zwei Wochen am Stück weg. Wenn aber, wie hier gemeint, an jedem zweiten Dienstag Einschränkungen zu erwarten sind, dann heißt das 14-täglich. Wirklich.
  • Technikthema der Woche (danke Klaus):
    elektronischesAuto
    Elektrisch?
  • Schwierige Wörter I:
    Kascher
    Zwar gibt es den Häscher, aber ein sackartiges Netz an einem Rahmen heißt Kescher.
  • Schwierige Wörter II (danke Klaus):
    Kieferorthopede
    Stante pede? Das bedeutet übrigens: stehenden Fußes — so viel wie: sofort, umgehend. Ansonsten: Alles mit dem hintenangestellten Wortbildungselement -pädie bedeutet (aus dem Griechischen) Erziehung. Orthopädie bedeutet also eigentlich wörtlich: richtige Erziehung.
  • Anachronismus der Woche:
    NegativerBonus
    Also, ich bin ja auch eher fürs Belohnen, denn fürs Bestrafen. Aber das Gegenteil eines Bonus’ ist nun einmal ein Malus.
  • Überflüssige Buchstaben (danke Klaus):
    Feindstaub
    Zu Hause ist der Staub ja auch mein Feind Nr. 1.
  • Schwierige Verben (danke Steffen):
    Felsabsturz
    Die Gegensteine sind eine Felsformation im Harzvorland. „Aus zuschließen“ ist aber eine sehr seltsame Trennung.
  • Politikum der Woche (danke Klaus):
    SaarlandischerBundestag
    Oha — das Saarland, diese Querulanten. Jetzt haben sie schon ihren eigenen Bundestag!
  • Überschrift der Woche:
    Tokio
    Mit dem Fahrrad bis nach Japan — alle Achtung! Allerdings ist gemeint: An den 2020 in Tokio stattfindenden Olympischen Spielen nimmt die radelnde Frau Vogel auf jeden Fall noch teil.
  • Schwierige Wörter III (danke Klaus):
    rescharchieren
    Insbesondere empfiehlt es sich, im Duden zu recherchieren.
  • Wortspiel der Woche: In der erogenen Zone ist nur Schrittgeschwindigkeit erlaubt!
  • Genitiv der Woche (danke Klaus):
    gedenken
    Wessen gedenkt man? Kings. Klingt komisch? Ist aber korrekt.
  • Homonym der Woche: die Börse (danke Klaus). Die Börse ist allgemein ein Handelsplatz oder auch für Austausch, Kontaktaufnahme usw. (z.B. Jobbörse, Singlebörse, Tauschbörse). Speziell für den Handel mit Aktien spricht man auch von der Börse und schließlich heißt der Geldbeutel ebenso.
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13/2018: Hazardör

  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche:
    DummeFehler
    Gibt es eigentlich auch schlaue Fehler?
  • Grammatik und unbestimmter Artikel (danke Klaus):
    EinVersuch
    Das ist wie: „Es gibt nur ein Rudi Völler …“
  • Missglückte Autokorrektur: „Mit Freindlichen Größe“. Immerhin nicht feindlich.
  • Schwierige Wörter I (danke Klaus):
    Besenreisser
    Ja, was hilft da? Der Duden! Besenreiser nennt man direkt in der Oberhaut liegende (sichtbare) Venen. Reißerisch ist das nicht.
  • Hyperlativ der Woche I (danke Christian): „Die Panasonic Lumix DMC-G81 (Praxis) setzt diesen ‚Trend‘ fort und weiß in unserem Test in jedem Bewertungspunkt mit einer mindestens sehr guten Leistung zu gefallen.“
    Was kommt denn über „mindestens sehr gut“?
  • Einen an sich passenden Namen für sein Verhalten innerhalb Spaniens hat doch der Carles Putschdämon. So heißt der doch, oder?
  • Hyperlativ der Woche II (danke Klaus):
    Maximal-Gau
    Was ist noch einmal ein Gau? Der größte anzunehmende Unfall. Mithin bereits der Superlativ.
  • Übertreibung der Woche (danke Sascha):
    Sechsstellig
    Tatsächlich waren es 86kg — das ist zweistellig. Aber vielleicht haben sie es ja auf mehr als 100 000 Päckchen aufgeteilt? Nein, der Wert in Euro war sechsstellig.
  • Schwierige Wörter II (danke Klaus):
    Hazardor
    Ui — es gibt dann noch den Inschenör, den Deckoradör und den Installadör.
    Nicht bei allem kann man eben auf die Frage: „Wie wird das geschrieben?“ antworten: „Wie man’s spricht.“ Siehe auch: Roy Bär.
    Übrigens: Ein Hasardeur ist jemand, der ein hohes Risiko eingeht. Kommt aus Frankreich, wird dort aber lustigerweise nicht mehr benutzt.
  • Schwierige Wörter III:
    Mackulatur
    Macke?
    Makulattur
    Latte?
  • Schwierige Wörter IV (danke Klaus):
    Ovolus
    Eine Ovolution!
  • Fehlende Buchstaben (danke Christian):
    Grossprojekte
    Ach deshalb haben so viele Großprojekte in Deutschland Schwierigkeiten — weil die Oberbürgermeister sie stürzen.
  • Schwierige Wörter V (danke Klaus):
    Schuzpe
    Chuzpe stammt aus dem Jiddischen und bedeutet Frechheit, Anmaßung.
  • Schwierige Wörter VI (danke Klaus):
    assistiert
    Ah, mit einem Assistenten zusammen hatte er 210. Am Ende hat der Goethe den Osterspaziergang gar nicht selbst geschrieben. Nein, jemandem etwas bestätigen heißt natürlich: attestieren.
  • Übrigens, zur Klarstellung vor Ostern: Gründonnerstag hat nichts mit Salat essen zu tun, die Karwoche auch nichts mit Autos und die Kreuzigung nichts mit Lotto spielen. Atmen!
  • Homonym der Woche: der Orden (danke Klaus). Ein Orden kann eine geistliche (z.B. Mönchsorden, aber bei Nonnen ist es keine Ordin;-) und auch eine weltliche (z.B. Ritterorden) Vereinigung sein. Dazu ist er eine Auszeichnung (russische Offiziere fallen fast nach vorn, weil sie so viele davon haben) und in der Heraldik bezeichnet man ein Prachtstück im Wappen ebenfalls als Orden.
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12/2018: Standurlaub

  • Zweifelhafter Bezug:
    Kindergetotet
    Also die AfD ist mir seit je her unsympathisch, aber dass sie jetzt auch noch Kinder mit dem Messer tötet …
    Außerdem: Entweder mit Artikel „mit dem Messer“ oder im Plural „mit Messern“.
  • Kommentar nach einem Sturz beim Snowboard: „Einmal den Schnee aus der Nase wischen und dann läuft das wieder.“
    Es ist ja ohnehin komisch, dass Nasen laufen, Füße hingegen riechen.
  • Deppenleerzeichen (danke Herr Ebel): „Nun kam es in Hessen zu der glücklichen Wendung, dass Schalldämpfer durch die Behörden für den Jagdgebrauch zu gelassen werden.“ Zu gelassen sollte man beim Schießen sein.
  • Körperteilkunde: Fußballer betonen ja sehr oft, dass sie „von Spiel zu Spiel denken“ — anderseits haben sie „das nächste Spiel vor der Brust“. Womit denkt so ein Fußballer eigentlich?
  • Fußballkommentar: „Es fehlt etwas in vertikaler Richtung.“ Ich wusste gar nicht, dass die Tore oben stehen.
  • Fehlende Buchstaben I (danke Dorit):
    Erwatungen
    Nicht überall gibt es in Afrika genug Wasser, durch das man waten kann.
  • Schwierige Wörter I:
    heisserKind
    Die Spielerin ist schwanger, aber mehr als 37°C „heiß“ wird das Kind wohl nicht sein.
  • Kulinarisches (danke Klaus):
    Burger
    Was heutzutage alles wählen darf.
  • Verbuchselte Wechsstaben:
    streben
    Streber?
  • Namen und Berufe (danke Klaus):
    Unmussig
    Oder anders gesagt: fleißig.
  • Schwierige Wörter II (danke Herr Ebel): „Moin moin, ich seniere schon des längeren damit den …“ Oje, ich sinniere noch, wie viele Fehler da noch drin sind.
  • Fehlende Buchstaben II (danke Jürgen):
    Standurlaub
    Oh, nur noch Stehplätze frei.
  • Überflüssige Buchstaben I:
    triester
    Natürlich kann ein Platz „Triester Platz“ heißen. Wenn er aber, wie hier gemeint, traurig/trübe ist, dann ist er trist.
    Der Vorname Tristan hat allerdings eine andere Bedeutung. Er kommt aus dem Keltischen und meint (Waffen-)Lärm.
  • Lustige Namen (danke Klaus):
    Pannenbacker
    Kein Wunder, dass da was schief geht.
  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche:
    Eieromelett
    Denkt man bei einem Omelett nicht immer zuerst an eine Eierspeise? Ja, liebe Veganer, gibt’s auch ohne Ei — aber steht dann extra dabei.
  • Überflüssige Buchstaben II (danke Herr Ebel):
    Riesssling
    So viel Riesß ist auch wieder nicht gut;-)
  • Schwierige Wörter III:
    DriftigerGrund
    Das Adjektiv „driftig“ gibt es tatsächlich, es bedeutet treibend (im Sinne von: treibt z.B. übers Wasser). Ein Grund kann womöglich auch driften, aber hier ist freilich gemeint: triftiger Grund (einleuchtend, zwingend).
  • Homonym der Woche: der Stein (danke Klaus). Der Stein ist ein Objekt aus Gesteinsmaterial. Edel kann er auch sein und ein Lager in einer Uhr. Früchte haben ihn innen (z.B. Kirschen), in Galle oder Niere nennt der Mediziner ihn Konkrement, als Gewichtseinheit wog er früher überall in Europa anders. Bei Brettspielen gibt’s den Stein, beim Curling und Rasenkraftsport (Steinstoßen), der Maurer baut damit Häuser und der Heraldiker Wappen.
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11/2018: Deliverbar

  • Schwierige Wörter I (danke Klaus):
    begleitet
    Womöglich kann man Ämter auch begleiten, aber i.d.R. werden sie bekleidet!
  • Wortungetüm der Woche (danke Jürgen): Telekommunikationinfrastrukturbeauftragter.
    Wenn ich einmal groß bin, werde ich das auch.
  • Schlagzeile der Woche:
    Geschlecht
    Das Geschlecht der Prinzessin ist bekannt? Ich würde vermuten: weiblich!
  • Überflüssige Buchstaben (danke Klaus):
    routiert
    Das hat also Routine?
  • Kindermund der Woche. Beim Tiereraten (jemand denkt sich ein Tier aus und man antwortet auf die Fragen danach nur mit „Ja“ oder „Nein“). Emma (10) hat sich schon bis zu „ein Vogel“ vorgearbeitet und rät: „Pinguin? Pfau?“ Immer antworte ich: „Nein“. Aber um ihr einen Tipp zu geben, sage ich: „P als Anfangsbuchstabe ist schon nicht schlecht.“ Darauf sie: „Pechvogel!"
  • Was ist eigentlich ein Blockbuster? Ein Bestseller! Wirklich? So weit ist es schon gekommen, dass ein englisches Wort mit einem anderen erklärt wird. Das ist nämlich nicht Neudeutsch, das ist Englisch. Übrigens: Verkaufsschlager.
  • Warum wird aus „Bürger“ immer häufiger der „Mitbürger“? Warum soll ich nur „Mit-“ sein? So wie bei „Fahrer“ und „Mitfahrer“ oder „Bewohner“ und „Mitbewohner“. Aber in diesen Fällen gibt es eine spezielle Bedeutung. Wo aber ist der Unterschied zwischen Bürgern und Mitbürgern?
  • Paradoxon der Woche I in einem Vorstellungsgespräch: „Damit konnte ich einen Download hochladen.“ Die Kandidatin war etwas aufgeregt.
  • Schwierige Wörter II: „Wir haben ihnen einen Termin anvisiert.“ Aufs Korn genommen? Wenn ich etwas anvisiere, dann ziele ich auf etwas. Ein (zukünftiger) Termin aber kann angekündigt, avisiert werden.
  • Überflüssige Informationen im kurzen Text:
    DrittesMal
    So weit kann jedes Vorschulkind rechnen: Wenn man zum dritten Mal Eltern wird, sind bereits zwei Kinder da. Im Grunde ist aber auch die Zeitform „haben bereits zwei Kinder“ falsch, denn inzwischen sind es ja drei! Korrekt müsste es „hatten bereits zwei Kinder“ heißen.
  • Um gender-mäßig korrekt zu sein, soll ja im alten Volkslied „Der Mond ist aufgegangen“ die Zeile „und unser’n kranken Nachbarn auch“ in „und alle kranken Menschen auch“ geändert werden.
    Genau genommen hätte ich mich als Kämpferin oder KämpferIn oder Kämpfer*in oder Kämpferix für gender-gerechte Sprache gar nicht darüber aufregen müssen, denn offenbar werden im Liedtext nur männliche Zeitgenossen als krank beschrieben — Frauen sind stets gesund. Davon hätte ich mich als Mann eigentlich schon immer betroffen fühlen müssen. Gut, dass das jetzt endlich vorbei ist!
  • Denglisch der Woche: „… damit das ein deliverbarer Service wird.“ Geliefert wird nämlich schon lange nicht mehr.
  • Paradoxon der Woche II:
    Mordsgluck
    Die Frau hat überlebt und das heißt dann „Mordsglück“?
  • Homonym der Woche: der Stoff (danke Klaus). Die Näherin kennt den Stoff und der Chemiker. Es gibt den Werkstoff und den Stoff in der Literatur. Der Lehrer vermittelt den Stoff und der Drogenhändler auch.
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10/2018: Trugschuss

  • Fehlende Buchstaben I (danke Klaus):
    schussig
    Womöglich sogar abschüssig?
    Aber es gibt auch das:
    Trugschuss
  • Fußballkommentar: „Seine Mannschaft hat auswärts zu Hause bisher 19 Punkte erzielt.“ Und ist damit in der Tabelle oben unten.
  • Paradoxon der Woche (danke Klaus):
    Loch
    Was ist eigentlich ein Loch? Nichts — und etwas drum herum! Und das wird abgerissen?
  • Zweideutigkeit der Woche (danke Klaus):
    Umtauschpramie
    Frei nach dem Witz: „Ich habe im Baumarkt einen Werkzeugkasten für meinen Mann bekommen.“ Antwort der Freundin: „Guter Tausch!“
  • Fehlende Buchstaben II (danke Klaus):
    Sandstreifen
    An sich ist der Sandstreifen für ein brennendes Auto doch gut, oder?
    Aber da gibt es noch ganz andere Beispiele:
    Standsteifen
    Oder auch dies:
    Standseifen
  • Wortungetüm der Woche (danke Klaus):
    Agrardieselonlineantrag
    In meiner derzeitigen Arbeitswelt würde das nur „ADOA“ heißen und nach 2 bis 3 Monaten wüssten 80% der Kollegen nicht mehr, was es ausgesprochen heißt.
    Für solche Monster-Komposita ist die deutsche Sprache berüchtigt.
  • Homonym der Woche: die Klausur (danke Klaus). Die Klausur kennt jeder Student als eine Prüfung. Im Kloster gut es die Klausur auch als abgeschlossenen Teil. Und schlussendlich ist die Klausur auch noch eine Tagung oder Sitzung in Abgeschiedenheit. Insofern können sogenannte Klausurtagungen von Parteien kaum als Klausur bezeichnet werden — denn die Medienpräsenz ist mit „Abgeschiedenheit“ kaum vereinbar.
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09/2018: Freuheitsberaubung

  • Moderne Begriffe — heute: abholen. Wer wird nicht gern abgeholt? Als Kind vom Kindergarten, nach einer Reise am Bahnhof oder Flughafen. Das ist toll. Aber heute wird man geradezu inflationär abgeholt: „Wir müssen die Kunden mit unserer Botschaft abholen.“ Oder auch als Frage: „Wie kann ich dich in der Situation am besten abholen?“ Gar nicht! Du kannst dich um mich kümmern, mir Rückmeldung (Feedback ist nicht Neudeutsch, sondern Englisch!) geben und wir können in einen Austausch treten. Aber abgeholt werden mag ich so nicht.
  • Schwierige Wörter (danke Klaus):
    hacheln
    Vielleicht kann man ja auch mit einem Lächeln hecheln?
  • Überflüssige Buchstaben I:
    Bundesliega
    Das liegt am schlechten HSV-Spiel.
  • Überflüssige Buchstaben II (danke Klaus):
    Vorschlusslorbeeren
    Torschlusspanik?
  • Überflüssige Buchstaben III:
    Schnautze
    Und vom schlechten Deutsch.
  • So ein Virus lebt auch gefährlich (danke Klaus):
    Virusinfarkt
  • Fehlende Buchstaben I:
    Portugise
    Fehlen nur noch der „Bullgare“ und der „Hohlländer“!
  • Auch Freude kann man rauben (danke Klaus):
    Freuheitsberaubung
  • Jahreszeit der Woche: der Herbst. Angela Merkel sei gerade „im Herbst ihrer Kanzlerschaft“ hörte ich diese Woche. An sich ist es nahezu immer der Herbst, wenn von einem Lebensabschnitt gesprochen wird. Ein älterer Mensch ist „im Herbst seines Lebens“. Hört man, ein Mädchen ist „im Frühling seines Lebens“? Kaum. Und gar nicht kommen die beiden anderen Jahreszeiten vor. Komischerweise ist niemand im Sommer seiner Schaffensperiode oder im Winter seiner Amtszeit. Dabei würde das zu den momentanen Temperaturen gut passen.
  • Fehlende Buchstaben II (danke Klaus):
    Verraucher
    Stimmt eigentlich — Geld „verraucht“ gewöhnlich viel zu schnell.
  • Fehlende Buchstaben III:
    Beschafung
    Schafe können sogar die Heizung ersetzen.
  • Falsche Richtung (danke Klaus):
    gekauft
    Wo wird er die nur alle lagern?
  • Homonym der Woche: der Anzug (danke Klaus). Zunächst ist der Anzug ein Kleidungsstück, zudem das Mundstück der Pferdezäumung und der erste Zug im Schachspiel. Einen Anzug gibt’s noch im Brückenbau (geringer werdender Querschnitt eines Pfeilers).
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08/2018: Bandscheidenoperation

  • Denglisch der Woche I. Beim Snowboard: „Er steht jetzt hier als Leader aus seinem Heat.“
    Here stehe ich, I cannot others.
  • Denglisch der Woche II:
    Staff
    Hier sollte noch mehr hinterfragt werden!
  • Wortspiel der Woche I: Hat ein kinderreiches Paar überzeugt?
  • Wortspiel der Woche II: Wenn der Platzwart auf der anderen Seite steht, ist es dann Gegenwart?
  • Untertreibung der Woche (danke Klaus):
    Wegle
    Ein Wegle ist ja ohne Zweifel die Verkleinerungsform (der Diminutiv) von Weg, ein Wegchen sozusagen. Wie schmal muss wohl ein „kleines Wegle“ sein?
  • Überflüssige Buchstaben I:
    rechtswiedrig
    Nun, ein Gericht brauchen wir für die orthografische Richtigstellung nicht.
  • Worauf Google so alles Patente hält (danke Klaus):
    Herzschnittmacher
    Für Herzgeschnitzeltes …
  • Medizinisches (danke Klaus):
    Bandscheidenoperation
    Scheiden tut eben weh.
  • Fußballkommentar: „Talsika ist der Bambini der Mannschaft.“ Also, ach nein. Warum der Spieler einer türkischen Mannschaft mit einer italienischen Bezeichnung beschrieben werden soll, ist mir nicht klar. Mehr noch: Bambini ist die Mehrzahl von Bambino — das Kind. Im Italienischen ist Bambino also männlich.
    Man hätte einfach „das Küken“ oder „der Jungspund“ sagen können.
  • Überflüssige Buchstaben II:
    risskant
    So ginge es vielleicht, wenn man philosophisch denkt: „Da riss Kant das Papier vor Wut entzwei.“
  • Homonym der Woche: die Zeichnung (danke Klaus). Die Zeichnung ist ein Bild in der Kunst oder der Architektur oder für Konstruktionen. Eine Zeichnung kann aber auch eine Unterschrift, ein Muster auf dem Fell von Tieren und das Beantragen von Wertpapieren.
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07/2018: Abonennt

  • Schwierige Wörter I (danke Klaus):
    Abonnent
    Wer mir das richtige Abo nennt, der ist der Abonnent.
  • Problematische Verben:
    habert
    Vor allem hapert es mit der Rechtschreibung!
  • Schwierige Wörter II (danke Klaus):
    Akuise
    Nun, wenn Akquise zur schwierig ist, könnte man ja Kundengewinnung schreiben.
  • Schwierige Wörter III:
    Rachenschaft
    Hobin Rood — der Rächenschaftler der Enterbten!
  • Studienwahl der Woche:
    poltik
    Welch ein Glück, dass Deutsch nicht in der engeren Auswahl ist.
  • Denglisch der Woche:
    gefixed
    Und ich hoffe, das hat geklapped.
  • Fehlende Buchstaben I:
    Wal
    Es gäbe dann noch die Qual der Wal;-)
  • Fehlende Buchstaben II (danke Klaus):
    Gehilfen
    Die Gehilfen oder die Gehhilfen? Hhilfe!
    Es gibt aber noch weitere Beispiele:
    Geminuten
    Gebehinderung
    Geweg
    Gewegplatten
    Ach, ge weg!
    Aber, und wer hätte das gedacht — es gibt z.B. den Gehflügel. Was das ist? Bei zweiflügligen Türen gibt es einen Geh- und einen Stehflügel.
  • Komische Wörter (danke Klaus):
    uniken
    Es kann ja jemand ein Unikat sein, aber „unik“ gibt’s im Deutschen nicht. Auf Englisch sagt man „unique“, aber warum wird nicht das schöne Wort „einzigartig“ benutzt?
  • Fehlende Buchstaben III (danke Klaus):
    kandieren
    Eine kandierte Frau Nahles — wie süß.
  • Was alles so zur Ersten Hilfe zählt:
    ErsteHilfe
  • Homonym der Woche: der Fuß (danke Klaus). Der Fuß ist unten am Bein, aber auch ein Längenmaß (bei den SI-Einheiten-Verweigerern). Der Fuß kommt weiterhin beim Druck und bei Geräten und Möbeln vor. Der Münzfuß ist eine Vorschrift zum Edelmetallgehalt und bei einer Orgel ist der Fuß eine Bezeichnung der Tonhöhe der Register. Beim Baum ist der Fuß der untere oberirdische Teil des Stammes. Es gibt den Versfuß und manchmal den Hinkefuß.
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