Beiträge zum Thema: namen

Deutschthemen zum Freitag - Das Blog


Ja, Sie lesen richtig: das Blog. Da es sich um das Internet-Tagebuch handelt, ist Blog von sächlichem Genus. Aber das nur als Erklärung für die Überschrift.

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Gern dürfen die Beiträge zitiert werden - über eine entsprechende Quellenangabe mit Link freue ich mich.

Die bisherigen Ausgaben stehen jeweils als zusammengefasster Beitrag zur Verfügung. Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen.

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12/2019: Papiertrolle

  • Übelsetzung der Woche (danke Herr Ebel):
    GrosseDateien
    Schau es in kürzester Zeit flach — köstlich!
  • Überflüssige Buchstaben (danke Klaus):
    Papiertrolle
    Die Trolle — sie sind unter uns!
  • Fall der Woche (danke Klaus):
    Totem
    Ein Totem als Warnsystem — ob das funktioniert?
  • Deppenleerzeichen (danke Markus):
    MutterErde
    Viel Spaß beim Transport.
  • Fehlende Buchstaben (danke Markus):
    shit_n
    So ein Sch…
  • Lustige Namen:
    DoPing
    Also, von einer Karriere als Leistungssportler würde ich mit diesem Namen absehen.
  • Homonym der Woche: die Mulde (danke Klaus). Die Mulde ist eine leichte Vertiefung im Boden, ein Trog und ein Fluss im Osten Deutschlands.
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12/2018: Standurlaub

  • Zweifelhafter Bezug:
    Kindergetotet
    Also die AfD ist mir seit je her unsympathisch, aber dass sie jetzt auch noch Kinder mit dem Messer tötet …
    Außerdem: Entweder mit Artikel „mit dem Messer“ oder im Plural „mit Messern“.
  • Kommentar nach einem Sturz beim Snowboard: „Einmal den Schnee aus der Nase wischen und dann läuft das wieder.“
    Es ist ja ohnehin komisch, dass Nasen laufen, Füße hingegen riechen.
  • Deppenleerzeichen (danke Herr Ebel): „Nun kam es in Hessen zu der glücklichen Wendung, dass Schalldämpfer durch die Behörden für den Jagdgebrauch zu gelassen werden.“ Zu gelassen sollte man beim Schießen sein.
  • Körperteilkunde: Fußballer betonen ja sehr oft, dass sie „von Spiel zu Spiel denken“ — anderseits haben sie „das nächste Spiel vor der Brust“. Womit denkt so ein Fußballer eigentlich?
  • Fußballkommentar: „Es fehlt etwas in vertikaler Richtung.“ Ich wusste gar nicht, dass die Tore oben stehen.
  • Fehlende Buchstaben I (danke Dorit):
    Erwatungen
    Nicht überall gibt es in Afrika genug Wasser, durch das man waten kann.
  • Schwierige Wörter I:
    heisserKind
    Die Spielerin ist schwanger, aber mehr als 37°C „heiß“ wird das Kind wohl nicht sein.
  • Kulinarisches (danke Klaus):
    Burger
    Was heutzutage alles wählen darf.
  • Verbuchselte Wechsstaben:
    streben
    Streber?
  • Namen und Berufe (danke Klaus):
    Unmussig
    Oder anders gesagt: fleißig.
  • Schwierige Wörter II (danke Herr Ebel): „Moin moin, ich seniere schon des längeren damit den …“ Oje, ich sinniere noch, wie viele Fehler da noch drin sind.
  • Fehlende Buchstaben II (danke Jürgen):
    Standurlaub
    Oh, nur noch Stehplätze frei.
  • Überflüssige Buchstaben I:
    triester
    Natürlich kann ein Platz „Triester Platz“ heißen. Wenn er aber, wie hier gemeint, traurig/trübe ist, dann ist er trist.
    Der Vorname Tristan hat allerdings eine andere Bedeutung. Er kommt aus dem Keltischen und meint (Waffen-)Lärm.
  • Lustige Namen (danke Klaus):
    Pannenbacker
    Kein Wunder, dass da was schief geht.
  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche:
    Eieromelett
    Denkt man bei einem Omelett nicht immer zuerst an eine Eierspeise? Ja, liebe Veganer, gibt’s auch ohne Ei — aber steht dann extra dabei.
  • Überflüssige Buchstaben II (danke Herr Ebel):
    Riesssling
    So viel Riesß ist auch wieder nicht gut;-)
  • Schwierige Wörter III:
    DriftigerGrund
    Das Adjektiv „driftig“ gibt es tatsächlich, es bedeutet treibend (im Sinne von: treibt z.B. übers Wasser). Ein Grund kann womöglich auch driften, aber hier ist freilich gemeint: triftiger Grund (einleuchtend, zwingend).
  • Homonym der Woche: der Stein (danke Klaus). Der Stein ist ein Objekt aus Gesteinsmaterial. Edel kann er auch sein und ein Lager in einer Uhr. Früchte haben ihn innen (z.B. Kirschen), in Galle oder Niere nennt der Mediziner ihn Konkrement, als Gewichtseinheit wog er früher überall in Europa anders. Bei Brettspielen gibt’s den Stein, beim Curling und Rasenkraftsport (Steinstoßen), der Maurer baut damit Häuser und der Heraldiker Wappen.
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46/2017: Angeld

  • Überflüssige Buchstaben:
    Bergreifen
    Der Bergreifen — gänzlich ungeeignet in Tälern!
  • Schwierige Wörter (danke Patrick):
    Adjektiv
    Das ist, objektiv betrachtet, falsch.
  • Denglisch der Woche I. Aus der Beschreibung einer Ferienwohnung bei Booking.com:
    WirsprechenIhreSprache
    Wir sprechen Ihre Sprache — ja, gleich mehrere.
  • Österreichisch der Woche (danke Klaus):
    Angeld
    Der regionale Ausdruck für: Anzahlung.
  • Das ist ja (nicht) die Höhe (danke Klaus):
    Erstbesteigung
  • Angebot der Woche (danke Klaus):
    Wanderschuh
    Vermutlich ist der leuchtende Streifen aus Gold. Immerhin — keine Versandkosten!
  • Denglisch der Woche II. Kommentar beim Basketball: „Seine Mitspieler nennen ihn ‚Hawk‘, also Adler.“ Klar, und Eagle heißt dann Falke?
  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche: „Das sind ja unsere bestehenden Bestandskunden.“
  • (Un)passende Namen (danke Klaus):
    Habenschadenstrasse
    Klar, da sollte man auch nicht entlang fahren.
  • Homonym der Woche: das Trimmen (danke Klaus). Trimmen bezeichnet die Fellpflege bei Hunden, die Lage-Ausrichtung von Körpern, in der Elektronik der Parameterabgleich und in der Statistik gibt es das Trimmen auch.
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16/2017: Mienenfeld

  • Schwierige Wörter I (danke Klaus):
    Sekular
    Säkular bedeutet weltlich.
  • Kindermund der Woche I. Mein Neffe Tobias (4) sieht beim Schachspiel zu und meint zu einer bereits geschlagenen Figur: „Die ist eingeschläfert.“
  • Kindermund der Woche II. Emma (9) steht unter einer Dachschräge und meint: „Es wäre besser, wenn wir Menschen dreieckig wären.“
  • Schwierige Wörter II (danke Klaus):
    Mienenfeld
    Alles voller orthografischer Tretminen.
  • Wird Honig geschlachtet? Oder gar die Bienen?
    SchlachteHonig
  • Hier ist schon das Gelb scharf. Wie wird dann erst das Rot sein?
    ScharfesGelb
  • Passende Namen:
    Nachtigall
    Als Ornithologe kann man kaum einen besseren Namen haben.
  • 2. Person Präsens von „halten“ (danke Uta):
    halst
    Das hältst du einfach nicht aus! Helene an sich hält man ja kaum aus.
  • Kreatives Wortspiel zu Ostern:
    OsterEggstra
  • Ein Schuss — zwei Tore, je eines pro Mannschaft (danke Jürgen):
    3zu3
  • Schwierige Wörter III (danke Klaus):
    verfranst
    Richtig ist: verfranzen. Der Beobachter in einem Militärflugzeug hat unter Soldaten den Beinamen Franz. Machte dieser seine Arbeit nicht richtig und geriet das Flugzeug deswegen auf Abwege, hatte man sich verfranzt.
  • Homonym der Woche: die Fuge (danke Klaus). Neben einem allgemeinen  Zwischenraum bezeichnet die Fuge im Bauwesen noch eine schmale Stelle zwischen Bauteilen und in der Musik eine kontrapunktische Form. Die Linguistik kennt die Fuge und bei der Herstellung von Bilderrahmen gibt’s sie auch.
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11/2017: Erbeneintopf

  • Fehlende Buchstaben:
    Knopdruck
    Fast hätte ich ein „Dolländisch“ der Woche einführen können, aber der Knopf wird bei unseren Nachbarn „knoop“ geschrieben.
    Immerhin ist Barriere korrekt geschrieben, nicht so hier:
    Barjare
  • Aber es geht noch „besser“:
    Karjahre
    Die liebe Justine hätte mal besser ausschließlich mit Bildchen „geschrieben“, denn in der munteren Aneinanderreihung verschieden bunter Herzchen ist sie Spitze. Karriere wird sie damit aber vielleicht nicht machen.
  • Passende Namen (danke Klaus):
    Lackus
  • Denglisch der Woche und ein neues Wort (danke Michael):
    Geasteliste
  • Was ist die Mehrzahl von Pasta (danke Bernd)?
    Pasten
    Die Pasta hat keinen Plural, ein Pluraletantum sozusagen. Eine einzelne Nudel ist wohl auch nur bei Loriot von Bedeutung.
  • Zweifelhafter Bezug (danke Ralf-Ingo):
    Stephany
    Die Dame (war zuletzt die älteste Anhängerin des FC Carl Zeiss Jena) wurde stolze 109 Jahre alt. Und sie kümmerte sich noch um ihre Mutter?
  • Fehlende Buchstaben (danke Markus):
    Erbeneintopf
    Und nächste Woche im Angebot: Hinterbliebenen-Salat und Nachlassempfänger-Hacksteak.
  • Homonym der Woche: die Jakobsleiter. Auch als Himmelsleiter zum Aufstieg zwischen Erde und Himmel bekannt, aber es gibt auch eine Pflanze mit dem Namen Himmelsleiter und eine in der Seefahrt verwendete Strickleiter heißt auch so.
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48/2015: Scheißhund

  • Die Kinderseite der Zeitung erwähnt ein Bauwerk von 25m Höhe (danke Wolf). Um den Kindern zu veranschaulichen, wie viel das ist, folgt diese Erklärung: „Das ist ein 10m-Turm und noch einer und noch ein 5m-Turn.“ Na, ob Kinder sich das nun besser vorstellen können?
  • Auf den Hund gekommen (danke Herr Dr. Graf):
    Scheisshund
    Ob sich das verkaufsfördernd auswirkt?
  • Manche Agenturen sind ihrer Zeit eben voraus (danke Herr Ebel): „10.04.2013: Am 22.02.14 wurde in Berlin der Verein ... gegründet.“
  • Passende Namen (danke Klaus):
    Vielreicher
  • Schwierige Präpositionen: „Erst einmal bin ich persönlich enttäuscht über Jürgen Reinholz.“ Und ich bin enttäuscht von den Deutschkenntnissen des Präsidenten des Thüringer Landtages.
  • Aus einer Leichtathletik-Zeitschrift: „Der frühere sowjetische Bundestrainer Fed Kudu …“ Der Mann war unzweifelhaft Cheftrainer der sowjetischen Mannschaft, aber Bundestrainer war er nicht.
  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche: „Französische Polizei fordert Verbot von Tor und öffentlichen WLAN-Netzen“. Wa bedeutet noch gleich das N in WLAN? Network! Ein Netzwerk-Netz - naja.
  • Tolle Angebote auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt (danke Florian):
    Blasen
  • Ist das eine positive Nachricht (danke Robby)?
    Versandet
    Der Auftrag ist versandet - na Klasse.
  • Dialekte sind etwas Schönes, z.B. Schwäbisch: „Da schick ich dem ein Infole.“ Zum Verständnis die Übersetzung: gemeint ist eine Information (Info).
  • Homonym der Woche: der Sprung (danke Herr Ebel). Der Sprung kann ein Gefäßriss, aber auch ein Mauervorsprung und eine Felsspalte sein. Eine Ansammlung von Rehen heißt Sprung, genauso wie die Steigerung von Hüpfer. Das Pulsieren des Blutes und das Zerplatzen von Blasen in kochendem Wasser werden als Sprung bezeichnet. Wenn der Winzer die Rebe niederlegt und eingräbt sowie umgangssprachlich eine kurze Entfernung und der Sprung in der Schüssel.
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45/2015: Oktobus

  • Denglisch der Woche aus einer ZDF-Werbung:
    Anchor
    Anchor ist Englisch und kann u.a. Anker, aber auch Nachrichtensprecher/Chefsprecher bedeuten. Aber ich finde, das Zweite Deutsche Fernsehen braucht so etwas nicht!
  • „Kinder“-Mund der Woche. Tim (17, 11. Klasse): „Im Geographie-Test habe ich 14 (von 15) Punkten. Wir mussten u.a. wissen, welches der höchste Berg der Erde ist, der längste Fluss Europas usw.“ Darauf ich: „Aber das ist doch das Niveau der 7. Klasse.“ Tim: „Nein, ein Erfolgserlebnis.“
  • Komische Formulierung: „Er studiert auf Grundschul-Lehramt.“ Das las ich bisher nur bei Pädagogik-Studenten. Komischerweise studiert niemand „auf“ Physik, Medizin oder Maschinenbau. „Auf“ kann im Deutschen als Präposition und als Adverb genutzt werden. Oben ist es eine Präposition, wobei es mehrere Bedeutungen gibt. „Auf etwas studieren“ könnte die Art und Weise (z.B. „auf elegante Art“) oder die Angabe eines Ziels/Zwecks/Wunsches (z.B. „auf Zeit spielen“) sein. Aber ich finde, dass „Er studiert Grundschul-Lehramt.“ vollkommen ausreichend ist. Das „auf“ ist in dem Satz entbehrlich.
  • Was man nicht alles aus dem sog. Internet herunterladen kann (danke Klaus):
    Stornierung
  • Passende Namen (danke Klaus): Der neue Vorstand der Verbraucherzentrale in NRW heißt Schuldzinski.
  • Meldung vom Fußball:
    Nordhausen
    Ich frage mich nur, warum Bosnien-H. gegen Irland in Nordhausen spielte?
  • Bei den Austern fehlt ein „Stük“ und es gibt „Häsen“, aber zusätzlich kommt der „Oktobus“ (vermutlich ein Bus mit acht Sitzen):
    Oktobus
  • Diese Hinweise in der Nürnberger U-Bahn sind im Grunde sehr sinnvoll:
    U-Bahn
    Aber warum befinden sie sich an der Innenseite der U-Bahn-Tür?
  • Homonym der Woche: die Botschaft (danke Klaus). Eine Botschaft ist zunächst die diplomatische Vertretung eines Landes am Regierungssitz des anderen Staates. Eine Botschaft ist aber auch eine Nachricht (vom Sender zum Empfänger). 
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37/2015: Masterieren und Schirmfrauen

  • Politiker I. Seehofers Horst mit folgender Mengenangabe: „Wir können auf Dauer, bei 28 Mitgliedsstaaten in der EU, beinahe nicht sämtliche Flüchtlinge aufnehmen.“ Fast keine alle!
  • Politiker II. Frau von der Leyen: „Wir haben noch einmal aktiv gesagt …“ Wie sagt man etwas inaktiv?
  • Neue Verben (danke Klaus):
    masterieren
    Die Bologna-Reform der Studiengänge bedingt offenbar auch sprachliche Änderungen. Konnte man früher nur diplomieren, so setzt ein Master-Abschluss nun das Masterieren voraus. Vorher kämme allerdings das Bachelorieren. Soll man das tol(l)erieren?
  • Fehlender Buchstabe (danke Herr Stöckel): „Duzende Tote nach Kran-Umsturz im saudischen Mekka.“ Makaber, dass die Toten noch in Du-Form sprechen können.
  • Politisch korrekt (danke Klaus):
    Schirmfrau
    Ebenfalls las ich von einer „Chefinsache“, weil sich eine zuständige Ministerin persönlich kümmerte.
    Hingegen diese Meldung: „Demnach kündigten 17,8 Prozent der befragten Patienten an, sich die Brüste mit Implantaten vergrößern zu lassen.“ Ich will mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber wird es sich dabei nicht um Frauen, also Patientinnen handeln?
  • Tolle Namen. Beim Fußballverein Borussia Mönchengladbach heißt ein Spieler mit Vornamen „Granit“ - da möchte man eher nicht der Gegenspieler sein.
  • Übernatürliches in einem Artikel über den Künstler Christo (danke Wolf): „Von 1963 bis 2014 arbeitete er mit seiner 2009 gestorbenen Frau Jeanne-Claude zusammen.“ Bei Künstlern weiß man nie …
  • Unterste Schublade. Nach dem „wunderbaren Neger“ (gemeint war Roberto Blanco) seitens J. Herrmann (CSU) greift Claudia Roth von den Grünen bzgl. Flüchtlingen daneben: „Es werden auch Menschen kommen, die nicht unmittelbar verwertbar sind.“ Menschenverwertung - das finde ich menschenverachtend!
  • Denglisch der Woche (danke Karsten): „Hilfecenter“ - zu Hilfe!
  • Wenn Grundschülerinnen eine Rechner-Tastatur entwerfen, in diesem Fall meine Emma (8) mit dieser Tastenanordnung (wer das Wort nicht kennt - das ist Deutsch für Tastatur-Layout;-):
    Tastatur
    Zunächst fällt der augenfreundliche grüne Hintergrund auf. Des Weiteren werden die Buchstaben natürlich, wie im vergangenen Schuljahr gelernt, alphabetisch angeordnet. Emoticons (das ist angeblich Deutsch für: Smileys) gehören natürlich unbedingt dazu. Als großartige Innovation em-pfinde ich die Farbtasten. Darunter: Häufig verwendete Wörter kann man einfach hintereinanderweg tippen.
  • Am Anfang dieser Woche seien lt. TA „unbekleidete Kinder“ als Flüchtlinge in Erfurt angekommen. Aber es ging nicht um fehlende Kleidung, sondern um fehlende Eltern (als Begleiter).
  • Homonym der Woche: die Annahme (danke Klaus). Der Jurist meint damit eine Willenserklärung (als Antwort auf ein Vertragsangebot), Der Wissenschaftler eine Schätzung/Vermutung bzw. Hypothese. Im Familienrecht geht es bei einer Annahme um die Adoption eines Kindes, in der Logistik um den Wareneingang
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21/2014: Verbraucherrichterechtlinie

  • Was ist die VRRL? Es handelt sich um die in Deutschland am 13.06.2014 in Kraft tretende Verbraucherrechterichtlinie. Bei einem solchen Wortungetüm kann man schon einmal ins Straucheln geraten, was meinem Kollegen auch prompt passierte: „Verbraucherrichterechtlinie“.
  • Beamtendeutsch (danke Klaus): „Hinweis zum negativen Regelungsinhalt einer Aufhebung: Durch meine Aufhebung ist der Zeitraum vom 01.05.2014 bis 31.05.2014 mit einer Regelung versehen. Für den geregelten Zeitraum ist eine erneute betragsmäßige Festsetzung nur möglich, wenn die eine Korrekturvorschrift zulässt. Ab dem 01.06.2014 kann aufgrund eines Neuantrages bei Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen Kindergeld wieder festgesetzt werden.“ Negativer Regelungsinhalt? Negativ ist aus meiner Sicht der gesamte Inhalt! Ein Zeitraum ist durch Aufhebung mit einer Regelung versehen – was ist denn das für ein Unsinn! Wenn’s hier um Kindergeld geht – was sonst, als der Betrag, soll denn bitte festgesetzt werden? Solche Texte sind ja keine Naturgesetze, sie sind von Menschen gemacht. Ich würde gern einmal einen solchen kennenlernen – oder vielleicht besser doch nicht. Zumindest sollte ich dabei unbewaffnet sein.
  • Das Navigationssystemmit weiblicher Stimme: „Dem Straßenverlauf sehr lange folgen.“ Klingt es jetzt sehr chauvinistisch, wenn ich denke, dass die Frau womöglich nicht mit großen Zahlen umgehen kann?
  • Dialekt der Woche – die Hessen (bzw. „de Hesse“). Auf der Landesgartenschau in Gießen sprach eine Frau: „Die ganze Tulpe sin scho abgeblüht.“ Nun, nichts gegen Dialekt. Aber ich kannte bei Blumen bisher immer nur verblüht.
  • Hoffentlich brennt’s hier nie (danke Jochen):
    Notausgang
  • Denglisch der Woche I (danke Ingrid): „danke und ich hoffe wenn ich nachgetunet habe funktioniert es besser.“ Das ist kein Deutsch und auch kein Englisch, eigentlich noch nicht einmal Denglisch. Das ist einfach Sprachmüll!
  • Denglisch der Woche II (danke Herr Ebel): „Trust in German Sicherheit. Your life is online. Make it sicher. Lückenloser Sofortschutz & Daten-Backup. Jetzt PC sichern!“ Make it besser, bitte.
  • Wenn der Name zur Tätigkeit passt (danke Klaus):
    Studierendenservice
  • Scharfe Sache:
    Chilli
    Allerdings dachte der Journalist wohl gerade ans Entspannen (Chillen). Der Chili, eine mittelamerikanische Paprikaart, wird mit nur einem „l“ geschrieben.
  • Wäre eine solche Woche, dauerhaft, nicht ein Traum (danke Anja)?
    SchoeneWoche
  • Überschrift der Woche (danke Wolfram): „Jan Ullrich baut Horror-Crash mit zwei Verletzten“. Vermutlich waren die Verletzten die Folge des Unfalls, oder waren sie schon vorher verletzt? Leider nicht.
  • Was ist ein „Anti-Vierenprogramm“? Ist es gegen Vieren? Für mehr Fünfen oder Sechsen?
  • Homonym der Woche: der Prozess. Grundsätzlich ein gerichteter Ablauf eines Geschehens, gerichtlicher Ablauf könnte man aber auch sagen. Der wohl bekannteste literarische Vertreter stammt von Kafka. Techniker und Chemiker kennen den Prozess ebenso wie Informatiker. Manchmal möchte man einen kurzen machen.
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19/2014: Email-Ausstellung und umnagen

  • Wenn die Bildunterschrift nicht zum Bild passt:
    Bob-Anschub
    Ziemlich eindeutig zu sehen: Rennschlitten, nicht Bob! Es sei denn, der Schlitten hieß Bob …
  • Kein Gardemaß in dieser Gaststätte (danke Klaus):
    Gaderobe
  • Das Fernsehprogramm:
    Mentzel
    Ist der Mentzel inzwischen so dick, dass er gleich doppelt erwähnt wird?
  • Verkehrsmeldung bei ndr2: „Schockender Verkehr auf der A7 …“ Offenbar ein Falschfahrer.
  • Retrospektive (danke Klaus):
    Email-Ausstellung
    Für die jüngeren Leser: Hier werden keine besonders schön gestalteten E-Mails gezeigt, sondern aus Schmelzglas oder Schmelzwerk Gefertigtes.
  • Wetterversprecher der Woche (danke Jürgen): „Am Samstag knacken wir wieder die 20-Mark-Rate.“ Ja, so eine Grad-Marke ist schon ein schwieriges Wort.
  • Kommentar: „Gute Englisch-Kenntnisse sind von Voteil“ – gute Deutschkenntnisse auch;-)
  • Namen, die sich einprägen: „Der hessische Datenschutzbeauftragte Michael Ronellenfitsch …“ Den werde ich mal anrufen, hört sich bestimmt gut an, wenn er sich meldet.
  • Überschrift der Woche: „Nokia will 100 Millionen Dollar in vernetzte Autos stecken“. Wo stehen diese Autos, damit ich das Geld wieder rausholen kann?
  • Vertipper der Woche: „Sicherlich sind wir nach Abschluss der heikelste Angriffspunkt aufgrund der Anzahl gehusteter Shops.“ Diese Shops – wir husten sie nur so dahin!
  • Neues Verb im Kindermund der Woche. Emma (6): „Ich bin ein Biber und kann einen Baum umnagen.“
  • Zu viele Buchstaben I (danke Wolfram):
    SensationellerEntdeckung
    Ohne „r“ fehlt mir nichts.
  • Zu viele Buchstaben II (danke Markus):
    Portmemonnaies
    Das ist aber auch ein schweres Wort – Geldbörse wäre womöglich ungefährlicher. Nicht zu verwechseln mit einer „Geltbörse“ wie Facebook;-)
  • Eine E-Mail mit folgendem Betreff erreichte mich in dieser Woche:
    EnglishTraining
    Obwohl hinreichend falsch geschrieben, erkennt man dennoch den Sinn: Training dringend erforderlich!
  • Anachronismus der Woche: „Ich habe hier mal ein kleines Big Picture dargestellt.“ Treffen sich ein großer Zwerg und ein kleiner Riese …
  • Verdrehung der Tatsachen (danke Christoph):
    Katzennapf
    Du böser, böser Napf!
  • Homonym der Woche: das Schiff (danke Klaus). Das Schiff, klar: ein großes Wasserfahrzeug. Aber der Heraldiker (Wappenkundler) kennt das Schiff als Figur. Studenten nannten früher den Nachttopf so und in alten Herden und Öfen gab es einen Behälter zur Erhitzung von Wasser: das Schiff. Steht man in einer Kirche, befindet man sich im Kirchenschiff (Wortherkunft hier).
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