Beiträge zum Thema: überflüssige Buchstaben

Deutschthemen zum Freitag - Das Blog


Ja, Sie lesen richtig: das Blog. Da es sich um das Internet-Tagebuch handelt, ist Blog von sächlichem Genus. Aber das nur als Erklärung für die Überschrift.

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Die bisherigen Ausgaben stehen jeweils als zusammengefasster Beitrag zur Verfügung. Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen.

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18/2018: Beetstuhl

  • Tipp der Woche. Es gibt immer wieder Empfehlungen, die man nicht wörtlich befolgen sollte:
    InDieWindschutzscheibe
    Dieser Tipp wird Ihnen präsentiert von: CarGlass;-)
  • Überflüssige Buchstaben I (dank Klaus):
    Kirschengemeinde
    Zum Obst gemacht … aber dann kam der theologische Bäcker:
    Kirchkuchen
  • Verwechslung:
    scheinbar
    Im Artikel geht es um Fußballvereine (weshalb ich euch den gesamten Text erspare;-) Richtig muss es aber heißen: „die aber anscheinend momentan ihre Hausaufgaben besser erledigen.“ Denn sie erledigen diese offensichtlich, also tatsächlich besser und nicht nur scheinbar (also nicht).
  • Vergleich der Woche (danke Klaus:
    ElfFussballfelder
    Ein normalgroßes Fußballfeld entspricht ungefähr einem halben bis einem Hektar (=10 000 m
    2).
  • Überflüssige Buchstaben II (dank Klaus):
    Beetstuhl
    Da wächst was zusammen!
  • „Unbezeichnung“ der Woche (danke Klaus):
    Tierwohllabel
    Großes Wortunwohlsein.
  • Verbuchselte Wechsstaben:
    Vegetratisch
  • Bei dieser Speisekarte hatten meine Kinder viel Spaß:
    Papadum
  • Gericht der Woche:
    MatterReis
    Es gibt körnigen und klebrigen Reis — und matten auch.
  • Überflüssige Buchstaben III:
    Siegnalisiert
    Bitte einen Umweg über Duden machen!
  • Sächsisch (danke Klaus)?
    Labtop
    Genau genommen so: Läbtobb-Daschä.
  • Schwierige Wörter (danke Klaus):
    Karantane
    Das ist „karantiert“ falsch und muss als Wort zunächst in Quarantäne!
  • Überflüssige Buchstaben IV:
    resulutierte
    Sehr resolut!
  • Gläubige Insekten (danke Klaus):
    Betwanze
  • Homonym der Woche: die Tonne (danke Klaus). Die Tonne ist nicht allein eine Einheit der Masse, sondern auch ein Volumenmaß, eine alte Einheit der Energie, der Fläche sowie ein Zählmaß.
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17/2018: Interwall

  • Überflüssige Buchstaben:
    Festivall
  • Hier ist der Name leider nicht Programm (danke Klaus):
    Kassen
  • Schwierige Wörter I:
    Interwall
    Also die Schreibweise ist keineswegs ein optischer Leckerbissen.
  • Wetterbericht der Woche (danke Herr Ebel):
    30cmSchnee
    Die 30cm großen Flocken stammen wahrscheinlich aus Tschernobyl.
  • Schwierige Wörter II:
    Tatigkeit
    Fragt sich nur, welche Tätigkeit er am Torwart ausübte?
  • Schwierige Wörter III (danke Klaus):
    Periverie
    Und das größte Vieh ist die Philosovieh!
  • Amtsdeutsch (danke Klaus):
    Doppelverbeitragung
    Das Hauptärgernis liegt in der Sache, dass niemand rechtzeitig hingeht und einmal drastisch sagt: „Junge, du redest Müll.“ Ach so — damit jetzt auch bei der Schelte niemand benachteiligt wird: „Mädchen, du redest Müll.“ ginge natürlich auch. Je nachdem, wer’s eben ist.
    Betrifft auch andere Berufsgruppen wie z.B. Politiker, Manager …
  • Märchen der Woche (danke Klaus):
    Hammel
  • Homonym der Woche: das Quartier (danke Klaus). Neben einer Unterkunft ist ein Quartier auch noch in der Archäologie und der Heraldik (Wappenkunde). Das Quartier ist Teil des Schuhs, ein altes Flüssigkeitsmaß und ein schwedisches Getreidemaß. Dazu noch ein Stadtviertel und in Lübeck und Paris Verwaltungseinheiten.
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16/2018: Rasenmeher

  • Fehlende Buchstaben (danke Klaus):
    Inzenierung
    Inzest? Alles inszeniert!
  • Schwierige Wörter I:
    rigeros
    Also da muss ich auch rigoros sein.
  • Schwierige Wörter II (danke Klaus):
    Brandweinherstellung
    Ein Branntwein ist ein aus Wein hergestelltes stark alkoholisches Getränk.
    Aber die Schreibweise ändert sich dramatisch, obwohl sich die beiden Teile im Kompositum lediglich umkehren:
    Weinbrant
    In diesem Fall heißt es korrekt: Weinbrand. Wer soll da noch durchsehen? Am besten, man nimmt Abstand vom Alkohol.
  • Negation der Woche (danke Klaus):
    NieNicht
    Wie jetzt?
  • Schwierige Wörter III:
    Passasche
    Also möglicherweise kann man, wenn ein Pass verbrannt wird, über den Rest von Pass-Asche sprechen, aber die Passage muss ich im Duden noch suchen.
    Einen Hungerast kenne ich, aber den Hungerpunkt nicht.
  • Grauen der Woche (danke Klaus):
    Rasenmeher
    Mehr, meher, am mehersten.
  • Schwierige Wörter IV (danke Klaus):
    einleuten
    Nach dem Blütenrausch sollten die Leute geläutert werden!
  • Überflüssige Buchstaben (danke Klaus):
    Kreise
    Die Krise kreist …
  • Beruf der Woche (danke Klaus):
    Werkschuzfachkraf
    Na hoffentlich beherrscht er das Schützen des Werkes besser als das Schreiben.
  • Homonym der Woche: die Kur (danke Klaus). Die Kur steht für eine Heilbehandlung, für Doping beim Bodybuilding, für eine Wahlversammlung bei den Römern, für eine indonesische Insel, einen Fluss in Russland und für eine polnische Wappengemeinschaft.
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15/2018: Querolant

  • Schwierige Wörter I:
    Chlorophyl
    Das Blattgrün schreibt sich mit „phyl“ mehr „l“, nämlich: Chlorophyll.
  • Schwierige Wörter II (danke Klaus):
    Querolant
    Das ging schief bzw. quer.
    Ein Querulant ist lt. Duden jemand, der sich unnötigerweise beschwert und dabei starrköpfig auf sein [vermeintliches] Recht pocht.
  • Überflüssige Buchstaben:
    inhallieren
    Wenn der Husten laut genug ist, hallt er vielleicht auch.
  • Schwierige Wörter III (danke Klaus):
    Totesopfer
  • Stilfrage: „Insgesamt war es ein ausgeglichenes Spiel, wo heute das Momentum auf unserer Seite war.“ Dieser „Woismus“ greift immer mehr um sich. Beispiele gefällig? „Am Wochenende, wo (eher: ‚als‘ oder ‚an dem‘) ich beim Konzert war, habe ich im Hotel übernachtet.“ oder auch: „Wo (eher: ‚Als‘) ich gerade Getränke kaufen wollte, bemerkte ich, dass ich mein Geld vergessen hatte.“
    Mithin wäre beim Satz oben die stilvollere Formulierung: „Insgesamt war es ein ausgeglichenes Spiel, bei dem/welchem heute das Momentum auf unserer Seite war.“
  • Bahndurchsagen: „Aufgrund der verringerten Geschwindigkeit wird sich unsere Ankunftszeit verlängern.“ So, so — die Zeit verlängert sich also. Einstein wäre erstaunt, was die Deutsche Bahn so alles hinbekommt.
  • Denglisch der Woche (danke Klaus):
    Loop
    Wie das „schön“ heißt? Ich möchte gar nicht wissen, wie dann „gegreenlighted“ bewertet wird.
  • Paradoxon der Woche: „Da sind wir sehenden Auges reingegangen — Augen zu und durch.“ Ja, wie jetzt?
  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche (danke Klaus):
    ToteZiege
    So mancher läuft ja teils kopflos durch die Gegend — aber freilich nur im übertragenen Sinn. Dass eine Ziege ohne Kopf tot ist — wer hätte das gedacht?
  • Schwierige Wörter IV (danke Klaus):
    Weidgerechtigkeit
    Na dann — Weidmanns Hail.
  • Überflüssige Buchstaben (danke Klaus):
    Gelander
  • Homonym der Woche: der Strudel (danke Klaus). Der Strudel ist eine spiralförmige Strömung in einer Flüssigkeit und auch eine Speise.
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14/2018: Feindstaub

  • Neue Wörter (danke Klaus):
    Fakturation
    Guter Versuch, aber es heißt korrekt dennoch: Fakturierung.
  • Gleich zwei Fehler haben sich hier eingeschlichen (danke Steffen):
    Badebetrieb
    Man kann einen 14-tägigen Urlaub machen, dann ist man zwei Wochen am Stück weg. Wenn aber, wie hier gemeint, an jedem zweiten Dienstag Einschränkungen zu erwarten sind, dann heißt das 14-täglich. Wirklich.
  • Technikthema der Woche (danke Klaus):
    elektronischesAuto
    Elektrisch?
  • Schwierige Wörter I:
    Kascher
    Zwar gibt es den Häscher, aber ein sackartiges Netz an einem Rahmen heißt Kescher.
  • Schwierige Wörter II (danke Klaus):
    Kieferorthopede
    Stante pede? Das bedeutet übrigens: stehenden Fußes — so viel wie: sofort, umgehend. Ansonsten: Alles mit dem hintenangestellten Wortbildungselement -pädie bedeutet (aus dem Griechischen) Erziehung. Orthopädie bedeutet also eigentlich wörtlich: richtige Erziehung.
  • Anachronismus der Woche:
    NegativerBonus
    Also, ich bin ja auch eher fürs Belohnen, denn fürs Bestrafen. Aber das Gegenteil eines Bonus’ ist nun einmal ein Malus.
  • Überflüssige Buchstaben (danke Klaus):
    Feindstaub
    Zu Hause ist der Staub ja auch mein Feind Nr. 1.
  • Schwierige Verben (danke Steffen):
    Felsabsturz
    Die Gegensteine sind eine Felsformation im Harzvorland. „Aus zuschließen“ ist aber eine sehr seltsame Trennung.
  • Politikum der Woche (danke Klaus):
    SaarlandischerBundestag
    Oha — das Saarland, diese Querulanten. Jetzt haben sie schon ihren eigenen Bundestag!
  • Überschrift der Woche:
    Tokio
    Mit dem Fahrrad bis nach Japan — alle Achtung! Allerdings ist gemeint: An den 2020 in Tokio stattfindenden Olympischen Spielen nimmt die radelnde Frau Vogel auf jeden Fall noch teil.
  • Schwierige Wörter III (danke Klaus):
    rescharchieren
    Insbesondere empfiehlt es sich, im Duden zu recherchieren.
  • Wortspiel der Woche: In der erogenen Zone ist nur Schrittgeschwindigkeit erlaubt!
  • Genitiv der Woche (danke Klaus):
    gedenken
    Wessen gedenkt man? Kings. Klingt komisch? Ist aber korrekt.
  • Homonym der Woche: die Börse (danke Klaus). Die Börse ist allgemein ein Handelsplatz oder auch für Austausch, Kontaktaufnahme usw. (z.B. Jobbörse, Singlebörse, Tauschbörse). Speziell für den Handel mit Aktien spricht man auch von der Börse und schließlich heißt der Geldbeutel ebenso.
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09/2018: Freuheitsberaubung

  • Moderne Begriffe — heute: abholen. Wer wird nicht gern abgeholt? Als Kind vom Kindergarten, nach einer Reise am Bahnhof oder Flughafen. Das ist toll. Aber heute wird man geradezu inflationär abgeholt: „Wir müssen die Kunden mit unserer Botschaft abholen.“ Oder auch als Frage: „Wie kann ich dich in der Situation am besten abholen?“ Gar nicht! Du kannst dich um mich kümmern, mir Rückmeldung (Feedback ist nicht Neudeutsch, sondern Englisch!) geben und wir können in einen Austausch treten. Aber abgeholt werden mag ich so nicht.
  • Schwierige Wörter (danke Klaus):
    hacheln
    Vielleicht kann man ja auch mit einem Lächeln hecheln?
  • Überflüssige Buchstaben I:
    Bundesliega
    Das liegt am schlechten HSV-Spiel.
  • Überflüssige Buchstaben II (danke Klaus):
    Vorschlusslorbeeren
    Torschlusspanik?
  • Überflüssige Buchstaben III:
    Schnautze
    Und vom schlechten Deutsch.
  • So ein Virus lebt auch gefährlich (danke Klaus):
    Virusinfarkt
  • Fehlende Buchstaben I:
    Portugise
    Fehlen nur noch der „Bullgare“ und der „Hohlländer“!
  • Auch Freude kann man rauben (danke Klaus):
    Freuheitsberaubung
  • Jahreszeit der Woche: der Herbst. Angela Merkel sei gerade „im Herbst ihrer Kanzlerschaft“ hörte ich diese Woche. An sich ist es nahezu immer der Herbst, wenn von einem Lebensabschnitt gesprochen wird. Ein älterer Mensch ist „im Herbst seines Lebens“. Hört man, ein Mädchen ist „im Frühling seines Lebens“? Kaum. Und gar nicht kommen die beiden anderen Jahreszeiten vor. Komischerweise ist niemand im Sommer seiner Schaffensperiode oder im Winter seiner Amtszeit. Dabei würde das zu den momentanen Temperaturen gut passen.
  • Fehlende Buchstaben II (danke Klaus):
    Verraucher
    Stimmt eigentlich — Geld „verraucht“ gewöhnlich viel zu schnell.
  • Fehlende Buchstaben III:
    Beschafung
    Schafe können sogar die Heizung ersetzen.
  • Falsche Richtung (danke Klaus):
    gekauft
    Wo wird er die nur alle lagern?
  • Homonym der Woche: der Anzug (danke Klaus). Zunächst ist der Anzug ein Kleidungsstück, zudem das Mundstück der Pferdezäumung und der erste Zug im Schachspiel. Einen Anzug gibt’s noch im Brückenbau (geringer werdender Querschnitt eines Pfeilers).
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08/2018: Bandscheidenoperation

  • Denglisch der Woche I. Beim Snowboard: „Er steht jetzt hier als Leader aus seinem Heat.“
    Here stehe ich, I cannot others.
  • Denglisch der Woche II:
    Staff
    Hier sollte noch mehr hinterfragt werden!
  • Wortspiel der Woche I: Hat ein kinderreiches Paar überzeugt?
  • Wortspiel der Woche II: Wenn der Platzwart auf der anderen Seite steht, ist es dann Gegenwart?
  • Untertreibung der Woche (danke Klaus):
    Wegle
    Ein Wegle ist ja ohne Zweifel die Verkleinerungsform (der Diminutiv) von Weg, ein Wegchen sozusagen. Wie schmal muss wohl ein „kleines Wegle“ sein?
  • Überflüssige Buchstaben I:
    rechtswiedrig
    Nun, ein Gericht brauchen wir für die orthografische Richtigstellung nicht.
  • Worauf Google so alles Patente hält (danke Klaus):
    Herzschnittmacher
    Für Herzgeschnitzeltes …
  • Medizinisches (danke Klaus):
    Bandscheidenoperation
    Scheiden tut eben weh.
  • Fußballkommentar: „Talsika ist der Bambini der Mannschaft.“ Also, ach nein. Warum der Spieler einer türkischen Mannschaft mit einer italienischen Bezeichnung beschrieben werden soll, ist mir nicht klar. Mehr noch: Bambini ist die Mehrzahl von Bambino — das Kind. Im Italienischen ist Bambino also männlich.
    Man hätte einfach „das Küken“ oder „der Jungspund“ sagen können.
  • Überflüssige Buchstaben II:
    risskant
    So ginge es vielleicht, wenn man philosophisch denkt: „Da riss Kant das Papier vor Wut entzwei.“
  • Homonym der Woche: die Zeichnung (danke Klaus). Die Zeichnung ist ein Bild in der Kunst oder der Architektur oder für Konstruktionen. Eine Zeichnung kann aber auch eine Unterschrift, ein Muster auf dem Fell von Tieren und das Beantragen von Wertpapieren.
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06/2018: Kleindung

  • Schwierige Wörter I (danke Klaus):
    Saitenleitwerk
    Hier gilt es, im Deutschen, andere Saiten aufzuziehen!
  • Denglisch der Woche. Eine Dienstleistung für Studenten an der Universität Jena heißt „Career & Welcome Point“. Was soll da gemacht werden? Die Absolventen auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Full cool!
  • Schwierige Wörter II (danke Klaus):
    Leich
    Wenn schon, dann die Leich’.
  • Schwierige Wörter III:
    wiederstehen
    Ein Boxer kann zwar nach einem Niederschlag wieder stehen, aber kann er seinem Gegner widerstehen?
  • Deppen-Apostroph (danke Klaus):
    furs
    Bei Kombinationen mit „das“, also bspw. „um das“ —> „ums“, „für das“ —> „fürs“ ist der Apostroph entbehrlich.
  • Überflüssige Buchstaben I:
    ZungeDesErfolges
    Wenn man sich da nicht gleich die Zunge verbrennt.
  • Übelsetzung der Woche (danke Klaus):
    Nizza
    Ja, wenn der Automat den Unterschied zwischen „Nice“ = Nizza und „nice“ = nett/hübsch aus dem Kontext nicht erkennt.
  • Schwierige Wörter (danke Herr Ebel): „Da eBay, bzw. deren Mitarbeiter, leider zu blöd ist, um eine Rezession zu entfernen, stelle ich es jetzt richtig.“
    Es wäre natürlich schön, wenn eBay die Rezession, also den Rückgang bzw. die Flaute einer wirtschaftlichen Entwicklung entfernen könnte. Gemeint ist hier allerdings eine Rezension, nämlich ein Artikel, in dem etwas (kritisch) beurteilt wird.
  • Fußballer. Nach dem Pokalspiel des SC Paderborn (3. Liga) gegen den FC Bayern München: Phillip Tietz ist Stürmer des Drittligisten und hatte sich vermutlich gewünscht, ein Tor gegen den FC Bayern zu schießen. Die Chance, die sich ihm in der 80. Minute bot, war größer als die zu einem Trikottausch mit Robert Lewandowski. Doch Tietz schoss aus fünf Metern neben das leere Tor. Er sagte: „Der Pass war nicht zu scharf, ich bin auch nicht ausgerutscht. Ich habe ihn einfach nur nicht reingemacht.“
    Was ist daran besonders? Ein Fußballer, der die Schuld an einem Versagen nicht beim Schiedsrichter, dem Ball oder den Platzverhältnissen sucht, sondern einfach bei sich selbst. Mehr davon, bitte!
    Ganz im Gegensatz zu einem Spieler von Mainz 05, der gleich mehrere Schubladen tiefer griff: „Was wir heute gezeigt haben, geht einfach nicht. Wir haben keine Eier gezeigt.“ Na, welch Glück aber auch. Was machen an dieser Stelle eigentlich Fußballerinnen? Hoffentlich dauert die „Gleichberechtigung“ da noch und uns bleiben die „Eierstöcke“ erspart.
  • Fehlende Buchstaben I (danke Klaus):
    Kurarbeit
    Eine Art Arbeitskur, nehme ich an.
  • Konjugation starker Verben: „Bevor wir den Garbage Collector aktiviert haben, stoß der gebrauchte Arbeitsspeicher (Total Resident) an eigene Grenzen.“ Ja, nicht „stoß“, nicht „stoßte“ und auch nicht „stießte“, sondern schlicht „stieß“  — sonst wird es Stuss!
  • Fehlende Buchstaben II (danke Klaus):
    moniert
    Das muss man freilich monieren!
  • Überflüssige Buchstaben II (danke Klaus):
    Kleindung
    Ach du Sch… aber Kleindung ist offenbar auch Mist.
  • Fehlende Buchstaben III (danke Klaus):
    Freisaat
    Kost’ nix.
  • Homonym der Woche: der Zoll. Der Zoll ist eine Abgabe, wenn eine Ware eine Grenze überschreitet. Im angloamerikanischen Raum ist der Zoll noch immer ein Längenmaß, wobei ein Zoll (1“) 2,54cm entspricht. Oder auch 112 ft = 136 yd.
    Von einem Architekten wurde ich einst zurechtgewiesen, dass mein Ausdruck „Zollstock“ nicht korrekt sei. Schließlich hätte das Ding eine Zentimetereinteilung. Es müsse richtig „Meterstab“ heißen. Aber weil da zwei Krümelkacker aufeinander trafen, entgegnete ich: „Zweimeterstab!“ Der Sachse sagt übrigens „Schmieche“ dazu, das ist einheitenlos.
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04/2018: Schneeflug

  • Geographiethema der Woche I. Wegen des Sturms mit dem ICE gestrandet. Ein Mann telefoniert genervt und schreit schließlich: „Bitterfeld, nicht Bielefeld!“ Großes Gelächter von allen Seiten! Mensch, Bielefeld gibt’s doch gar nicht!
  • Fehlende Buchstaben (danke Herr Ebel):
    Schneeflug
    Der Schnee fliegt tief, genau wie das Deutschniveau.
  • Mathematikthema der Woche (danke Markus):
    verachtfacht
    Ist das Bitcoin-Genauigkeit?
  • Ort der Woche (danke Klaus):
    Heuhafen
  • Überflüssige bzw. fehlende Buchstaben (danke Klaus):
    Urwerk
    Wahrscheinlich im Urwald oder im Urlaub.
    Uhrheber
    Ich weiß nicht, warum Uhren angehoben werden müssen.
  • Abmessung der Woche:
    Raster
    Hä?
  • Geographiethema der Woche II (danke Christian). Vorschlag einer Länderwahl bei Twitter:
    EastGermany
    Und das fast 30 Jahre nach der Wiedervereinigung!
  • Überflüssige Buchstaben II (danke Klaus):
    schoppen
    Das Verb „schoppen“ gibt es tatsächlich, es bedeutet in Bayern, Österreich und der Schweiz „hineinstopfen“, sonst in Deutschland „bauschen“.
  • Denglisch der Woche (danke Klaus):
    ago
  • Dialekt der Woche: „… gibt es einen Zeugen - den damaligen Aufnahmeleiter, der ein entsprechendes Telefon mitgehört hatte.“ Der Autor muss Schweizer sein, denn bei uns hätte man „Telefonat“ geschrieben.
  • Homonym der Woche: die Gier (danke Klaus). Die Gier ist allgemein ein starkes Begehren, je nach Ausprägung kommt sie als Hab- oder Neugier daher. Die Gier ist ein Fluss in Frankreich und bei Schiffen oder Luftfahrzeugen die Hochachse.
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03/2018: Leitungssportler

  • Krümelkackerei der Woche:
    Quote
    Eine Quote bezeichnet immer einen Anteil von etwas im Verhältnis zur Ge-samtheit. Deshalb wird sie i.d.R. in Prozent ausgedrückt. Sechs Rodler — das ist keine Quote, sondern eine Anzahl. Respektabel zwar, aber eben keine Quote.
    Im Gegensatz zur Quote, die sich auf eine Größe zu einem bestimmten Zeitpunkt bezieht, ist übrigens eine Rate auf einen Zeitraum bezogen.
  • Barbarei der Woche (danke Klaus):
    kontingentierbar
  • Englisch der Woche (danke Jürgen):
    ISeeBlackForYou
    My dear Mister singing club!
  • Fußballerlogik: „Wir sind hier so erfolgreich, weil die Leute an uns glauben. Wir glauben an uns.“ Wenn jeder an sich denkt, ist an jeden gedacht.
  • Fehlende Buchstaben I (danke Klaus):
    Leitungssportler
    Der Leitungssportler — vielleicht der Kapitän einer Mannschaft?
    Dazu passt das:
    Leitungsbereitschaft
    Die Leitungsbereitschaft — insbesondere erforderlich für Manager!
  • Fehlende Buchstaben II (danke Klaus):
    Steinkohl
    Rotkohl, Grünkohl, Spitzkohl, Chinakohl … und Steinkohl. Bruttostrom gibt’s übrigens nicht bei netto!
  • Versprecher der Woche. Deutsch, 10. Klasse, Tom (15) sagt die Ringparabel aus Lessings „Nathan der Weise“ auf. Darin folgendes: „So kam nun dieser Ring, von Sohn zu Sohn, auf einen Vater endlich von drei Söhnen; die alle drei ihm gleich gehorsam waren, die alle drei er folglich gleich zu lieben sich nicht entbrechen konnte.“
    ’s ist ein gar verschwurbelt Deutsch, was Lessing uns da auswendig zu lernen auferlegt. Und ach, nachdem sich mühsam Vers auf Vers erarbeitet, kam das: „… die alle drei er folglich gleich zu lieben sich nicht erbrechen konnte.“ Zum kotz… aber wir haben sehr gelacht.
  • Verwechslung der Woche (danke Klaus):
    Moor
    Der Moor? Das Moor, natürlich. Eigentlich ist jedoch der Mohr gemeint, am bekanntesten wohl im Original aus Friedrich Schillers „Die Verschwörung des Fiesco zu Genua“: „Der Mohr hat seine Arbeit getan, der Mohr kann gehen.“ Generell ist „Mohr“ eine Bezeichnung für dunkelhäutige Menschen, welche bereits Luther in seinen Werken benutzt. Und erst kürzlich, am 6. Januar, kam einer der Heiligen Drei Könige als Mohr. Shakespeares „Othello“ ist der Mohr von Venedig und in Mozarts „Zauberflöte“ fühlt sich der Tempelscherge und Mohr Monostatos ob seiner schwarzen Hautfarbe benachteiligt. Aus Sorge um die politische Korrektheit nennt der Schokoladenproduzent Stollwerk die Werbefigur „Sarotti-Mohr“ nun offiziell „Sarotti-Magier der Sinne“. Irgendwie schmeckt die Schokolade davon nicht bes-ser. Vielleicht haben die zu viele Mohrenköpfe gefrühstückt. Und was sol-len schließlich Mohrenfalter und Mohrenkopfpapagei sagen?
  • Überflüssige Buchstaben III (danke Michael):
    nachhacken
    Brachiale Nachfrage.
  • Schwierige Wörter (danke Klaus):
    Symphatien
    Rechtsextrem und Sympathie — schließt sich das nicht ohnehin aus?
  • Überflüssige Buchstaben IV (danke Klaus):
    ungerschwinglich
    Das ist, nicht nur unterschwellig, falsch.
  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche: „Das ist eine lange endlose Liste.“ Hat jemand schon einmal eine kurze endlose Liste gesehen?
  • Fehlende Buchstaben III (danke Klaus):
    Orkanbon
    Bei dem Wetter muss eben alles schnell gehen, jeder Buchstabe kostet Zeit.
  • Homonym der Woche: die Haft (danke Klaus). Die Haft ist eine Form des Freiheitsentzugs, ein Netzflügler (Insekt) und in der Anatomie ein unechtes Gelenk.
    Darüber hinaus stellt sich die Frage, was „Haft-Notizen“ sein könnten. Nämlich kleine Zettelchen, die haften oder auch Aufzeichnungen im Gefängnis.
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