Beiträge zum Thema: werbung

Deutschthemen zum Freitag - Das Blog


Ja, Sie lesen richtig: das Blog. Da es sich um das Internet-Tagebuch handelt, ist Blog von sächlichem Genus. Aber das nur als Erklärung für die Überschrift.

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Gern dürfen die Beiträge zitiert werden - über eine entsprechende Quellenangabe mit Link freue ich mich.

Die bisherigen Ausgaben stehen jeweils als zusammengefasster Beitrag zur Verfügung. Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen.

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13/2020: Musterstadium

  • Werbung der Woche I (danke Klaus):
    Senioren
    Für Senioren? Wie alt mag der Mann sein?
  • Werbung der Woche II:
    Fussfrench
    Also, meine Füße können nicht einmal Deutsch — wozu dann Französisch?
  • Die Fußballpause war für manchen Journalisten offenbar doch zu groß (danke Klaus):
    0-2
  • Verbuchselte Wechsstaben:
    Musterstadium
  • Fehlende Buchstaben (danke Klaus):
    plaziert
  • Politikerdeutsch der Woche (danke Jürgen). Frage an Außenminister Heiko Maas: „Wie wahrscheinlich wird ein Auslandsurlaub ab dem 16 Juni?“ Antwort: „Ich hoffe dass er wahrscheinlich wird …“
    Oder wie schon der berühmte Philosoph Oliver Kahn sagte: „Das versuchen wir zu probieren.“
  • Brüller der Woche (danke Robby):
    Maschinengewehrsalben
    Salbungsvolle Pflege — mit Gewehr.
  • Homonym der Woche: der Spinner (danke Klaus). Der Spinner ist ein Handwerker, ein Köder beim Angeln, in der Luftfahrt die Verkleidung des Triebwerkes, ein Felgenaufsatz und ein Handkreisel (Fidget Spinner) und außerdem die Bezeichnung verschiedener Schmetterlinge (z. B. Birkenspinner). In der Umgangssprache auch jemand, der durch absonderliches, skurriles Verhalten auffällt. Ich zähle ja Träger von Leichtmetallmützen dazu.
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28/2016: Hornzsche

  • Denglisch der Woche I: „Sie haben dadurch also 6 FTE an Kosten mehr auf der Payroll.“ FTE bedeutet übrigens „Full Time Employee“, also jemand, der nicht in Teilzeit arbeitet. Auf Deutsch gibt es solch unselige Abkürzung auch: VBE (=Vollbeschäftigteneinheit). In Kindergärten wird bspw. der Betreuungsschlüssel errechnet, auf wie viele Kinder eine VBE kommt. Ich bin allerdings der Meinung, Kollegen (Menschen!) als „Einheiten“ zu bezeichnen, ist kaum anders als „Humankapital“, ist keineswegs menschlich.
  • Denglisch der Woche II: „… bekomme ich nur als Speaker, nicht als Gast.“ Das scheint übrigens ein ganz neuer „Beruf“ zu sein: Keynote Speaker. Stattdessen wäre „Hauptredner“ einer Veranstaltung zu sein vermutlich einfach von gestern oder wie der eloquente Manager sagt: „Old School“!
  • Verwirrende Logik. „Unsere Spieler müssen aus Überzeugung nach Nordhausen kommen. Nicht, weil sie woanders vielleicht mehr verdienen können.“ Weil die Spieler woanders mehr verdienen könnten, sollen sie nach Nordhausen kommen? Ein „obwohl“ wäre angebracht gewesen.
    Gut, der das sagte: Maurizio Gaudino. Ein ehemaliger Fußballer mit ita-lienischen Eltern. Geboren allerdings in Köln. Spielte jedoch lange in Stuttgart. Dort ist es offenbar nicht nur mit dem Hochdeutsch schwierig.
  • Prominente sind des Öfteren von Falschmeldungen genervt (was jedoch in den Gagen als Schmerzensgeldanteil enthalten ist). So letzte Woche Jennifer Aniston (US-amerikanische Schauspielerin). Es hieß, sie sei schwanger, was sie so dementierte: „Für das Protokoll: Ich bin nicht schwanger. Ich habe die Nase voll.“ Stimmt, das nennt man eher Schnupfen.
  • Adverb der Woche:
    ZiemlichGut
    Nicht „ausgezeichnet“, auch nicht „sehr gut“, sondern nur „ziemlich gut“ — und trotzdem 5 Sterne!
  • Geographiethema der Woche I. Rolf Mützenich (bekommt im Winter einen kalten Kopf;-): „Mich würde es nicht wundern, wenn man in Großbritannien demnächst Dracula zum Gesundheitsminister macht.“ Im Allgemeinen ist mit „Dracula“ der Fürst Vlad III. Drăculea gemeint. Der lebte allerdings in der Walachei und das ist im heutigen Rumänien, mithin: von GB weit entfernt. Drăculea bedeutet übrigens „Sohn des Drachen“.
  • Aus der Werbung: „Entdecken Sie die Augentropfen“. Könnte u.U. schwierig werden.
  • Konjugation der Woche: „Es gäbe 30 Zentimeter Neuschnee, der Personen oder Spuren verdecken könne.“ Der Konjunktiv des Verbs „geben“ ist nicht so einfach, aber in diesem Beispiel müsste es richtig „Es gebe 30 Zentimeter …“ heißen.
  • Dialekt der Woche (danke Klaus): Sächsisch.
    Hornzsche
    Eine Hornzsche bezeichnet eine elende Behausung oder baufälliges Haus. Das Wort war 2010 das beliebteste Wort des Jahres — in Sachsen.
  • Geographiethema der Woche II: „Ein aus Südosteuropa stammender Raubfisch breitet sich in der Oder immer mehr aus. Pro Jahr kommt die Schwarzmund-Grundel nach Erkenntnissen des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie rund 11,6 Kilometer in Richtung Süden voran.“ Wenn man aus Südosteuropa in Richtung Süden pro Jahr 11,6 Kilometer vorankommt und schließlich in der (nördlich gelegenen!) Oder ankommt, braucht man lange. Sehr lange!
  • Bootsarten aus einer Filmkritik: „Eines Tages sieht Michel das Foto eines Kajaks und ist sofort hellauf begeistert von dem kleinen Ruderboot.“ Jedoch, mit einem Kajak kann man am besten paddeln, nicht rudern.
  • Übertreibung der Woche (danke Herr Ebel):
    Bootsrundfahrten
    Nirgendwo sonst in Deutschland gibt es Bootsrundfahrten?
  • Wenn Steve das gesehen hätte:
    Bootsrundfahrten
  • Joghurt einmal anders:
    Jogurth
    „Jogurth“ — vielleicht die englische Schreibweise? Nein, lt. Duden sind „Joghurt“ (empfohlene Schreibweise) und „Jogurt“ erlaubt. Als Artikel sind übrigens alle drei erlaubt.
  • Wenn die Werbung nicht zum Inhalt passt (danke Klaus):
    Falschung
    So ist das — sogar für Fälschungen bekommt man Unterstützung!
  • Schwierige Wörter:
    Geschartert
    Diese Scharte muss man erst einmal wieder auswetzen. Der Anglizismen-Index empfiehlt übrigens: mieten.
  • Homonym der Woche: die Klause (danke Klaus). Es handelt sich keineswegs um mehrere Männer namens Klaus. Vielmehr ist es entweder eine Gaststätte, die Einengung eines Flusstals, der Aufenthaltsort eines Einsiedlers, eine Wehranlage oder eine Zerfallfrucht (Klausenfrucht).
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22/2016: Entkompliziert

  • Fehlende Buchstaben (danke Dorit):
    Scheisszertifikate
  • Kurznachrichten (danke Klaus): „Die Deutsche Bank ist das nach der Bilanzsumme und Mitarbeiterzahl größte Kreditinstitut Deutschlands und hat nach letzten Angeben acht Millionen Privatkunden.“ Eigentlich hätte es „nach letztem Angeben“ heißen müssen.
  • Hyperlativ der Woche: „Das Urteil ist eine kleine Gleicherstellung eines immer noch ungleichen Lebensgefüges.“ Das kann lediglich durch die „Gleicheststellung“ überboten werden.
  • Zu viel des Guten (danke Klaus):
    Hundertprozentig
    Ausgeschrieben hieße das „Hunderprozenttig“ — eine rund 7%ige Überschreitung der eigentlich erforderlichen Buchstabenanzahl.
  • Negation der Negation (danke Klaus): „Wie viele Konten von der fehlerhaften Anzeige von Doppel-Abbuchungen betroffen sind, ist weiter unklar, genauso wenig wie die Ursachen der Panne.“ Genauso wenig unklar sind die Ursachen — alles klar.
  • Verbuchselte Wechsstaben: „Also ich hör euch, aber mein Mirko streikt gerade.“ Ja, ja der Mirko — der arbeitet nicht gern.
  • Aus der Welt der Werbung (danke Horst): „LGs neuer Edel-TV G6 ist ge-rade einmal so groß wie drei Kreditkarten – und bietet dank OLED-Technologie eines der besten Bilder überhaupt. Der Bildschirm ist 65 Zoll groß.“ Was haben denn die bei LG für riesige Kreditkarten? Gemeint war freilich die Dicke des Displays (2,57mm).
  • Neue Produkte (danke Holger):
    Urgesteinsmehl
    Jetzt wird Mehl schon aus alten Steinen gemacht.
  • Neue Wörter (danke Holger):
    entkompliziert
    „Vereinfacht“ ist offenbar nicht mehr modern.
  • Zweifelhaftes Adjektiv (danke Herr Ebel): „Mit viel Musik, Gauklern, historischen Handwerkern und einem großen Festumzug feiert die Lutherstadt Wittenberg, 3 Tage die Vermählung von Martin Luther und Katharina von Bora.“ Diese Handwerker sind vermutlich sehr alt.
  • Tolles Angebot:
    AusserEinerHand
    Außer Händen wird hier alles verkauft.
  • Durch diese Ansprache sieht die E-Mail wirklich täuschend echt aus:
    FrauMario
  • Homonym der Woche: die Pfanne (danke Klaus). Die Pfanne ist ein sehr vielfältig verwendetes Gefäß — von klein (zum Kochen) bis groß (in der Gießerei). Der Dachdecker kennt die Dachpfanne, ein Dachziegel. Die Pfanne ist auch eine Einheit (Volumenmaß für Salz und Holz), ein Teil früherer Feuerwaffen und eine Wappenfigur (in der Heraldik).
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41/2015: Home und Startseite

  • Tautologie (danke Uta)? Die 4. Thüringer Meerjungfrau (was wir so alles in Thüringen haben!), Diana König, antwortet im Interview mit Antenne Thüringen auf die Frage, was ihr am Weimarer Zwiebelmarkt so gut gefiele: „Da kommen so viele Menschen von weit und fern.“ Eine Tautologie ist ein sprachliches Stilmittel, bei der mit inhaltlichen Wiederholung gearbeitet wird. Bekannte Beispiele sind „voll und ganz“, „nie und nimmer“ und „weit und breit“. Jedoch, „weit und fern“ gehört wahrscheinlich eher nicht dazu. Zumindest klingt es komisch. Aber eine Thüringer Meerjungfrau muss vermutlich andere Qualitäten haben.
  • Englischthema der Woche. Welche Kollegen fallen unter „Refinemen“?
    Refinemen
    Es sollte natürlich „Refinement“ heißen. Es handelt sich dabei um eine bei Scrum übliche Schätzrunde.
  • Amtsdeutsch: „Herr Blatter wurde am 1. Oktober von Robert Torres (Fifa-Ethikkommission) einvernommen.“
  • Angebot der Woche (danke Steffen):
    Pfennigpfeifer
  • Astronomiethema der Woche (danke Herr Ebel): „Dass der Müll einfach in den hintersten Ecken des Weltalls verschwindet …“ Gibt es eine Theorie, dass das Weltall hinterste Ecken hat?
  • Physikthema der Woche (danke Herr Ebel): „Nach dieser Theorie, auch ‚Big Freeze' genannt, dehnt sich das Universum immer stärker aus. Das hat zur Folge, dass die Temperatur stetig sinkt. Diesen Effekt nutzt auch jeder Kühlschrank.“ Dehnen sich Kühlschränke, um zu kühlen?
  • (Peinliche) Werbung in eigener Sache (danke Anja):
    Layout
  • Beim Layout (danke Herr Jarmuschek) hat auch der Tagesspiegel ein unglückliches Händchen:
    Chefsache
    Chefsache und das Filmfoto („Er ist wieder da“) darüber - naja.
  • Worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen Home und Startseite?
    HomeStartseite
  • Ein Kleidungsstück für Schafe?
    Ma-Hose
  • Wenn im Nordthüringer Zipfel exotische Tiere angeboten werden:
    Kangeru
    Das hat nichts mit neuer Rechtschreibung zu tun (früher: Känguruh) - in Känguru hat ein „e“ nichts zu suchen.
  • Kindermund der Woche. Emma fällt bei Tisch die Gabel laut polternd auf den Teller. Auf meinen Kommentar „Ob ich noch einmal erlebe, dass ein Abendessen ohne Krach und Kleckerei verläuft?“ entgegnet Emma (8): „Nein, Papa, das erlebst du nicht mehr.“
  • Wenn man über ausländische Bildungswege schreibt …
    Kollege
    Ja, ja - der Kollege Platz, der kostet.
  • Auch bei duden.de kann Werbung unglücklich platziert sein:
    Furz-Maschine
  • In einem TA-Artikel wurde die Grünen-Politikerin Katrin Göhring-Eckardt als „abgebrochene Theologie-Studentin“ bezeichnet. Hoffen wir, dass alles, was da abgebrochen ist, inzwischen wieder nachwuchs.
  • Anzeige bei der Bahn (danke Ingrid): „Wegen einer technischen Störung zeigen die Zugzielanzeiger falsche Anzeigen an.“ Anzeigende Anzeiger zeigen falsche Anzeigen an. Das müsste man glatt anzeigen.
  • Verwirrender Bezug (danke Björn): „Illegales Autorennen: Elf Streifenwagen verfolgen 18-Jährigen“. Aha - ein illegales Autorennen zu Zwölft.
  • Und beim Bäcker die Produkthinweise:
    Remoulade
    Also wenn das Süßungsmittel ein ganzes Stück Kuchen ist …
  • Homonym der Woche: die Abwicklung (danke Klaus). Ein Sachverhalt wird endgültig geregelt (auch die Liquidation eines Unternehmens) oder überhaupt durchgeführt (insbesondere bei finanziellen Angelegenheiten). Der Schachspieler bezeichnet so den Austausch von Spielsteinen, um zu einer einfacher zu spielenden Stellung zu gelangen. Gekrümmte Flächen werden per Abwicklung in die Ebene gebracht, z.B. auch bei der Blechverarbeitung.
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49/2014: Ist Kletterin sagbar?

 

  • Kreative Künstlernamen. Es gibt eine Sängerin namens „Mieze Katz“ von der Band „Mia“. Da kann ich nur sagen: Wau!
  • „Wie schwierig Sony Pictures die Entscheidung fiel, zeigt sich schon daran, dass den Kinos in einem einzigartigen Schritt selbst überlassen wurde, ob sie den Film anlaufen lassen.“ Schwierig war allenfalls der Schritt, eine Entscheidung kann jedoch nicht schwierig fallen, sondern schwer.
  • Reinhold Messner im Interview: „Das ist nicht sagbar.“ Es fällt mir unsagbar schwer, aber sagbar klingt unsäglich schlecht.
  • Schwieriger Plural I. Kürzlich war von einer „Kletterin“ die Rede. Handelt es sich um einen Mann, so ist es ein Kletterer. Müsste es dann nicht auch „die Klettererin" heißen? Bei „der Retter / die Retterin“ klappt das besser. Tatsächlich ist „Kletterin“ korrekt, spricht sich auch schöner.
  • Schwieriger Plural II: „Für alle harten Bodenbelege“. Was liegt denn da auf dem Boden - Beleg oder Belag? Sind es dann nicht eher Bodenbeläge?
    Dazu passt dieser Satzteil aus einem Buch über berühmte Bauwerke: „… heute in Betonbauten als Bewährung üblich ist.“ Bewährung kann demnächst wahrscheinlich der Herr Hoeneß erwarten, im Bauwesen ist es jedoch die Bewehrung (Armierung, meist mit Stahlgittern, im Betonbau).
  • Kindermund der Woche (danke Thomas). Matilda (12) zu der Frage, ob sie weiß, was Kapitalismus ist: „Naja, es ist etwas böse halt, etwa wie Terrorismus.“ Oha - mich würde interessieren, welche Gesellschaftsordnung Matilda als nicht böse betrachtet?
  • Aus der Werbung (danke Dominik):
    NachAusland
    Ach, nach korrektem Genitiv ging das gute Deutsch leider aus. Vielleicht sollten sich die vermeintlichen Retter des Abendlandes, die montags vorrangig durch dämliche Äußerungen auffallen, eher auf die korrekte Benutzung unserer Muttersprache stürzen.
  • Sportlerweisheiten: „Du kannst nur bereit sein, wenn es zu dir kommt. Und das bin ich.“ Konfuzius und Kant erblassen dagegen!
  • Automatische Übersetzung:
    Verladung
    Das englische „Home“ wird einfach zu „Haus“? Ich fühle mich verladen.
  • Aus einem Forum „Benötige hilfe bei Producktbox“. Die Hilfe benötigst du offenbar nicht nur da.
  • Katastrophenmeldung: „Im vergangenen Jahr war ein Polizeihubschrauber in ein Pub gestürzt.“ Da erhebt sich die Frage, welchen Genus „Pub“ hat? Wenn der Satz korrekt ist, dann müsste „das Pub“ gemeint sein, denn: Wohin stürzte der Hubschrauber? In ein Pub (Adverbialbestimmung des Ortes). Die Bestimmung des Geschlechts aus dem Englischen stammender Wörter ist nicht immer einfach. I.d.R. wird die deutsche Übersetzung genutzt. Der Duden meint zu Pub: Neutrum oder maskulin. Insofern wäre „das Pub“ richtig, aber „der Pub“ ginge auch. Als Bedeutung wird vom Duden allerdings „Kneipe, Wirtshaus“ angegeben. Die Kneipe wäre ja allerdings weiblich (nach dem grammatischen Geschlecht - nicht nach der Mehrzahl der Gäste!). Somit müsste auch „die Pub“ möglich sein.
  • Wichtiger Hinweis (danke Jürgen):
    KeinTrinkwasser
    Das ist doch der beste Beweis, dass Einheimische einmal nicht bevorzugt werden. Da Ausländer sicher auch zu den Nichtbürgern gehören, ist ihnen sauberes Wasser sicher. Das verschmutzte Wasser müssen die Bürger trinken.
  • Eine etwas eigenartige Effizienz:
    Under
  • Homonym der Woche: der Pickel (danke Klaus). Der Pickel ist eine Hautverunreinigung (wenn es das gesamte Gesicht betrifft, spricht der Jugendliche von „Clerasil-Testgelände“). Des Weiteren ist der Pickel ein Ausrüstungsgegenstand für Bergsteiger oder auch ein Werkzeug (Spitzhacke). In Preußen gab’s den Pickel früher auf der Haube und in der Küche hilft er beim Zerkleinern von Eis (Leo Trotzki soll mit einem solchen ermordet worden sein, allerdings nicht von Sharon Stone in „Basic Instinct“).
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47/2014: insgesammt unanbringlich

 

  • Der Wetterbericht für Lauffreunde (danke Patrick):
    Klatte
    Vielleicht klebt ja auch noch eine Klette an den Laufsocken?
  • Weihnachtszeit ist Backzeit, aber bei den Zutaten kann’s Schwierigkeiten geben:
    Sultanninen
    Ob die Frauen des Sultans wirklich Sultaninnen heißen?
  • Hier muss man einschreiten:
    Geschritten
  • Schock in Thüringen:
    Krautwurst
    Nachdem seit Ende letzter Woche das Schreckgespenst eines linken Ministerpräsidenten umgeht - wird nun etwa auch die Thüringer Rostbratwurst infrage gestellt und durch eine Krautwurst ersetzt? Nein, es handelt sich um einen Mann namens Jens Krautwurst. Bezeichnenderweise stand im Text noch dieser Satz: „Die Partei hatte sich nach der Abwahl … in Grabenkämpfen zerfleischt.“ Und daraus ging die Krautwurst hervor.
  • Politisch absolut unkorrekt in einem Topf gelandet (danke Klaus):
    VersehrteSkilehrer
    Es sei denn, es handelt sich um versehrte Skilehrer.
  • Unglücklich platzierte Werbung:
    Gammelfleisch
  • Toller Vorschlag: „Dazu gibt es ein Online-Umfrageformular: … Stillt dort bitte ab.“ Erstens ist das, für Männer, diskriminierend und zweitens interessant, dass nun auch online abgestillt werden kann!
  • Schwierige Wörter I:
    Insgesammt
    Also an der Schreibweise vor der Rechtschreibreform („müßen“) kann’s nicht liegen, denn „insgesamt“ wurde auch vorher schon mit nur einem „m“ geschrieben.
  • Schwierige Wörter II: „Nun müssen die Angebote allerdings ausreichend monitarisiert werden.“ Das muss ich leider monieren. Hier geht’s schließlich ums Geld, also die Moneten.
  • Ich weiß nicht, ob man das überhaupt als Denglisch bezeichnen kann (danke Robin):
    HangOn
    Ob das ein Engländer versteht? My dear mister singing club!
  • Neue Wörter (danke Klaus). Wenn Postbeamten-Restbestände formulieren:
    Unanbringlich
    Unangebracht!
  • Spruch der Woche: „Die Scheiskerle sizzen überall“. Das schrieb nicht irgendjemand. Das schrieb einst ein Geheimrat in Weimar, ein gewisser Goethe. Was waren das noch Zeiten, in denen es keine verbindliche Rechtschreibung gab. Ich hätte hier quasi kaum etwas zu tun.
  • Denglisch der Woche in einer Bewertung des Rennsteiglaufes: „Offenbar kommt der Lauf gerade mit seinem Trail-Feeling gut an.“ Also bei mir kommt so etwas nicht gut an!
  • Verwirrende Silbentrennung:
    Showerfinder
    Frank Elstner als Duschen-Sucher? Bei der heutigen Sintflut englischer Wörter wäre „Show-Erfinder“ bestimmt besser gewesen.
  • Aus der Werbung:
    Unfaufallig
    So unauffällig, dass der Schreibfehler verborgen bleibt, ist’s aber nicht.
  • Homonym der Woche: die Rüstung (danke Klaus). Bei Rüstung kommt man vielleicht zuerst auf die historische militärische Schutzkleidung. Da es heutzutage nur noch wenige Ritter gibt, geht der Begriff mehr auf die Vorbereitung kriegerischer Handlungen ein. Darunter fällt auch die Waffenproduktion (der Rüstungsindustrie). Der Bauarbeiter kennt die Rüstung auch und nennt sie Gerüst. Die Vorbereitung einer Maschine ist ebenfalls eine Rüstung. Beim Gemüse säubern spricht man auch von Rüstung und die Bereitstellung von Waren zum Versand ist ebenfalls die Rüstung.
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17/2014: Akku-Schreiber und vervorteilt

  • Neue Produkte. Aus einer Meldung der Polizei: „Ein Fahrrad und ein Akku-Schreiber sind am Samstag aus einem Keller eines Mehrfamilienhauses gestohlen worden.“ Ein elektrischer, drahtloser Kuli.
  • Eine weitere polizeiliche Meldung bringt Zombies ins Spiel: „Nach einer Schießerei mit einem Toten und zwei Schwerverletzten in Frankfurt hat sich der mutmaßliche 27-jährige Täter bei der Polizei gestellt.“ Vielleicht sollte die Polizei über ein Revier nah am Friedhof nachdenken.
  • Neue Wörter: „Die Oberhoferin, die für Friedrichroda startet, fand: Die bayrischen Stützpunkte würden vervorteilt.“ Die thüringischen werden entnachteiligt!
  • Seltene Tiere. Der Nacktmull ist ja bereits ein Zeitgenosse, den man nicht häufig antrifft. Aber wer kennt den Restmull?
    Restmull
    Trotz intensiver Suche fand ich auf dem Frankfurter Flughafen keinen.
  • Aus der Werbung (danke Horst):
    • „Dank dem schnellen Autofokus des Samsung GALAXY S5 können Sie auch scharfe Fotos voller Bewegung und Action aufnehmen und verpassen so keinen wichtigen Moment mehr.“ Dank des Dativs verlor der Genitiv mal wieder. Und: Solche Fotos gibt’s nur bei Harry Potter!
    • „Integrierter Pulsmesser mit digitalem Coach und weiteren sportlichen Funktionen“ – wenn der Pulsmesser schon sportlich ist, dann muss man selbst weniger tun.
  • Tolles Angebot (danke Robby):
    Jeansjacke
    Wer zu spät kommt …
  • Homonym der Woche: die Etappe (danke Klaus). Die Etappe bezeichnet einen Zeitabschnitt oder auch eine Teilstrecke (z.B. bei Radrennen). Beim Militär steht die Etappe für das Gebiet hinter der Front.
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05/2014: Blusiger Rock und rübersyncen

  • Größenberechnung mit Apple:
    Groesse
  • Ankündigung (danke Herr Jarmuschek):
    BlusigerRock
    Gemeint war freilich eine Blues-Rockmusikveranstaltung, aber man könnte auch eine Modenschau vermuten.
  • Denglisch der Woche I: „Das können wir rübersyncen und dann hin- und hermoven.“
  • Denglisch der Woche II: „Schön wäre es, wenn wir zum Freitagmittag (also bevor wir nach Hause fahren), miteinander eine nice, commitment-behaftete Roadmap erzeugt hätten. Any Vorschläge, suggestions, Kommentare?“ Da bin ich sowohl sprachlos als auch speechless!
  • Unbeabsichtigte Wortspiele aus dem Alltag:
    • „Ich bin heute bei einer Defibrillator-Schulung, obwohl die ja eigentlich todsicher beschrieben sind.“ Na toll!
    • „Ich war bei einer Hygiene-Prüfung in der FKK-Oase (tatsächlich ein Bord…).“ „FKK-Oase? Geht denn da überhaupt jemand hin?“ „Aber klar, ist gerammelt voll!“
  • Was nur ein vergessenes Wort ausmachen kann (danke Steffen). Die OTZ über Bayern-Trainer Pep Gardiola: „Dass er trotz des enormen Punkte-Vorsprungs auf den Liga-Rest (keine!) mangelnde Einsatzbereitschaft dulde, hat er mit der vorübergehenden Mandzukic-Ausbootung auch seinen anderen Profis deutlich gemacht.“ Interessant zudem, dass alle anderen Mannschaften, immerhin 17, als „Liga-Rest“ bezeichnet werden.
  • Früher gab es Schlussverkäufe, danach nur noch „Sale“. Aber jetzt, jetzt:
    Reduzierungen
    Reduzierungen braucht der Installateur, um z.B. ein Rohr von DN32 auf DN25 zu verjüngen. Diese Werbung stand allerdings bei C&A und es ist mir nicht bekannt, dass die auch Rohrmaterial verkaufen.
  • Über das Niveau des Dschungelcamps im Fernsehen kann ich nur spekulieren, aber die Berichterstattung darüber in der Zeitung gleicht sich dem offenbar an: „Mal schreite er sie an und führte sie vor versammelter Mannschaft als Volltrottel vor …“ Schreien ist ein sog. starkes Verb und die 3. Person Singular lautet im Präteritum selbstverständlich: „er schrie“. Wenn man als Journalist das Wort „Volltrottel“ in einem Satz benutzt, sollte man sehr vorsichtig sein, denn, wer im Glashaus sitzt …
  • Homonym der Woche: Passend zum Dschungelcamp – die Staffel (danke Klaus). Zuerst also die Bedeutung als Fernsehproduktion, aber natürlich auch als Einheit (z.B. bei Militär oder Feuerwehr) und als Spielklasse im Sport (Liga). In Süddeutschland nennt man die Treppe auch Staffel. Die Leichtathletik kennt verschiedene Staffeln, neben den bekannten olympischen Disziplinen 4x100m und 4x400m gibt es z.B. noch die sog. Olympische Staffel (eigenartigerweise gar nicht olympisch) mit 800m-200m-200m-400m und die Schwedenstaffel (400m-300m-200m-100m).
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27/2013: Ingenieursstudium oder Ingenieurstudium?

  • Frage der Woche:
    Ingenieurstudium
    Ingenieursstudium oder Ingenieurstudium? Fragen wir mal Google: 112 000 Ergebnisse für Ingenieursstudium (und gleich die Frage: „Meinten Sie Ingenieurstudium?“), aber 375 000 für Ingenieurstudium. Im Duden kommen alle Verbindungen ohne Fugen-S aus, außer einer: der Ingenieurskunst. Ist  das Studium etwa der Kunst gleichrangig? Im Leben vielleicht, grammatisch sicher nicht.
  • Denglisch der Woche I (danke Herr Hucke): „… wie gewünscht haben wir Ihren Server auf 32 GB RAM geupgradet und anschließend den Server wieder in Ihr System gestartet.“ Upgraden steht im Duden. Als Partizip Perfekt schlägt selbiger allerdings „upgegradet“ vor. Schön ausgedrückt ist jedoch, dass der Server „in Ihr System gestartet“ wurde. Das ist so ähnlich wie bei der Bahn, wo Züge „aus dem Gleis ausfahren“.
  • Denglisch der Woche II: „Einladung zum Summer Pre-Sale - Exklusive 25% Rabatt!“ Dass es einen Sommervorschlussverkauf (ein solch komisches Wort kann man deutschen Kunden freilich keinesfalls zumuten) geben soll, lässt darauf hoffen, dass der Sommer in diesem Jahr wohl doch noch kommt. „Exklusive“ gibt es als Adverb und als Präposition und bedeutet ausgenommen, ausschließlich, nicht enthalten. Also kein Rabatt? Doch, denn das Adjektiv „exklusiv“ bedeutet u.a. vorzüglich oder edel und so wie es eine „exklusive Gesellschaft“ gibt, kann es eben auch „exklusive Rabatte“ geben.
  • Denglisch der Woche III: „Die Studie … basiert auf einem Base Case und einer umfangrei­chen Trendanalyse.“ Basischer Käse – wird zum Glück nicht sauer.
  • Aus der Werbung I (Dank an Wolfram für alle):
    Alkoholfrei
    Wenn dieses Bier zu 0,0% alkoholfrei ist, ist es dann zu 100% alkoholisch oder sind es gar 100% Alkohol?
  • Aus der Werbung II:
    Orangenreiniger
    Wenn eure Orangen mal verdreckt sind.
  • Aus der Werbung III:
    Saftbockwürstchen
    Grammatisch korrekt getrennt, aber auch geschickt? Sind das etwa Würstchen vom Saftbock?
  • Fremdwörter (danke Klaus):
    herumlaminieren
    Wahrscheinlich meinte er lamellieren. Aber wenn jemand FDP-Anhänger ist, gehört lamentieren offenbar nicht zum aktiven Wortschatz.
  • Pleonasmus („runde Kugel“) der Woche in der TA: „Staatliche Steuern“. Gibt es etwa weitere Institutionen, die Steuern einziehen? Gut, genau genommen werden uns die Steuern vom öffentlich-rechtlichen Gemeinwesen auferlegt. Und wer ist es, der hier sein Wesen (manche würden sicher auch sagen: Unwesen) treibt? Der Staat.
  • Kurznachrichten (danke Klaus):
    Pole
    Weitere Vorschläge: „Schweinsteiger schießt Pokal“, „Merkel zettelt Streit“ und „Silbereisen singt Show“.
  • Die TA: „Und das ist natürlich schwierig für eine Mama, obgleich sie das befördert hat.“ Es ging dabei um das Auslandspraktikum der Tochter ebendieser Mama. Und das kann sie befördern? Ja, sie kann, denn befördern hat nicht allein die Bedeutung des Transports, sondern auch: fördern, unterstützen und begünstigen. Günstig, eine solche Mama.
  • Überschrift der Woche in der Ostthüringer Zeitung (danke Jörg): „Zwei Kästen Bier in Greiz gestohlen und dann festgenommen“. Die inhaftierten Bierkästen wurden vermutlich zur Strafe abends auf dem Polizeirevier geleert. Inhaltlich erscheint es zudem erschreckend, was Journalisten so alles für die Zeitung aufbereiten – über in China umgefallene Reissäcke war an diesem Tag rein gar nichts zu lesen.
  • Die Begründung „… aber ich sage immer: Qualität hat seinen Preis“ mag stimmen. Jedoch, es handelt sich um „die Qualität“ und insofern hat sie „ihren“ Preis. Für diese sprachliche Qualität kämpfe ich um jeden Preis!
  • Meine, sprachlich gesehen, Lieblings-Pizzeria (am Jenaer Westbahnhof) wieder mit tollen Angeboten:
    Geümuse
    In dieser Woche besonders zu empfehlen: Geümuse mit Rais!
  • Kurznachrichten (danke Klaus) mit absonderlichem Denglisch:
    Ausideln
    Was könnte hier wohl „ausideln“ bedeuten? Dazu muss man sein Gehirn zunächst davon abbringen, an „aussiedeln“ zu denken, denn das wäre grundfalsch. Es geht nämlich vielmehr um das englische Wort „idle“, was Leerlauf oder Faulenzen bedeutet. Was soll nun mit diesen Sessions passieren, wenn sie ausleerlaufen sollen? Das will ich lieber gar nicht wissen und zudem hätte das Wort groß geschrieben werden müssen – aber verdient hat es das nicht.
  • Homonym der Woche: die Ausgabe (danke Klaus). Im Rechnungswesen bedeutet die Ausgabe, dass Geld ausgegeben wird. Die Bank gibt Banknoten aus und bringt sie damit in Umlauf (das ist auch der Grund, warum das Geld nie allzu lange in meiner Brieftasche bleibt – wegen des Umlaufes zieht die Kohle immer gleich weiter). Der Computer gibt auch aus, nämlich Daten. Manchmal verausgabt er sich dabei auch, was dann ggf. blaue oder schwarze Bildschirme nach sich zieht. Ein Werk, bspw. ein Buch, aber auch Zeitungen kennen die Ausgabe. Es kann damit auch schlicht etwas ausgehändigt werden, manchmal muss man dafür eigens einen bestimmten Ort aufsuchen: die Ausgabe.
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48/2012: Batchelor oder Patchelor?

  • Schon wieder eine Bildungsreform (danke Klaus):
    Batchelor.jpg
    Wie Microsoft hat auch ePages einen monatlichen „Patch Day“. Und wer ist fürs Patch verantwortlich? Na, der Patchelor!
  • Die Karte hektisch erweitert, auf dem Chemnitzer Weihnachtsmarkt (danke Uwe):
    Nutela.jpg
    Vielleicht aber auch eine kalorienreduzierte Nuss-Nugat-Cremé? In jedem Fall eine buchstabenreduzierte.
  • Jede Menge Deppenleerzeichen (danke Klaus):
    Festgeld.jpg
    Die Frage ist hier, warum es nicht „Tages Geld Konten“ wurden.
  • Politikergestammel. A. Merkel: „Veränderte Verhältnisse erfordern veränderte Veränderungen.“ Frei nach Grönemeyer: Bleibt alles anders.
  • Spruch der Woche. Unser Wirtschaftsminister, Bübchen Rösler, zum geplanten Ende der Opel-Produktion in Bochum: „Ich bin sauer.“ Na, da werden dem GM-Vorstand aber jetzt die Knie vor Angst schlottern. Phipsi ist sauer. Das war’s. Mehr nicht. Mehr haben wir auch nicht erwartet. Von ihm.
  • „Neuer Stammbau der Vögel“ titelt die Freie Presse Chemnitz. Die Vögel sind also nicht länger beim Nestbau – jetzt müssen sie auch noch den Stamm selbst bauen. Ein Skandal, gegen den Tierschützer Sturm liefen – wenn’s stimmte.
  • Übelsetzung aus der Werbung bei Facebook (danke Kristof):
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    Dieses Spiel hat ein Eigenleben und gleich eine negative Eigenschaft bekommen. Der Satz hat wurde falsch übersetzt;-)
  • Auferstehung der Woche (danke Michael):
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    Hoffentlich bekommen die Russen nicht heraus, wie Apple das macht. Sonst könnten sie auf die Idee kommen, Stalin …
  • „Tablet für Draußen“ schreibt heise.de. Allerdings ist „draußen“ ein Adverb und wird demzufolge klein geschrieben. Die Österreicher und Bayern sagen übrigens dafür eher „heraußen“, aber an der Kleinschreibung ändert sich dabei nichts.
  • Übelsetzung II (danke Herr Perthel):
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    Der Spinat ist diesmal nicht gekackt, sondern „entwassert“. Dazu gibt es einen „Kochenratschlag“ für die „nidein“.
  • Biologiethema der Woche aus der TA:
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    Wie man auf dem Foto jedoch leicht sieht, handelt es sich um einen Grünspecht.
  • Gut platzierte Werbung (danke Herr Jarmuschek):
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    Das mit dem fairen Preis ist ja in Ordnung, aber die schnelle Abwicklung?
  • Denglisch der Woche (danke Christoph): „Das sind trickyere Sachen.“ Tja, wie steigert man tricky?
  • Homonym der Woche: der Träger (danke Klaus). Der Träger hat viele Bedeutungen: am Kleidungsstück, jemand, der etwas trägt, zum Transport (z.B. Flugzeugträger), eine Institution, die Personal und Mittel zur Verfügung stellt (z.B. Träger eines Kindergartens), ein tragendes Bauteil in der Statik, die Nichtnullstellenmenge einer Funktion (in der Mathematik), das Medium für die Ausbreitung (Physik), ein aufmoduliertes Signal auf ein Grundsignal (Nachrichtentechnik), Material, auf das lichtempfindliche Schichten aufgebracht werden (Fotografie) und in der Jägersprache der Hals. Auf dass also niemandem die Hosenträger rutschen oder der Kopf gegen einen Stahlträger knallt.

Letzte Ausgabe 2012. Allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für 2013. Auch im neuen Jahr freue ich mich wieder über Zuarbeiten, ohne die die freitägliche Ausgabe nur halb so schön wäre.

 

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